Sonntag, Februar 01, 2009
Die Strippenzieher
Donnerstag, April 17, 2008
Heimatschachtel
Schwachsinn wie die Heimatschachtel führt zum Aussterben eines Volkes, dem man sicher bald mit dem Mutterkreuz begegnen wird.
Eine Kette ohne Ende
Du bist Deutschland
Sicher haben sie von der Werbekampagne „Du bist Deutschland“ gehört oder den Werbespot gesehen. Haben sie darüber nachgedacht? Dieser Spot ist ja, wie man der Presse entnehmen konnte, ohne größere finanzielle Mittel entstanden, da umsonst gedreht und gesendet wurde, Uneigennützigkeit wird suggeriert. Das ist doch schon werkwürdig. Da wird ein Spot gedreht, dass wir uns eben mal wichtig und dadurch besser fühlen und sogleich den Aufschwung spüren und in Kaufrausch verfallen, aber es stehen keine Interessenkruppen dahinter. Die Frage ist nun, haben die Psychologen falsch gearbeitet oder waren es die Wahlforscher? Erst einmal ist nix mit „Du bist Deutschland“, sondern: du Depp hast falsch gewählt. Wer jemals den Eindruck hatte, mit einem Flügelschlag etwas auslösen zu können, der weis seit der Elefantenrunde, dass dazu eher viele Schläge und möglichst auf den Hinterkopf, wo sie ja das Denkvermögen erhöhen, nötig sind. Der einzelne ist nichts und kann nichts. Wirtschaft und Politik, was ja streng genommen das gleiche ist, genau wie die Presse, bestimmen wo es langgeht. Dass die Presse nicht unabhängig ist, glauben sie ja sicher, das wurde ja schließlich vom Kanzler nach seiner Wahlniederlage festgestellt, warum lassen sie sich dann davon beeinflussen? Wen man etwas besonderst oft hört, wird es dadurch nicht richtiger, man glaubt es nur eher. Schade eigentlich, denn es gibt viele, die es ehrlicher mit Ihnen meinen und nur nicht zum Zuge kommen. Man muss sich natürlich mit dem ganzen beschäftigen. Zugegeben ist das schwierig, aber man muss damit anfangen und nicht unbedingt dort, wo sie es jetzt vermuten. Du bist Deutschland und zwar in erster Linie beim Einkauf. Wichtig ist aber, nicht mehr, sondern mit Kopf einzukaufen. Das ist nicht einfach, wenn der Geldbeutel klein ist. Richtig gekauft ist immer noch billiger als preiswert und Sonderangebote, die man eigentlich nicht braucht, rausgeworfenes Geld. Es gibt nichts umsonst und hinter jeder Werbung stecken Fremdinteressen, die eigentlich nur eins wollen: ihr Geld. Damit haben sie es in der Hand. Finden sie die, die es gut mit ihnen meinen und ein ehrliches Produkt vertreiben und nicht nur Gewinn machen wollen, sondern auch an die Menschen denken, die bei ihnen arbeiten. Leider sind kleine Firmen, die ihnen so etwas bieten, unbekannt, da sie den immensen Werbeaufwand nicht betreiben können, mit dem man auch größten Mist am Markt etablieren kann. Deshalb ist auch ein Markenname so viel wert und inzwischen selbst zum Handelsobjekt geworden. Wenn sie also ein deutsches Produkt kaufen, kann es sein, dass die Rechte dafür einem anderen gehören und z.B. in der Türkei oder Ungarn produziert wird. „Du bist Deutschland“ so lange wir nicht verkauft werden.
Architektur der Bauschäden
Sonntag, März 30, 2008
Werbungslügen und Politik
"Vor Gericht und auf hoher See ist alles in Gottes Hand"
Wenn von der Vermittlung von Grundwerten gesprochen wird, gehört das was der Bürger unter Gerechtigkeit versteht offensichtlich nicht dazu. Der Paragraph 153a sorgt nicht das erste Mal in seiner Anwendung für einen bitteren Beigeschmack. Wenn ich von begrenzten Ressourcen der Gerichtsbarkeit und vom öffentlichen Interesse höre, würde ich gerne lachen wenn ich nur könnte. „Rechtsprechung“ ist Politik, was bedeutet, dass es sie nicht gibt. Gerechtigkeit darf man vor Gericht nicht erwarten, sondern ein Urteil, was im Namen des Volkes gesprochen wird. Das Volk würde aber oft anders entscheiden. Wenn man das Rechtsempfinden derart verletzt, braucht man sich nicht wundern, wenn es tausende ihren großen Vorbildern gleich tun. Die Kleinen werden zwar „gehängt“, aber man kann nicht alle erwischen. Was bleibt ist ein enormer Schaden, der immer größer werden wird, solange Ehre, Anstand und Gerechtigkeit nichts mehr wert sind. Vor zwei Generationen wäre Herr Ackermann auch ohne Prozess mit Schande beladen ruiniert gewesen und hätte sich möglicherweise sogar aufgehängt. Das Einfache richtig oder falsch gibt es heute nicht mehr, sondern viele feine Abstufungen. Mundraub im Supermarkt ist falsch, Millionen veruntreuen schon weniger. Bleibt zu hoffen, dass eines Tages Millionen von Angeklagten genauso viel Spaß vor Gericht haben wie Herr Ackermann. Ich konnte bis jetzt leider nicht einmal als Kläger lachen.
Patriotismus-Papier und Bundeswehr Einsatz
Klimakatatrophe
Ich wünsche Ihnen fröhliche Weihnachten und ein konsumreiches neues Jahr.
Dienstag, März 25, 2008
Steuersünder und Landesbank
Waffenhandel
Denkt man 15 Jahre zurück und stellt sich vor, ein Deutscher Bundeskanzler hätte Waffen nach China liefern wollen. Was wäre wohl mit ihm passiert? In Zeiten des kalten Krieges musste man sich schon vorsehen, nur mit der anderen Seite zu reden. Übermäßige Freundlichkeit oder etwa das Befürworten von Waffenlieferungen wären politischer Selbstmord gewesen. Während die „Gräueltaten des SED Regimes“ gerne in Erinnerung gerufen werden, setzt anderseits kollektive Vergesslichkeit ein. Das Freund-Feind Bild hat sich auf eigenartige Weise verändert. 45 Jahre stellte es kein Problem dar, alte Nazis im Staatsdienst zu beschäftigen und man bediente sich auch gerne rechter Kameradschaften, um die Verachtung des Sozialismus deutlich zu machen .Werden die alten Parolen nicht mehr benötigt, ist es auch mit der Toleranz vorbei. Courage zeigen nennt man das jetzt. Dass in der Politik mit zweierlei Maß gemessen wird, war noch nie deutlicher wie jetzt. Auf der einen Seite prangert man Menschenrechtsverletzungen der SED an und bringt gerne eine neue Partei damit in Zusammenhang, auf der anderen Seite verschließt man die Augen vor einem Vielfachen dessen, was in der DDR geschah, obwohl es auch heute noch chinesischer Alltag ist. Was aber veranlasst Gerhard Schröder zu derartigem Tun? Pure wirtschaftliche Not. Man hat sich derart verzettelt, dass es kein Zurück mehr gibt. Das Kartenhaus droht zusammen zu stürzen. Anderen Ortes führt man in solchen Situationen Krieg. Wir verkaufen Waffen, obwohl niemand genau weiß, gegen wen die Waffen einmal gerichtet werden! Der Waffenhandel ist das schmutzigste Geschäft was es gibt. Vom deutschen Boden gingen zwei Weltkriege aus, die Millionen Menschenopfer fanden. Dass so etwas nicht wieder passieren darf, darin ist man sich einig, allerdings scheint man das nur auf den Nationalsozialismus zu reduzieren. Der exportierte Tod in Form von Waffen gehört nicht mehr zur geschichtlichen Verantwortung. Marktanteile scheinen wichtiger wie Verantwortungsbewusstsein. Der Tod, auch deutscher Soldaten, durch deutsche Waffen wird in Kauf genommen. Courage zeigen ist etwas anderes. Wenn eine Sozialdemokratische Partei eigene Ideale verrät und derartig weit von ihren Wurzeln agiert, ist es infam, anderen Parteien keine Weiterentwicklung eingestehen zu wollen..
Montag, März 24, 2008
Familienpolitik
Kaos der Gesetzmäsigkeit
Sonntag, März 23, 2008
Kapitalismus und Mindestlohn
Samstag, April 16, 2005
Feindbild: Graffitisprayer
Mit Kanonen auf Spatzen schießen
Ob Graffiti Schmiererei oder Kunst ist, darüber lässt sich streiten. Ich denke beides trifft zu. Es ist eine Ausdrucksform unserer Jugend. Wie hoch der Schaden durch ein Graffiti ist, oder ob es sogar den Wert steigert, ist Sache des Betrachters. Von Fischer-Art bemalte Häuser werden auch als Kunst und Verschandelung gleichzeitig angesehen. Der einzige Unterschied ist, Herr Fischer fragt die Leute, bevor er etwas bemalt. Eigentum muss geachtet werden, das steht außer Frage, aber es ist sinnvoller, Talente zu lenken, als sie zu verteufeln. Die Drohgebärden, die jetzt aufgeführt werden, können vielleicht eine Altersgruppe über 25 beeindrucken, aber die oft noch minderjährigen erreicht man damit nicht. Ich würde mir wünschen, dass man mit gleicher Intensität die schlechte Zahlungsmoral bekämpfen würde, denn da entstehen Schäden in Mrd. Höhe. Wenn das geschafft ist, kann man sich auch kleinen Sachen zuwenden. Bis es ein neues Strafrecht für Graffiti gibt, könnte man zwischenzeitlich noch schnell den Drogenhandel bekämpfen. Dazu müssten die BGS-Hubschrauber, mit denen die Sprayer gejagt werden sollen, zu den Wärmebildkameras noch Kanonen bekommen.
Dienstag, April 12, 2005
OBM-Wahl in Leipzig
Wahlbeteiligung in Leipzig
Politik ist so interessant geworden wie die Wasserstände und Tauchtiefen. Gebe es nicht hin und wieder ein „Hochwasser“, würde man sie gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Mit Bonbons für Wahlbeteiligung zu werben, ist eine hübsche Idee, aber ohne große Wirkung. Schmeißen sie das Bonbon in die Pleiße und sie fliest weiter wie bisher und ist kein bisschen süßer. Es ändert sich nichts, das, was wir „zu trinken“ bekommen, ist immer noch die gleiche bittere Brühe. Wenn man Bürger zum wählen animieren will, muss die Möglichkeit einer Veränderung gegeben sein, daran glaubt aber kaum einer. Persönliche Sympathien, die bewusst durch die Aufarbeitung der Privatleben erreicht werden sollen, reichen als Wahlgrund nicht aus. Viele Wähler entscheiden sich zwischen allein erziehender Mutter, Unternehmer, Vater mit niedlichem Kind, Biertrinker oder einem netten Gesicht. Mit 67.1% hat Herr Tiefensee ganz offensichtlich das netteste Gesicht Leipzigs und kann sich über seine Wahl freuen. Ca 117827 Leipziger gaben ihm ihre Stimme aber ca. 282173 Leipziger gaben sie ihm nicht. Er ist ein Minderheiten OBM. Das Wort Wahlerfolg scheint mir nicht angebracht.
Samstag, April 09, 2005
Cross Border Leasing
Gesetze außer Kraft ?
Immer wieder wurde die Rechtsgültigkeit der Cross-Border-Leasinggeschäfte beteuert und zur Sanierung öffentlicher Haushalte genutzt. Das dies nah der Grenze der Legalität geschah, schien niemanden zu stören. Moralisch gesehen waren diese Geschäfte schon vor der Einstufung als Steuermiesbrauch durch die US- Steuerbehörde verwerflich. Die Ausnutzung von Gesetzeslücken wird nicht als unanständig angesehen und schon gar nicht, wenn der Schaden nur den amerikanischen Steuerzahler trifft. Dies ist aber viel zu kurz gesprungen. Der gewissenlose Umgang mit Fördermitteln hat schon gezeigt, dass in der Politik nicht darüber nachgedacht wird, ob Geld aus einer Wertschöpfung kommt, oder nur eine Umverlagerung stattfindet. Der Schaden, der bei diesen Geschäften entsteht, betrifft nicht nur Amerikaner und wird auch sicher nicht von Leuten ausgebügelt, die diese Geschäfte eingefädelt haben. Das globale Denken hört eben bei einem schwachen Dollar, Rekorddefizit und steigender Inflationsrate auf. Wenn sich millionenschwere Schadenersatzforderungen in den Haushaltsbüchern der Kommunen wieder finden, ist der globale Zusammenhang offensichtlich. Dann wird auch mancher Politiker, der sich nicht als Verteidiger des Amerikanische Steuersystems sehen wollte, begreifen, dass man sich selbst so verhalten sollte, wie man es von anderen erwartet. „Positive Ergebnisse“, in der Stadtentwicklung, die auf derartigen Finanzierungen basieren, sind nicht wirklich ein Verdienst und können schnell ins Gegenteil umschlagen. Die Überprüfung der Verträge bis 1999 wird auch für Leipzig Konsequenzen haben. Wer am 10.4. wählen geht, sollte sich nicht von Versprechen leiten lassen, sondern von Taten.