Montag, April 08, 2013

Offshore-Leaks Journalisten decken auf

Endlich geht es den Steuerhinterziehern an den Kragen. Dieser Gedanke könnte aufkommen, wenn man von den neusten Meldungen über Offshore-Leaks liest. Was aber ist diesmal anders? Die Datensätze sind viel größer als alle, die bis jetzt zugespielt wurden. Die Datensätze wurden keinen Behörden gegen Bezahlung angeboten, sondern investigativen Journalisten und die Quelle ist anonym. Ist es wahrscheinlich, dass jemand Steuersünderdateien ohne finanzielles Interesse weitergibt? Wenn mein Interesse kein Geld, sondern Aufdeckung ist, gebe ich meine Informationen allen Medien oder einem Journalisten vom Center for Public Integrit in Washington? Kann man dort 1 Jahr lang Stillschweigen bewahren? Ist es möglich, dass bei den Recherchen über unzählige Personen nichts an die Öffentlichkeit gelangt? Warum tritt man jetzt an die Öffentlichkeit, obwohl die Recherchen bei weitem nicht abgeschlossen sind? Wieso kann die Herausgabe der Daten an die Behörden, mit Hinweis auf Quellenschutz und Redaktionsgeheimnis, in 46 Ländern erfolgreich verweigert werden, obwohl schon Büros und Wohnungen von Journalisten durchsucht und Daten beschlagnahmt wurden, wo es um weit weniger ging? Da stellt sich die Frage der Einflussnahme. Die Objektivität der Medien stößt schon an Grenzen, weil man nicht über alles berichten kann. Nur ein kleiner Prozentsatz der Meldungen kann veröffentlicht werden. Die Auswahl der Beiträge beeinflusst schon das Meinungsbild. Die Gründe für die Auswahl der Beiträge bleibt uns verborgen, genau wie die Eigentumsverhältnisse der Medienunternehmen. Im jetzigen Fall sind in Deutschland SZ und NDR an den Recherchen beteiligt. Alle anderen schreiben nur ab und bekommen es nicht hin, die Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter des CPI oder die Zahl der Journalisten aus den beteiligten Ländern einheitlich anzugeben. Die Hoffnung, dass sich unter erhöhtem Druck in den Steuerparadiesen schnell etwas ändert, scheint mir nicht gegeben. Ein paar Tage haben schon gereicht, dass die Meldungen aus der Google News Startseite verschwinden. Da hat sich das Bobby Car von Christian Wulff länger gehalten. Im Moment geht es in der Welt recht turbulent zu. Wir stehen vor größeren Veränderungen, mit einer noch nicht da gewesenen Privatisierungswelle. Die Meldungen über Steuerparadiese haben in der Tat Druck aufgebaut, aber nicht aufs Kapital, sondern auf Steuerflüchtlinge, zu denen, wie gemeldet wurde, zahlreiche Politiker gehören. Mit anderen Worten: jede Regierung hat eine nicht bekannte Menge von erpressbaren Mitgliedern, welche in Zeiten der Veränderung noch einmal eindringlich an ihre Abhängigkeit erinnert werden. Ob die „anstehenden Enthüllungen“ ein Grund zur Freude sind, wage ich zu bezweifeln. Regierungen dürfen weder durch Schulden noch durch korrupte Beamte erpressbar sein. Das sind sie aber und einen großen Anteil daran trägt der Verhüllungsjournalismus.









Dienstag, April 02, 2013

Die deutschen Spareinlagen sind sicher !



Das sagt  zumindest die Kanzlerin nun schon zum zweiten Mal. Der Einlagensicherungsfond deckt  bei weitem nicht alle Spareinlagen bis 100.000 € ab. Wenn eine derartige Zusicherung gemacht wird, heißt das nichts anderes, als dass die Leute beruhigt werden müssen, weil sie Geld abheben. Die Kanzlerin macht sich keine Sorgen darüber, dass die Oma, welche verunsichert ihr Geld zu Hause aufbewahrt, bestohlen werden könnte, sondern darüber, dass die Bargeldbestände nicht ausreichen. Zur Beruhigung: in Zypern werden gerade die Bargeldreserven der EU aufgebraucht.  Wenn Garantien abgegeben werden, bedeutet das nur, dass der Garantiefall sehr wahrscheinlich ist. Im anderen Fall bräuchte man ja die Garantie nicht.  Eine Garantie ist kein Schutz vor Vermögensschäden, sondern lediglich eine Beruhigung.  Bei eine Garantie, für die man bezahlt, ist der Preis ein sicherer Vermögensschaden. Der Garantiefall ist allerdings unsicher, genau wie die Erfüllung der Garantie.  Vor einem Vermögensschaden können wir uns nur selbst schützen. Keine Kanzlerin und keine Versicherung kann das, sie wollen es nicht einmal. Wenn in den Krisenländern die Kleinsparer anfangen, ihr Geld bei den Banken abzuheben, bleibt den Regierungen nichts anderes übrig, als jeden diktierten Kurs zu akzeptieren. Und wenn es nicht mehr gelingt, das ganze zu steuern, kommt die Währungsreform.  Das legt für mich die Vermutung nahe, dass die Vorbereitungen für eine Währungsreform abgeschlossen sind. Das einzige, was wahrscheinlich noch aussteht, ist eine Einigung über die Wechselkurse. 
Sie können sich abrackern wie sie wollen, sie werden nie materielle Sicherheit erlangen und deshalb auch nie zufrieden sein. Zufriedenheit ist keine Frage des Geldes. Das konnte man in der DDR erleben oder noch heute in Kuba. Wie vermeidet man Verluste an der Börse ? Rechtzeitig aussteigen. Es liegt auf der Hand, dass dies nicht für alle möglich ist. Ein Verlust  kann man nicht durch rechtzeitiges Aussteigen aus etwas unpraktikablen vermeiden, sondern durch gemeinsames Einsteigen in etwas vernünftiges.

Angst vor finanziellem Verlust



Laut Politik und Medien ist das schlimmste, was um jeden Preis verhindert werden muss, ein Schrumpfen der Wirtschaft und ein Rückgang der Preise.  Ist das aber wirklich so und wenn ja, für wen?  Auf die Probleme unseres Geldsystems will ich hier nicht erneut eingehen. Das Verständnis dafür setze ich hier einmal voraus. Die Situation ist zur Zeit einfach so, dass Geldmenge und Verschuldung schneller wachsen, als das Wachstum der Wirtschaft folgen kann. Die bekannten Folgen sind Einsparungen, vor allem im sozialen Bereich und letzten Endes die Pleite. Wenn eine Wirtschaft schrumpft oder die Preise fallen, kann das mehrere Ursachen haben. Unter anderem kann es sein, dass wir mehr herstellen als wir verbrauchen können. Das ist eine Situation, mit der sich viele sicher sofort anfreunden können. Wer hätte nicht gerne mehr als er verbrauchen kann. In Wirklichkeit sieht es aber leider anders aus. Die einen haben weit mehr als sie konsumieren können und die anderen haben nichts, um konsumieren zu können.  Jeder mit etwas Verständnis fürs Geldsystem weiß, dass der  Ausweg nicht in der Geldmenge liegen kann, mit der der Konsum gefördert wird. Die einzigen, nachhaltigen Regelungsmechanismen für eine Wirtschaft sind Produktivität und Arbeitskraft. In der Politik wird viel von (Verteilungs-)Gerechtigkeit gesprochen. Viel wichtiger als die Verteilung von Geld ist aber die Verteilung von Arbeit. Eine 30 Stundenwoche mit Lohnausgleich ist nicht unbezahlbar, sondern die logische Konsequenz, wenn die Produktion den Bedarf übersteigt. Statt  einer Arbeitszeitverkürzung wird mit gesetzlichen Regeln, im Zeichen des Umweltschutzes, ein Bedarf geschaffen, der nicht vorhanden ist. So müssen wir unsere Häuser dämmen und  neue Heizungsanlagen  oder Autos kaufen, obwohl wir damit noch zufrieden wären. Das dabei bei der Herstellung mehr Energie verbraucht wird, als während der Nutzung jemals eingespart werden kann, interessiert nicht. Was ist der Umwelt geholfen, wenn ein Auto, was in Deutschland  nicht mehr fahren darf, in Afrika weiterfährt. Was ist das für ein Umweltschutz, der den Verbraucher zum Konsum zwingt, aber die Industrie nicht zur Einsparung zwingt. Warum verlängert sich die Haltbarkeit der Produkte nicht, sondern wird immer kürzer. Das ist das 100 prozentige Gegenteil von Umweltschutz. Das ist Wachstumszwang durch Zinsknechtschaft.  Gerechtigkeit kann nicht durch Verteilung von Geld entstehen, sondern durch gerechte Verteilung von Arbeit. Das bedeutet, dass wir nicht das wirtschaftliche Wachstum von Entwicklungsländern übernehmen dürfen.  Der „Fortschritt"・ den die Industrieländer den Entwicklungsländern bringen, ist keine Verbesserung der Lebensumstände, sondern Schuldenknechtschaft.  Die jetzige Situation ist vergleichbar mit der zur Abschaffung der Sklaverei. Viele sahen die Sklaverei als gottgegeben, andere waren froh, dass sie einen „Guten Herren"・haben, andere wussten nicht, wo sie sonst hin sollen. Einige lehnen sich auf, aber müssen sogar Verrat durch ihresgleichen befürchten. Irgendwann kommt der Punkt, wo die Situation unerträglich wird und die Verzweiflung wird zu Gewalt. Die offene Sklaverei wurde abgeschafft und  das Land, in dem dies am blutigsten geschah, brachte der Welt Sklaverei durch Schuldknechtschaft. Wir müssen keine Angst vor Veränderungen haben.  Diese Ängste werden von jenen geschaffen,  die mehr haben, als sie verbrauchen können. Die einzige, berechtigte Angst ist, dass Veränderungen mit Gewalt und Blut erzwungen werden. Gerechtigkeit lässt sich aber nicht erzwingen. Dafür braucht es Vernunft. In den Medien spricht man von einem Papst für die Armen.
 Stärker als die Liebe ist aber die Gier. Eine Veränderung von oben wird es nicht geben. Veränderungen kommen immer von ganz unten und werden dann an der Spitze gebilligt, wenn es nicht mehr anders geht. Eine Gerechtigkeit mit Privilegien kann es aber nicht geben und auch die Kirche hat zahlreiche.


Mittwoch, März 27, 2013

Geld ist die schlimmste aller Waffen



Jahrestage sind nicht immer ein Grund zur Freude. Wenn wir an etwas schreckliches erinnert werden, ist die Motivation leider meist rein politisch. Egal ob wir an die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus oder an DDR Unrecht erinnern, es geht nicht um  ein Verständnis des Geschehenen, sondern um ein Meinungsbild. Was wissen heutige Jugendliche noch von der DDR oder dem Dritten Reich. Das Wissen über Geschichte ist oft erschreckend und stammt zunehmend aus der Boulevardpresse. Was nützen mahnende Worte und ein Bekenntnis, dass es nie wieder so etwas menschenverachtendes geben darf, wenn man sich nicht einmal nach 80 Jahren über die Schuld, wie es dazu kommen konnte, einig ist. Was ist die Grundlage, die Motivation für ein Verbrechen? Feigheit oder mangelnde Zivilcourage sind nicht die Ursache für Verbrechen, sondern nur Symptom. Es macht keinen Sinn, Zivilcourage einzufordern und gleichzeitig bei unserem Geldsystem alles beim alten lassen zu wollen. In der Zeit, als Geld noch keine Rolle spielte, gab man den „Göttern"・die Schuld an Heil und Unheil. Heute geben wir keinen „Göttern"・mehr die Schuld, sondern anderen Menschen. Was aber ist Schuld? Es gibt für Schuld keine klare Regel. Nehmen wir an, ich benutze eine Waffe und töte damit einen Menschen. Bin ich des Mordes schuldig oder nicht? Ist der, der die Waffe verkauft,  gebaut,  finanziert hat, mit schuldig.  Es hängt davon ab, wen, warum, wann  und wo ich getötet habe. Anders herum kann ich mich schon schuldig machen, indem ich eine Waffe finanziere, baue, verkaufe, ohne dass ein Mensch damit getötet wurde. Woher kommt der Unterschied in der Schuld? Es liegt am Geld. Unser widersprüchliches  und oft irrationales Verhalten liegt am Geldsystem.  Geld bringt nur alles ins Ungleichgewicht. Wer  unser Geldsystem und  selbstregulierende Märkte für richtig hält, akzeptiert auch den Krieg. Denn Krieg ist einer der Regelungsmechanismen  unseres Geldsystems.  Nicht das extreme Gedankengut ist die Gefahr für unsere Gesellschaft, sondern Geld, das dieses Gedankengut für seine Zwecke missbraucht. Geld wurde nicht zum Wohle des Menschen erschaffen, sondern zur Sicherung von Macht.  Es liegt auf der Hand, dass es sehr unwahrscheinlich ist, von Menschen, die jene Macht inne haben, einen vernünftigen Vorschlag zu erhalten, wie man zum Beispiel die Machtergreifung eines Adolf Hitlers in Zukunft vermeiden kann.  Wir fahren in südliche Länder, um deren Ruhe und Ausgeglichenheit zu genießen und machen genau das auch zum Vorwurf. Jeder sollte selbst  entscheiden dürfen, wie er sein Leben führt. Mir scheint es logisch, dass dies ohne Geld  einfacher ist als mit. Schlechte Menschen wird es in jeder Gesellschaftsform geben. Aber einen Adolf Hitler kann man nur mit unserem Geldsystem schaffen. Das erste, was gerechter verteilt werden muss, ist die Arbeit.  Geld ist nichts außer Vertrauen. Aber nicht der  „Arme"・muss vertrauen, dass er für seine Arbeit Geld bekommt, sondern der „Reiche „・muss vertrauen"・ dass er für sein Geld Arbeitskraft bekommt. Es ist völlig irrational, wenn wir die „Märkte"・beruhigen müssen. Wenn einzelne den „Wert"・einer ganzen Jahresproduktion eines Landes besitzen, wer muss da beruhigt werden?    Warren Buffett wurde gefragt, was er für den zentralen Konflikt unserer Zeit hält.  Darauf antwortete er:
"・Der Klassenkampf natürlich, Reich gegen Arm, und meine Klasse, die Reichen, die gewinnen gerade."・
Wenn der hoffnungslos Unterlegene nur den Hauch einer Chance sieht zu gewinnen, kämpft er nicht fair, sondern mit allen Mitteln. Die Frage, wer gewinnt, stellt sich eigentlich gar nicht, denn 99 Prozent der Bevölkerung entscheiden, ob es diesen Kampf überhaupt gibt. Wenn wir keine Waffe in die Hand nehmen, gibt es keinen Krieg und Geld ist die schlimmste aller Waffen.

Samstag, März 09, 2013

Gerechtigkeit

Führt unser Gerechtigkeitssinn dazu, dass es unter Menschen gerechter zugeht als unter Tieren? Wozu hat uns die Evolution mit Gerechtigkeitssinn bedacht, wenn wir nicht in der Lage sind, Gerechtigkeit zu schaffen. Versuche in die Richtung hat es gegeben. Aber alle sind gescheitert. Die Frage ist: warum? Warum konnten wir den Sozialismus nicht zu einem Erfolg machen oder warum kam es überhaupt zu diesem Versuch, wo wir doch das Christentum haben. Wenn der Sozialismus gescheitert ist, wann scheitert dann das Christentum? Seit tausenden von Jahren findet man Entschuldigungen für die Ungerechtigkeit. Im Nachhinein fragt man sich: wie war das nur möglich. Eine lange Kette zieht sich durch die Geschichte und sie will einfach nicht enden. Nichts vermochte uns bis jetzt zur Besinnung zu bringen. Nicht einmal der Holocaust, nicht der Kindesmissbrauch im Raum der Kirchen und erst recht nicht das Schicksal von Arbeitslosen und Harz IV Empfängern oder Hungertoten, weit weg in der Welt. Am Ende wird man nur wieder fragen: wie konnte es dazu kommen? Wie schaffen es immer wieder Minderheiten, die Bevölkerung zu unterdrücken , auszubluten und sogar umzubringen. Was hilft den Reichen, ihre Untertanen ungestraft auszubeuten? Ja, es ist wahr, der Lebensstandart steigt. Aber das ändert kein Stück an der Tatsache, dass die Ausbeutung bestehen bleibt. Die Frage ist und bleibt: warum haben wir einen Gerechtigkeitssinn, wenn wir nichts damit anfangen können. Wenn wir nur in der Lage sind, uns zwischen SPD und CDU/CSU zu entscheiden, reicht unser Gedächtnis für Gerechtigkeit nicht sehr weit. Mit unseren Fähigkeiten sehen wir uns an der Spitze der Evolution, dem Tier überlegen. Mit dieser Überlegenheit ist es aber nicht weit her. Seit tausenden von Jahren ordnen wir uns übermächtigen „Wesen“ unter. Diese „Wesen“ gibt es aber nicht und ihre Schöpfer sind aus Fleisch und Blut, genau wie wir. Egal ob urzeitliche Götter und ihre Priester oder Geld und seine Ackermänner, Götzen dienen nicht dem Wohl, sondern der Unterdrückung. Gerechtigkeit wird nie von einer Übermacht ausgehen, sondern nur von uns selbst. Wer Gerechtigkeit will, darf keine Machtansammlung zulassen. Deshalb kann das Ziel auch nur eine klassenlose Gesellschaft sein.

Donnerstag, Januar 24, 2013

Rien ne va plus


Man kann lange über eine Sache nachdenken, ohne zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Wie an die Lösung wissenschaftlicher Probleme heran gegangen wird, darüber habe ich mir bis jetzt keine Gedanken gemacht. Das wichtigste ist zuerst eine klare Frage – Aufgabenstellung. Die anschließenden Lösungswege sind unterschiedlich und haben sich auch mit der Zeit geändert. Ich habe ein wenig im Internet zu Fortschritt durch widerlegen gelesen. Bei Wikipedia gibt es interessante Artikel dazu. Die Grundidee für heutige Forschung ist, dass selbst die sicherste Theorie falsch sein könnte. Mann versucht eine Theorie also nicht zu beweisen, sondern zu widerlegen. Kann man die Theorie nicht widerlegen, bedeutet das nur, dass sie im Moment gültig ist aber keinen Anspruch auf Endgültigkeit hat. Newtons klassische Mechanik galt 200 Jahre als unantastbar und wurde im Alltag ständig bewiesen, was Albert Einstein aber nicht davon abhielt, diese Theorie in Frage zu stellen. Bis heute ist es nicht gelungen, Einsteins Relativitätstheorie zu widerlegen, was aber nicht heißt, dass sie eines Tages korrigiert werden muss. Es scheint einleuchtend, dass es effektiver ist, eine bestehende Theorie durch gescheitertes widerlegen zu sichern, als ihre Richtigkeit mit Erkenntnissen der Vergangenheit zu beweisen. Wenn es um unser Geldsystem geht, ist dies aber nicht der Fall. Es ist nicht gewollt, unsere Geldtheorie zu widerlegen, sondern sie wird bei Zweifeln mit Erkenntnissen der Vergangenheit belegt. Deshalb stecken wir mit unserem Geldsystem fest. Ich habe gelesen, dass seit dem 3. Jahrhundert kein gebildeter Mensch mehr glaubte, die Erde sei eine Scheibe. Die Ansicht, dass man im Mittelalter an eine scheibenförmige Erde glaubte, wäre etwa ab 1830 aufgetreten. Dahinter stand die Absicht, das kirchlich geprägte Mittelalter als primitiv und die Kirche als wissenschaftsfeindlich darzustellen. Des weiteren kann man lesen, dass die Kirche im frühen Mittelalter versuchte, das Horten von Geld zu unterbinden, indem sie Geldhamsterern die Exkommunion androhte. Erzbischof Wichmann soll im 12. Jahrhundert mit der Verrufung von Geld begonnen haben. Das fließende Geld soll sich schnell verbreitet und zu einem goldenen Mittelalter geführt haben. So soll es eine 4 Tage Arbeitswoche gegeben haben, das beste Fleisch für jedermann und sogar silberne Knöpfe und Teller. Reichen die zahlreichen Städtegründungen dieser Zeit als Beleg für ein goldenes Mittelalter durch fließendes Geld aus? Wenn es fließendes Geld gab, wurde es eingeführt, um das Geldhamstern zu unterbinden oder doch nur um Steuern einzutreiben. Eines steht aber fest. Geschichtsschreibung war kirchlich und fließendes Geld gibt es nicht mehr. Was es aber noch gibt, ist kirchlicher Besitz. Was dagegen zunehmend verschwindet, ist Staats- öffentliches Eigentum. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in naher Zukunft eine breite Diskussion über unser Geldsystem geben wird. Wahrscheinlich werden wir sogar die Möglichkeit haben, darüber abzustimmen. Es wird aber nur die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten geben, ohne Alternative. Unter einer Wahl verstehe ich aber nicht das Entscheiden zwischen Wehrpflicht und Berufsarmee, sondern auch gar keine Armee. Ich habe mir erklären lassen, dass Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung eigentlich ganz einfach sind. Wenn 5 mal keine sechs gewürfelt wurde, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine sechs nicht an. Ich kann die sechs nicht vorhersagen. Was ich aber vorhersagen kann, ist, die Bank gewinnt. Die einzig richtige Möglichkeit, daran etwas zu ändern, ist, aufhören zu spielen. Die zweite Möglichkeit ist betrügen. Natürlich kann man bei jedem Spiel auch einmal Glück haben. Wer dann an dieses Glück glaubt, hat es schnell wieder verspielt. Es ist weder Pech, 40 mal keine 6 zu würfeln, noch ist es Glück, 3 mal hintereinander eine 6 zu würfeln, es ist einfach dumm zu spielen. Unser Geldsystem ist aber nicht einmal mehr ein Glücksspiel. Es ist der blanke Betrug ohne jede Chancengleichheit. Dass es bei diesem Spiel nicht gerecht zugeht, merken wir schon und so hoffen wir immer wieder aufs Neue, dass es nach dem Wechsel des Croupiers gerechter zugeht. Evolution kommt nicht zum Stillstand, alles entwickelt sich weiter und passt sich an die Gegebenheiten an. Auch das Geldsystem muss sich weiter entwickeln, denn es passt nicht zu unserem Gerechtigkeitssinn.





Donnerstag, Januar 10, 2013

Geld und Freiheit


An guten Vorsätzen für das neue Jahr fehlt es ja selten. Ein guter Vorsatz wäre, mehr verstehen zu wollen. Ja wir leben in einer Wissensgesellschaft und wir wissen wirklich eine Menge, aber verstehen tun es nur die wenigsten. Wissen wird auf sehr unterschiedlichen Wegen erlangt. Beim beweisen von Wissen kann aber durch falsche Sichtweise Fehlinterpretation entstehen. Klatscht man vor einer Fliege in die Hände, so fliegt sie weg. Reist man der Fliege die Flügel aus und klatscht erneut in die Hände, bleibt die Fliege sitzen. Das Ausreisen der Flügel macht offensichtlich taub. Diesen Versuch kann man so oft man will wiederholen und das Ergebnis wird das gleiche sein. Vielleicht verhält es sich mit unserem Geldsystem ähnlich. Eine falsche These wird nicht richtig, in dem man sie mit verändertem Versuchsaufbau beweist. Auch ein brauner Klebestreifen macht nicht taub. Mit unserem Geld probieren wir schon ein paar Jahre herum und bewiesen haben wir, dass Geld Wohlstand bringt. Als es noch kein Geld gab, wurden Waren getauscht, was zugegeben Schwierigkeiten mit sich brachte. Die Stückelung war nicht immer möglich, was beim Tausch einer Kuh durchaus ein Problem war und es gab oft Streit, welchen Gegenwert eine Ware in anderen Waren hat. Da erscheint die Einführung von Geld als Lösung genial. Wenn man auf einem Markt Waren tauschte, wurde eigentlich Arbeitskraft getauscht. Dass es da auch Streit gab, ist ganz selbstverständlich. Die in einem Produkt enthaltene Arbeitszeit kann man nur schätzen, messen kann man sie nicht. Stellt ein Handwerker durch das Erlangen von Fähigkeiten mehr Waren her als andere, würde theoretisch der Wert der Waren sinken. In der Praxis stieg aber meist der Wert, weil sich durch die angeeigneten Fähigkeiten auch die Qualität verbesserte. Wenn man jetzt die Wirkung von Geld betrachtet, glaube ich, dass wir einem Trugschluss erliegen. Einen Beweis, wie sich die Entwicklung ohne Geld vollzogen hätte, gibt es nicht. Stellen wir doch einmal die Frage: was hat sich nachweislich durch die Einführung von Geld geändert. Kann man jetzt einfach mit einer festgelegten Einheit eine Kuh gegen Äpfel, Möhren, Brot tauschen. Ein ganz klares ja. Das ist aber nicht der Beweis, dass die Fliege taub ist. Was sich leider überhaupt nicht geändert hat, ist der Streit über den Wert der Arbeitskraft. Der Fortschritt ist also hier gleich null. Es gibt sogar eine gravierende Verschlechterung. Zwei Bauern streiten auf dem Markt über den Wert ihrer Äpfel und Möhren. Nach einer halben Stunde einigen sie sich auf den Wert einer Arbeitsstunde und der Tausch wäre perfekt. Leider hat man aber inzwischen Geld eingeführt und so ist der Tauschwert 25 €. Nun hat weder Bauer A noch Bauer B 25€ . Das Geschäft platzt, denn niemand darf ohne Geld tauschen. Ob der Einfluss von Geld gut oder schlecht für unsere Entwicklung war, lässt sich nicht beweisen. Was sich aber beweisen lässt, ist, dass es den Streit über den Wert einer Arbeitskraft nicht beendet hat. Im Märchen gibt es im Paradies oder im Schlaraffenland keinen Streit, weil es keinen Mangel gibt. Wir leben aber heute immer noch in einer Mangelgesellschaft. Wer glaubt, dass daran Geld etwas ändern kann, glaubt, dass das Ausreisen von Flügeln taub macht. Geld schafft keinen Wohlstand, sondern es lässt Arbeitskraft brach liegen. Nimmt man einmal die von Politikern gern benutzte Aussage; „sozial ist, was Arbeit schafft“, dann wären Kriege sozial. Genau das Gegenteil ist aber richtig, sozial ist, was Arbeit ersetzt. Geld ist nicht im Stande, Streit über den Wert einer Arbeitsstunde beizulegen. Es ist auch nicht im Stande, eine gesellschaftliche Spaltung zu beseitigen.

Im wiedervereinigten Deutschland sind Arbeitslosenzahlen Wahlkampfthema, mit dem erfolgreiche Politik belegt wird. Die DDR war aber trotz Vollbeschäftigung ineffizient. Zu diesem Ergebnis kann man nur kommen, wenn man den von dieser Gesellschaft vorgegebenen Maßstab annimmt. Geld taugt aber nicht als Maßstab und erst recht nicht als Maßeinheit. Man kann mit Geld nicht Erfolg oder Misserfolg belegen, aber genau das tun wir permanent. Hartz IV wird als Erfolg angesehen, weil wir Geld als Maßstab ansetzen. Was aber hat Hartz IV eigentlich bewirkt. Den Vergleich von Arbeitslosenzahlen lassen wir gleich beiseite, denn sie verwirren nur. Was macht ein Arbeitsloser, der keine Arbeit bei einem „Unternehmer“ findet? Er bietet seine Arbeitskraft dem Endverbraucher an. Hartz IV schafft keine zusätzliche Arbeit oder schult Arbeitskräfte für neue Betätigungsfelder, sondern nimmt unerwünschte Arbeitskraft vom Markt. Harz IV bringt den Arbeitnehmer unter Druck, weil es Auswege verbaut und die Abhängigkeit erhöht. Nur so kann man trotz „Fachkräftemangel“ die Löhne senken. Wir kriegen täglich gesagt, es fehle an Geld, was völliger Blödsinn ist. Es kann an Arbeitskraft fehlen oder an Rohstoffen. Es kann auch an guten Ideen fehlen. An Geld kann es aber nicht fehlen. Geld ist wie eine Partnervermittlung. Es hilf Mann und Frau gegen eine Gebühr zusammen zu kommen, trägt aber keine Verantwortung, wenn es nichts wird. Bei mehr Misserfolgen bei den Vermittlungen wird nichts an der Vermittlung geändert, sondern nur die Vermittlungsgebühr erhöht. Wenn sich dann niemand mehr die Vermittlung leisten kann, suchen sich nur noch die Vermittler Partner aus dem Überangebot heraus. Jeder hofft, zu den Auserwählten zu gehören und versucht gut auszusehen. Wer die Hoffnung aufgegeben hat und gegen die Vermittlung rebelliert, dem wird ein Partner vermittelt, der nicht zu ihm passt. Wenn sich die Partner dann streiten, wartet man einfach ab, bis sie sich tot geprügelt haben. Geld ist ein Umweg, den wir uns nicht mehr lange leisten können. Der oft gebrauchte Einwand, es würde niemand mehr arbeiten, wenn es keinen „Zwang“ gäbe, ist mit dem Ehrenamt widerlegt. Jetzt muss man nur noch begreifen, dass, wenn Geld nicht arbeiten kann, auch der nur des Geldes willen tätig ist, der nicht arbeitet, sondern nur beschäftigt ist. Den Lebensunterhalt dieser Menschen tragen wir mit. Es ist also völlig egal, ob wir eine Million Arbeitslose haben oder zehn Millionen. Die „Machthalter“ dieses Systems tragen wir mit, ob sie beschäftigt sind oder nicht. Geld schafft keinen Wohlstand, sondern es ist nur ein Zwangsmittel, was Leibeigenschaft verschleiert. Wenn man die wirtschaftliche Entwicklung als Erfolg des Geldes feiert, halte ich das für falsch. Unser „Fortschritt“ beruht fast ausschließlich auf militärischer Forschung, die, nach dem Wegfall des strategischen Vorteils, den Weg in zivile Nutzung fand. Dieser Fortschritt besteht aus Leid und Tod. Kein Mensch kann aber wissen, wo wir heute stünden, wenn wir nicht im Hochsicherheitstrakt gegeneinander, sondern gemeinsam füreinander, geforscht hätten. Nur wer vom Geld verblendet ist, kann in militärischer Forschung etwas positives sehen. Die Menschheit will begriffen haben, dass wir wegen der globalen Erwärmung keine Energie verschwenden dürfen. Die größte Verschwendung ist aber das Geld, denn es lässt Arbeitskraft brach liegen und uns gegeneinander und nicht miteinander arbeiten. Wie viele Kriege wurden schon im Namen der Freiheit geführt. Kriege bringen aber keine Freiheit, sondern die Knechtschaft des Geldes. Eine Gesellschaft kann ohne Geld funktionieren. Man muss nur einen Weg ohne Blutvergießen finden. Erst dann werden wir wirklich frei sein.





Donnerstag, Dezember 27, 2012

Geld und andere Traditionen

Nun ist es wieder einmal vorbei, das Fest der Liebe. Wir haben an die Armen gedacht und uns selbst mit fetten Speisen und Wein gegeiselt, bis wir uns ganz elend fühlten. Jetzt machen wir uns wieder als gottesfürchtige Menschen ans Geld verdienen. Weihnachten ist eine Tradition, aber manchmal muss man mit Traditionen brechen. Wenn seit hunderten von Jahren in einen Fluss zuerst die Abfälle geworfen, anschließend das Vieh getränkt, ein Stück weiter die Wäsche gewaschen wird, anschließend die Menschen baden und zu guter Letzt das Trinkwasser aus dem Fluss entnommen wird, ist das eine Tradition, die dem heutigen Europäer völlig abwegig erscheint. Wer es nicht anders kennt, bringt die daraus resultierenden Krankheiten nicht damit in Zusammenhang. Statt an der Tradition etwas zu ändern, wird eine Ziege geopfert, um die „Götter“ zu besänftigen. Nicht immer sind Traditionen etwas Gutes und wenn sie anderen Menschen aufgezwungen werden sollen, sowieso nicht. Gute Traditionen setzen sich von alleine durch. Das ist aber nicht der Fall, weil nicht die Gesamtheit des kulturellen Erbes übermittelt wird, sondern nur, was der herrschenden Klasse hilft. Man muss lernen, zwischen dem sturen Festhalten an Traditionen, einem Identitätsverlust und einem Verbauen der Zukunft zu unterscheiden. Die längste und vor allem gemeinsame Tradition, die die Menschen haben, ist das Geld. Da sich diese Tradition durchgesetzt hat, sollte man annehmen, es ist eine gute Tradition. Und es ist eine gute Tradition. Denn es ermöglicht uns das Fest der Liebe, das Geben und Nehmen. Wie sollten wir sonst unter den Bedürftigen verteilen. Gott erhalte uns das Geld, auf dass wir weiter gute Menschen bleiben können.










Samstag, Dezember 22, 2012

Alternative Währungssysteme

Dass unser gegenwärtiges Geldsystem Veränderungsbedarf hat, ist selbst denen klar, die sich nicht damit beschäftigen. Die meisten tragen die Angst vor dem Kollaps des Geldsystems in ihrem Unterbewusstsein mit sich, ohne genau definieren zu können, woher sie rührt. Sie verstehen nicht, was um sie herum passiert, fühlen aber instinktiv, dass es nichts gutes ist. Viele igeln sich aus Angst ein und warten einfach ab. In diese Situation einer unbestimmten Auswegslosigkeit treten immer mehr Aufklärer, deren Zahl in jüngster Zeit stark zunimmt. Dem Anschein nach ist diese Aufklärung über das bestehende Geldsystem mit ihren Lösungsansätzen aus der Bevölkerung heraus entstanden und bahnt sich jetzt einen Weg in die Öffentlichkeit. Während einige der Aufklärer ihr Leben in Gefahr sehen, gibt es in Zeitungen und Fernsehen Reportagen und Berichte über unser Geldsystem. Regionale Gutscheinsysteme werden vorgestellt und als hervorragendes Engagement gepriesen. Der als Wunder von Wörgl bekannt gewordene Freigeldversuch wurde 1933 noch unter Androhung von Armeeeinsatz eingestellt. Seitdem hat sich aber ganz offensichtlich etwas verändert, denn alternative Bezahlsysteme breiten sich ungehindert aus. Ob sie allerdings ein Ausweg sind oder anders gesagt, ob sich das Wunder von Wörgl wiederholen kann, bleibt abzuwarten. Das Wunder von Wörgl beruht meiner Meinung nach nicht nur auf einer Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit von Geld auf Grund einer Umlaufsicherung. Meiner Meinung nach ist das Erblühen vielmehr auf einen Wechsel von Kreditgeld zu Tauschgeld zurückzuführen. Die Folge davon war, dass der Mehrwert der Arbeit nicht mehr an Geldgeber abfloss, sondern in der Region verblieb. Der Zinses Zins Effekt, der sonst das Geld vermehrt, vermehrte, da er nicht abfloss, die Arbeit. Dieses System bringt den Arbeitenden Wohlstand und nicht den Geldgebern, denn Geld arbeitet nicht. Hätte dieses System sich 1933 durchgesetzt, wären wir vielleicht vom zweiten Weltkrieg verschont geblieben. Was hat sich aber seitdem verändert? Bei keinem der zahlreichen Regionalgeldversuche ist bis jetzt eine Armee aufmarschiert. Die Annahme, das Geldmonopol würde seinen Machtanspruch kampflos aufgeben, ist nicht sehr wahrscheinlich. Auch das Aufbegehren gegen das Geldsystem, welches mit großen finanziellen Mitteln für das herausgeben von Büchern und anmieten großer Säle erfolgt, scheint mir nicht glaubwürdig. Die Bürgerbewegung der DDR organisierte sich auf jeden Fall anders, auch wenn es sicher nicht ganz ohne Einfluss von Außen war. Eine Bürgerbewegung, die durch große Köpfe repräsentiert wird, hat schon verloren. Noch wird uns das Geldsystem mit Äpfeln aus biologischen Anbau erklärt. Aber spätestens wenn es an die Ausgestaltung einer Umlaufsicherung geht, wird man wieder Latein reden. In der Regel ist es aber ganz einfach. Wenn der gesunde Menschenverstand nicht mehr verstehen kann, was ihm verkauft wird, ist es Beschiss. Es bleibt auch Beschiss, wenn es ein Professor erklärt. Das angewendete Modell ist eigentlich ganz einfach. Es wird etwas bekanntes mit etwas unverständlichem kombiniert. Damit wird Vertrauen geschaffen und die Denkrichtung vorgegeben.Wer aber etwas aus Unverständnis, auf der Basis von Vertrauen, entscheidet, liefert sich aus. Die einfache Grundregel im Leben ist: unterschreiben sie nichts, was sie nicht verstehen. Daran ändert weder eine sympathische Erscheinung, ein teurer Anzug oder eine Goldrandbrille etwas. Deshalb sollte man jede Theorie einmal selbst überdenken. Wenn wir nur einen Bruchteil der „vorhandenen“ Geldmenge für den täglichen Warenverkehr benötigen, was bedeutet das für fließendes Geld? Der Theorie nach steht das Geld für Investitionen zu Verfügung.

Was ist aber, wenn mehr Geld vorhanden ist, als eigentlich gebraucht wird? Das fließende Geld ist kein Kreditgeld, sondern ein Tauschgeld, was zu Wohlstand führen würde, wenn der Mehrwert der Arbeit nicht abfließt. Das ist aber nicht der Fall. Wenn die Welt mit wertlosem Geld privatisiert wurde, ist alles, was wir tauschen können, die Arbeitskraft. Die Gewinne fließen den Eigentümern der Rohstoffe, Patente usw. zu. Ganz abgesehen davon wäre unser Geld restlos entwertet, wenn all das Geld, was jetzt mit Hochfrequenzhandel in hochspekulativen Finanzprodukten bewegt wird, dem realen Markt zur Verfügung stünde. Mit fließendem Geld können wir weiterhin unsere Arbeitskraft tauschen. Der Zwang zur Arbeit bleibt aber weiterhin bestehen. Woran kein Interesse bestehen wird, ist eine technische Entwicklung, die menschliche Arbeitskraft ersetzt. Das Interesse wird die Überwachung der Arbeitskraft. Vielleicht wird der Tag kommen, an dem wir begreifen, dass Wohlstand nicht der Inhalt unserer Taschen ist, sondern die Natur, ein unbeschwertes Leben. Vielleicht begreifen wir eines Tages, welcher Wohlstand Volkseigentum war. Noch fahren wir in den Urlaub und sehen riesige, eingezäunte Ländereien, die nicht betreten werden dürfen. Statt nachdenklich zu werden, entsteht in uns aber nur der Wunsch nach einem eingezäunten Grundstück im Urlaubsland. Den Nachteil von Privateigentum begreift man aber erst, wenn auf dem angestammten Weg plötzlich ein Zaun steht und man einen Umweg von 30 Kilometern machen muss. Die Abschaffung des Kreditgeldes ist vergleichbar mit der Abschaffung der Sklaverei. In den USA war dies die verlustreichste Auseinandersetzung. Dass eine derartige Entscheidung ohne Krieg, nur auf Grund gesunden Menschenverstandes, getroffen wird, ist gelinde gesagt unwahrscheinlich.



Mittwoch, Dezember 19, 2012

BETRUGSMASCHINE Geldsystem: EU US Schulden-Krise / EURO KRISE ( DOLLAR Banken Prof. Wilhelm Hankel) - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=TnwiUbx2rj8

Machtkonzentration

Ja, es ist wahr, wir haben in Deutschland Pressefreiheit. Die Presse besitzt die Freiheit, mit Halbwahrheiten unsere Meinung zu manipulieren. Trotz alle dem gibt es zahlreiche Stimmen, die in der realen Entwicklung große Gefahren für unsere Demokratie und unser friedliches Zusammenleben sehen. Die gesellschaftliche Spaltung hat ein Ausmaß erreicht, dem man nicht mehr mit dem Schönen eines Armutsberichtes begegnen kann. Es wird auch sicher nicht mehr lange dauern, bis es keine offiziellen Zahlen zur Vermögensverteilung mehr gibt. Das Verheimlichen oder Schönen von Zahlen und Berichten ändert aber nichts an der Situation. Unsere Welt versinkt in Armut, denn der Wohlstand konzentriert sich immer mehr. Die ETH Zürich untersuchte die Verknüpfungen der 43000 größten Konzerne weltweit. Die Macht liegt danach in nur sehr wenigen Händen und die gegenwärtige Krise führt nur dazu, dass die Bündelung von Macht noch mehr zunimmt. Auf die Richtigkeit der Zahlen der Studie kommt es nicht an. Es spielt gar keine Rolle, ob es 100 ,1000 oder 10000 Menschen sind, die in den größten Konzernen unsere Geschicke lenken. Was eine Rolle spielt, ist, dass die erwirtschaftete Armut keine Rechtfertigung ihres Lebensstandards ist. Die Gewinne sind der Grund für die Armut. Der Kapitalismus wird uns als Erfolgsmodell verkauft. In Wirklichkeit ist er menschenverachtend. Menschen werden nicht mehr in Konzentrationslagern eingesperrt und vergast. Menschen werden mit Schulden versklavt und arbeiten sich zu Tode oder verhungern. Die Verantwortung dafür liegt bei einer „Hand voll“ Menschen, die sich hinter Diktatoren und „demokratischen Regierungen“ verstecken. Ich persönlich denke, dass niemand das Recht hat, über den Wert eines Lebens zu entscheiden. Selbst in einem „demokratischen“ Land wie Deutschland wurde ein Gesetz eingebracht, das mit dem Abschuss eines Flugzeuges eine Abwägung über den Wert eines Lebens zulassen wollte. Der Wert eines Lebens wird aber zunehmend durch dessen Besitz gekennzeichnet. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass der Besitzlose nicht nur rechtlos sondern auch vogelfrei ist. Es wird höchste Zeit, diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, welche für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich sind, weil sie ihnen das zum leben nötigste vorenthalten. Wenn wir weiter wegsehen, ermöglichen wir ein totalitäres System und machen uns damit mitschuldig. Wenn Vertreter von Wirtschaftsinteressen Gesetze bestimmen und Regierungen austauschen, ist das keine Demokratie mehr, sondern ein autoritäres System. Auch die Strafverfolgung macht schon Unterschiede und ist politisch motiviert. Der letzte Schritt zum totalitären System ist die Immunität gegenüber jeder Gerichtsbarkeit. Der Grundstein dafür ist bereits mit dem ESM gelegt. Der Weg ist frei für ein totalitäres System des Finanzfaschismus. Leider können wir daran nichts ändern, denn wir sind ja zahlenmäßig hoffnungslos überlegen. Der Nationalsozialismus konnte nicht verhindert werden, weil sich die Opposition nicht einigen konnte. Was im kleinen nicht gelang, wird sich im großen wiederholen. Die europäische Union ist kein Garant für Frieden in Europa mehr. Auch in Europa wird ein Wirtschaftskrieg ausgetragen, der die EU destabilisiert. Daran tragen wir Deutschen maßgeblich die Schuld. Im Strafrecht wird nicht nur das Begehen einer Straftat geahndet, sondern auch dessen Beauftragung. Es macht keinen Unterschied, ob man eine Waffe bedient oder Geld für ein Verbrechen gibt, beides ist strafbar. In Griechenland wurde Angela Merkel als „Führer“ dargestellt und ich fürchte, dass so etwas sogar gewollt wurde. Die schlimmste Waffe ist nicht die Atombombe, sondern der Rassismus. Nur mit Rassismus schafft man es, Menschen aufeinander zu hetzen. Adolf Hitler war laut Geschichtsschreibung der größte Verbrecher des letzten Jahrhunderts. Er stand aber nur an der Spitze eines von Rassismus geblendeten Volkes. Einige der vom Rassismus geblendeten wurden als Kriegsverbrecher verurteilt. Was straffrei blieb, ist das Geld, welches diesen Rassismus schuf. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, daran etwas nachhaltig zu ändern. Wir hören auf, die Marionetten zu bestrafen, welche nur an den Geldfäden hängen und bestrafen den Puppenspieler (das Geld) selbst. Oder wir durchschneiden die Fäden und schaffen das Geld ab. Alles andere ist nur oberflächliche Kosmetik .


Mittwoch, November 28, 2012

Private Altersvorsorge

Am 26.11. gab es bei Hart aber Fair eine Sendung zur privaten Altersvorsorge. Eigentlich will ich mir so etwas nicht ansehen, weil ich diese inszenierten Schauspiele von Halbwahrheiten und Lügen einfach Leid bin. Wer sich aber nicht informiert, weiß auch nicht, dass er verarscht wird. Der angeblich zwingende Grund für eine private Altersvorsorge ist ja der demografische Wandel. Mit anderen Worten: die junge Generation kann die Belastung für die Versorgung der Alten nicht tragen. Was dabei aber völlig außen vor bleibt ist die Produktivitätsentwicklung. Die Produktivitätsentwicklung ist nämlich so hoch, dass wir trotz Geburten schwacher Jahrgänge auf einen großen Teil der Bevölkerung im Arbeitsalltag verzichten können. Es gelingt nicht einmal für alle, die nicht gebraucht werden, eine Beschäftigung zu finden, selbst wenn wir Sachen herstellen, die kein Mensch braucht. Selbst wenn es so wäre, dass junge Menschen fehlen, würde man das mit Zuwanderung ausgleichen, wie beim angeblichen Fachkräftemangel. Das Rentensystem wird ohne jeden Grund geschwächt und das vorsätzlich. Kein Staat kann daran ein Interesse haben. Nicht der Versicherte, sondern die Versicherungs- und Finanzwirtschaft profitiert. Im Gegensatz zu einer Kapital gedeckten Altersvorsorge kann ein Umlagesystem nur ausfallen, wenn ein Virus alle Menschen unter 67 tötet. Dann brauchen wir ja aber auch keine Rente mehr, denn dann können wir ja das Ersparte von unseren Kindern verprassen :-) Was ist denn eigentlich, wenn wir eines Tages gar nicht mehr arbeiten müssen, weil das Roboter für uns machen? Vielleicht halten unsere Politiker ja nur ihre Glaskugel, mit der sie in die Zukunft blicken, verkehrt herum und sehen deshalb nicht, dass wir nur ein Verteilungsproblem haben. Daran ändert auch eine private Vorsorge nichts, sie verschlimmert es nur. Es mag zur Zeit stimmen, dass man bei Renteneintritt mit einer privaten Vorsorge besser fährt. Welches das bessere Geschäft ist, beurteilt man aber erst am Ende der Laufzeit. Da liegt aber der Hase im Pfeffer. Wenn ein Versicherungsvertreter von einer lebenslangen Rente spricht, meint er das im Sinne der Strafprozessordnung, 15 Jahre bei guter Führung. Was bedeutet denn das Wort Garantiezeit in einer privaten Altersvorsorge? Danach gibt es nichts mehr. Sie sollten also ihre Lebenserwartung entsprechend der Garantiezeit planen. Eine gesetzliche Rente zahlt lebenslang und damit nicht genug, wird sie auch noch den Lebensunterhaltungskosten angepasst. Eines steht aber auf jeden Fall fest: nach der Glaskugel der Maya müssen sie sich mit der Altersvorsorge beeilen, denn viel Zeit bleibt nicht mehr. 

Montag, November 26, 2012

Bedingungsloses Grundeinkommen

Wenn man sich über Politik unterhält, muss man feststellen, dass das Interesse mit dem Alter zunimmt. Jungen Menschen ist es zunehmend egal und ältere beschäftigen sich zwar mit Politik, sind aber in der Einstellung zunehmend festgefahren. Ein neuer Gedanke scheint fast unmöglich. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist nicht vorstellbar, eine bedingungslose Grundrente dagegen schon. Die Gründe, warum zum Beispiel ein bedingungsloses Grundeinkommen abgelehnt wird, sind unterschiedlich. Aber verallgemeinernd kann man sagen: zu teuer und wenn Faulheit unterstützt wird, arbeitet niemand. Gregor Gysi sagt z.B. es wäre nicht vermittelbar, dass man freiwillig für den Lebensunterhalt eines anderen arbeitet, der keine Lust hat. Wenn man die Produktivitätsentwicklung ansieht und sich vor Augen hält, dass eigentlich  die Hälfte der Bevölkerung bei der Schaffung unseres Lebensstandards überflüssig ist, kommt es auf die, die keine Lust haben, überhaupt nicht an. In einer Solidargemeinschaft wird eben für die Menschen, welche nicht mehr gebraucht werden, mitgearbeitet. Das ist auch nicht unser Problem. Das Problem ist, dass wir Menschen, die nicht an der Schaffung des Lebensstandards beteiligt sind, unterschiedlich behandeln. Banker, Friseuse und Arbeitsloser sind nicht an der Schaffung von Gütern für unseren Lebensstandart beteiligt. Zwischen ihnen liegen aber Welten. Ich persönlich verstehe warum es schwer vermittelbar ist, für jemanden mitzuarbeiten, der keine Lust hat. Ich denke dabei aber anscheinend an eine andere Personengruppe. Unter den Arbeitslosen und Harz IV Empfängern gibt es sicher einen gewissen Anteil an Menschen, die nicht arbeiten wollen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass dieser Anteil wesentlich geringer ist, als bei jenen Menschen, die ihr Haus fünf Tage die Woche verlassen und auf „Arbeit“ gehen. Machen wir uns nichts vor, es sind nicht nur Arbeitslose, die keine Lust haben zu arbeiten. Es ist viel schwerer eine Stelle im produktiven Bereich zu besetzen, als die eines Schreibtischtäters. Vielleicht erinnern sie sich, dass uns eigentlich freie Berufswahl zugesichert ist. Warum soll das nicht auch für die gelten, die keine Lust zum arbeiten haben und nicht in einer Bank usw. unter kommen? Was passiert also, wenn wir ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen?Wir arbeiten schon lange für Menschen mit, die keine Lust haben zu arbeiten und es ist richtig, dass dies immer weniger wollen und deshalb Lehrstellen im produktiven Gewerbe nicht besetzt werden. Eines ist auf jeden Fall richtig: das bedingungslose Grundeinkommen löst nicht die Probleme unseres Geldsystems. Die meisten Menschen, die keine Lust haben zu arbeiten, werden dafür überdurchschnittlich entlohnt. Unsere Gesellschaft kann sich Menschen, die keine Lust zum arbeiten haben, durchaus leisten. Was sie sich nicht leisten kann, sind Menschen, die der Gesellschaft schaden. Und das sind nicht die Empfänger eines bedingungslosen Grundeinkommens. Der Grund, warum das bedingungslose Grundeinkommen nicht funktioniert, liegt nicht daran, dass in Deutschland oder Europa ein Arbeitsloser mehr oder weniger keine Lust hat zu arbeiten. Der Grund ist, dass es im Rest der Welt Begehrlichkeiten weckt. Wenn man in Deutschland mit einem bedingungslosen Grundeinkommen versucht, soziale Konflikte zu entschärfen, schafft man anderen Ortes größere. Soziale Ungleichgewichte kann man nicht lokal beseitigen. Sonst fördert man den Zerfall jeder Gemeinschaft. Wenn man gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist, dann bitte mit einem besseren Konzept.





Freitag, November 16, 2012

JUSTIZ entlarvt: GELDSCHÖPFUNG unbekannt! ( Strafrecht Geldsystem Giralgeld) - YouTube

http://www.youtube.com/watch?annotation_id=annotation_648493&feature=iv&src_vid=TnwiUbx2rj8&v=nHMq_PFkrho


Die richtigen Fragen zu stellen kann schwieriger sein, als richtige Antworten zu geben. Viele wollen das Geldsystem nicht einmal ansatzweise verstehen, weil man sowieso nichts ändern kann. Wenn man aber nicht die richtige Frage stellt, kann man auch nie die richtige Antwort bekommen. So wie Vermögen durch den Zins exponentiell ansteigt, geht das Vertrauen in Geld exponentiell verloren. Die Zeit für richtige Fragen verdampft von einem Tag auf den anderen. Dann bricht unser Geldsystem zusammen und niemand hat eine Antwort. Das einzige, was dann übrig bleibt, ist eine Wiederbelebung und alles beginnt von neuem. 


Montag, November 12, 2012

Der Geist des Geldes Teil 1 von 9 - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=ZA8QuJy9voc

"Nur die kleinen Geheimnisse müssen gewahrt werden, die Großen bewahren
sich selbst auf Grund öffentlichen Unglaubens".
Marshall McLuhan

Der Geist des Geldes Teil 1 von 9 - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=ZA8QuJy9voc

Das Video ist aus dem Jahr 2007 vom Beginn der "Wirtschaftskrise" .

Volker Pispers - Vermögenskrise - Schulden,Hehler und Reichtum - Mitternachtsspitzen - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=XM9TCb2id40&feature=youtu.be

Leider halten auch 90 % der Bevölkerung was Volker Pispers sagt für
Spaß. Wenn man darüber lacht fühlt man sich sicher besser, aber es
ändert nichts .

Freitag, November 02, 2012

Unvorstellbar ist, keine Alternative zu haben

Wenn es um Schuldenberge geht, ruft Angela Merkel, als Mutter aller schwäbischen Hausfrauen, zum Sparen auf. Als Physikerin darf man ihr eine Denkweise zutrauen, die Ursache und Wirkung unterscheiden kann. Sie kann nicht wirklich glauben was sie erzählt. Auch wenn wir in letzter Zeit viel von fließendem Geld und dem Fehler im Geldsystem hören, stellt niemand das Geld selbst in Frage. Geld ist wichtig für die Gesellschaft, wie auch der Zins wichtig war, weil Geld sonnst gehortet würde und der Wirtschaft fehlt. Deswegen tauschen wir den „Zins“ gegen eine „Umlaufgebühr“ und das Problem im Geldsystem ist „behoben“. Seit unsere Welt zunehmend global wird und alle Wirtschafts- und Geldkreisläufe mit einander verwoben sind, sollte man annehmen, dass es für ein Problem nur eine Lösung gibt. Die Wirtschaftskrise, die eigentlich eine Geldkrise ist, wird in Europa mit dem Sparen bekämpft und in den USA durch immer höhere Schulden. Es scheint nicht viele Politiker zu geben, die auch nur einen Gedanken über das Warum verschwenden. Wenn Geld nicht dem Wirtschaftskreislauf entzogen werden darf, weil sonst die Wirtschaft zusammenbricht, welchen Sinn macht dann Sparen? Wenn wir auf Gehalt verzichten und trotzdem Geld fürs Alter in Rentenversicherungen oder dergleichen fürs Alter anlegen, sparen wir da überhaupt? Wenn wir unser Geld vor Inflation schützen wollen und es für Zinsen in Sparverträge anlegen, schaffen wir erst die Geldentwertung, vor der wir uns schützen wollen. Unser „gespartes Geld“ wird als Kredite vergeben, als ein vielfaches der wirklich vorhandenen Geldmenge. Da Zinsen fehlendes Geld sind, ist es unmöglich, die Schulden zurückzuzahlen. Da eine Arbeitskraft nicht unerschöpflich ist, kann auch der Staat seine Steuern nur bis zu einem Punkt erhöhen. Ab da geht nur noch Privatisierung, weil es sonst zu Aufständen kommt. Es gibt beim Geld aber eben zwei Seiten. Das Guthaben und die Schulden. Deshalb gibt es eben nicht nur eine Wahrheit, sondern zwei. Wenn der kleine Mann sein Geld dem Wirtschaftskreislauf entzieht und es nicht zur Bank bringt, sondern es in der Matratze spart, bricht die Wirtschaft, wie wir sie kennen, zusammen. Wenn Kapitalbesitzer ihr Geld dem Wirtschaftskreislauf entziehen und es in aberwitzigen Finanzprodukten parken, bricht die Wirtschaft, trotz Kreditklemme, nicht zusammen. Wer die Schulden regiert, der regiert die Welt. Wer dies mit fließendem Geld ändern will, ist ein Träumer. Wenn in einem geschlossenen System etwas fehlt, kann man nicht nur den Betriebsstoff tauschen. Schaut man sich einmal die Geldmenge an, die für den täglichen Warenhandel benötigt wird und jene Geldmenge, die im Hochfrequenzhandel kursiert, ist schnell klar, dass es nicht an „Geld“ fehlt. Ein Schuldenabbau bedeutet Verminderung der Geldmenge, was durchaus ohne wirtschaftliche Folgen möglich wäre. Geld, das nicht mehr konsumiert werden kann, bringt keinen Nutzen mehr, sondern schadet nur. Wenn wir am Geldsystem festhalten, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es keinen handlungsfähigen Staat mehr gibt. Dann stellt sich die Frage nicht mehr, ob eine Daseinsvorsorge besser in staatliche oder private Hand gehört. Seit 1970 steigt die Geldmenge exponentiell an. Seit 2006 gibt die FED keine Zahlen zur Geldmenge mehr heraus. Auch wenn die Zahlen nicht offiziell sind, sollte jedem klar sein, dass wir eigentlich eine Hyperinflation haben. Der einzige Grund, warum das nicht so ist, liegt darin, dass der größte Teil des Geldes gar nicht auf dem Warenmarkt ist, sondern Staaten und Kommunen erpresst. Schulden, die nicht mehr mit Arbeitskraft beglichen werden können, kann man nur mit Privatisierung begleichen. Alles hat zwei Seiten, auch unser Geld. Wir müssen nur endlich über die zweite Seite nachdenken. Wohlstand für alle kann es in unserem System einfach nicht geben und wer für seinen Wohlstand sparen will, hat über die zweite Seite nicht nachgedacht. Wo Licht ist, ist eben auch Schatten. Seit es Menschen gibt, überschreitet er Grenzen. Vieles, was als utopisch galt, ist heute Realität. Ein Mensch aus dem Mittelalter würde aber kein Flugzeug besteigen oder etwa zum Mond fliegen. Im Konsum haben wir das Mittelalter hinter uns gelassen, aber geistig stecken wir im Mittelalter fest. Ein Leben ohne Geld ist Utopie. Da kann man sich eher vorstellen, gebeamt zu werden. Utopie heißt doch aber nur, dass unsere Gedanken eben nicht frei sind, auch wenn wir davon singen.

Mittwoch, Oktober 17, 2012

Geld und Schuldenberge

Wenn man über die Bedeutung von Geld nachdenkt, muss man klären, was Geld eigentlich ist. Dabei geht es nicht darum wie Geld funktioniert ( Vertrauen ), sondern darum, ob es ein Tauschmittel oder ein Schuldschein ist. Daraus ergeben sich ein paar gravierende Unterschiede. Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem wir nicht von gewaltigen Schuldenbergen hören. Andreas Popp von der Wissensmanufaktur erklärt Geld als Schuldschein für x Stunden Arbeit, der zerrissen wird, wenn die Schuld beglichen ist, was nach seiner Ansicht bedeutet, dass, wenn wir keine Schulden hätten, auch kein Geld mehr vorhanden ist. Das kann sich nach seiner Ansicht niemand wünschen, da wir auf Geld angewiesen sind. Der erste gravierende Denkfehler ist, dass wir auf Geld angewiesen sind und der zweite, dass man Schulden im Sinne geschuldeter Arbeit nicht mit Zinsschulden vermengen kann. Schuldgeld im Sinne geleisteter Arbeit entsteht permanent neu, auch nach einer kompletten Streichung. Zinsgeld dagegen bleibt nach einer Streichung verschwunden, weil nichts mehr zu verzinsen ist.Wenn Geld ein Schuldschein für geleistete Arbeit wäre, können dann Schuldenberge entstehen? Das Problem ist, dass unser Geld kein Schuldgeld im Sinne eines Zwischentauschmittels ist, das durch Arbeit entsteht, sondern ein Schuldgeld, das durch Verleihung von Geld gegen Zinns entsteht. Die Schuld ist eben nicht die Arbeit, sondern der Zins. Der Zins ist kein Gewinn, sondern fehlendes Geld. In einem Schuldgeldsystem im Sinne von Zinsen ist es überhaupt nicht möglich, Schulden zu tilgen. Alles ist genau umgekehrt wie es scheint. Die Zinsen (das fehlende Geld) werden zu Vermögen angehäuft, und die daraus entstehenden Schulden gleichmäßig verteilt.Die Schulden schaffen Wohlstand, denn sie zwingen den Menschen zum arbeiten, ohne den reellen Gegenwert. Wenn Geld (Zwischentauschmittel) Wohlstand schaffen würde, wäre der Wohlstand gleichmäßig verteilt. Wer erkannt hat, wie Geld und Schulden entstehen und die Abschaffung des Zinses durch fließendes Geld als Lösung ansieht, muss sich auch Gedanken machen, ab wann dies nicht mehr geht. Wenn Privatbesitz an Grund und Boden und Bodenschätzen einen bestimmten Punkt überschritten hat, ist es auch nicht mehr möglich, die gegenwärtige Entwicklung, durch Abschaffung von Zinsen, umzukehren. An diesem Punkt hat das Kapital kein Interesse mehr, Geld zu halten. Wir werden aber weiter als Schuldner bezahlen. Im Falle von fließendem Geld auch durch die Geldentwertung durch eine Umlaufgebühr. Vor 40 Jahren wäre fließendes Geld sicher noch ein Ausweg gewesen. Jetzt ist es nur der Tausch des Geldmonopols gegen das Preismonopol. Eine Umlaufgebühr für Geld wird den Konsum ankurbeln und die Preise in die Höhe treiben und die Tretmühle beginnt von neuem. Allem Anschein nach sind wir kurz davor, diesen Punkt zu erreichen. Die Geldmenge wird zur Zeit gewaltig aufgebläht und in Privatisierungen von Grund und Boden, Infrastruktur, Patente und Rohstoffe gesteckt. In den Natur gibt es eine ganz einfache Grundregel: alles strebt nach einem stabilen Zustand, bei minimalem Energieaufwand. Alles, was sich nicht im Gleichgewicht befindet, kippt früher oder später um. Wir werden also an einem Punkt ankommen, an dem Privateigentum, ab einer bestimmten Höhe, nicht mehr gewährleistet werden kann und das System kippt um. Alles, was sich dann in Luft auflöst, war schon vorher Luft.



Mittwoch, Oktober 10, 2012

Die richtige Geldanlage

Wenn man einmal die Zeit nach der Wende Revue passieren lässt und versucht, sich zu erinnern, seit wann es permanent um Geld und Aktien geht. Seit wann und warum kommt Börse vor acht, das ist die bestbezahlte Sendezeit. Alle diskutieren über das Geldsystem, wollen aber eigentlich gar nichts darüber wissen. Das einzige, das interessiert, ist, wie man sein Erspartes rettet und ob man es in Gold, Aktien oder doch lieber in Fremdwährung anlegen soll. Man hängt an den Lippen hoch bezahlter Berater, ohne selbst zu versuchen, das Geldsystem zu verstehen. Das Problem des Geldsystems ist nicht, dass Geld fehlt, sondern dass zu viel davon da ist, was eigentlich gar nicht existiert. Unser Geld basiert auf Vertrauen. Früher war es mit Edelmetall hinterlegt. Heute existiert nur noch ein kleiner Teil des Geldes in Papiergeld, der Rest existiert rein elektronisch. Wenn jeder 1000 € abhebt, bricht unser Geldsystem schon zusammen. Weil das Bevorraten von „echtem Papiergeld“ für Banken zu teuer ist, gibt es inzwischen Banken, die gar kein Privatkundengeschäft mehr haben. Deshalb versucht man auch, uns dazu zu bewegen, nur noch elektronisch zu bezahlen, mit Karte oder Handy. Stellen sie sich vor, in einem Ort hat der Pensionsbesitzer beim Bäcker 100€ Schulden, der Bäcker beim Schuster 100€ Schulden, der Schuster beim Fleischer 100€ Schulden, der Fleischer beim Milchmann 100€ Schulden…................... der Brauereibesitzer beim Pensionsbesitzer 100€ Schulden. Eines Tages sitzt man beim Frühschoppen und ein Gast kommt in den Ort und nimmt ein Zimmer für eine Nacht und bezahlt 1oo € im voraus. Der Pensionsbesitzer nimmt die 100€ und gibt sie dem Bäcker, der gibt sie dem Schuster, der dem Fleischer, der dem Milchmann ….........der dem Brauereibesitzer und der gibt sie dem Pensionsbesitzer zurück. Nun kommt der Gast wieder von seinem Zimmer, weil er sich anders entschieden hat und nicht bleiben will. Er bekommt seine 100 € zurück und verlässt den Ort, in dem die Bewohner nun schuldenfrei sind. Ein „Hebel“ funktioniert in beide Richtungen, das kommt aber niemandem in den Sinn. Wir werden mit Geld ausgeplündert, das es genau genommen gar nicht gibt. Das reale Geld sind unsere Spareinlagen. „Fabian der Goldschmied“ müsste das meist gesehene youtube Video sein. Ich gebe gerne zu, dass ich die komplexen Zusammenhänge, die unser Geldsystem am Laufen erhalten, nicht mehr verstehen kann. Es macht eigentlich keinen Sinn, einen Patienten künstlich am Leben zu halten, der eigentlich schon tot ist. Es sei denn, man kassiert die Rente. Wenn sie jetzt immer noch über den Erhalt ihres Ersparten nachdenken, will ich ihnen die zwei Anlagestrategien aufzeigen. Es geht nicht um Aktien oder Gold, sondern um anlegen oder investieren. Wer sein Geld anlegt, hält eine Leiche am Leben. Geld muss investiert werden und für den Großteil der Bevölkerung ist dies auch ganz einfach: die Kinder. Man spricht ja auch nicht ohne Grund von einer Investition in die Zukunft und nicht von einer Anlage in die Zukunft.




Mittwoch, Oktober 03, 2012

Die Kompetenz zum Wirtschaften

Können Piraten Wirtschaft titelt vor kurzem die Zeit. „Die junge Partei will in Sachen Eurokrise und Schuldenabbau endlich mitreden. Doch dabei verstrickt sie sich einmal mehr in endlosen Grundsatzdiskussionen. An guten Witzen über sich selbst mangelt es in der Piratenpartei nicht. Einer geht so: Wären die Piraten ein Bahnunternehmen, würden Schaffner und Lokführer streiten, in welche Richtung der Zug fahren soll. Ein Witz, in dem viel Wahrheit steckt: Kommen Parteimitglieder der Piraten zusammen, um sich auf Inhalte zu einigen, endet das oft im fröhlichen Chaos.“ Bei anderen Parteien ist man sich da Gott sei dank viel einiger, vor allem wenn es um die Zusammenarbeit mit besagten Piraten oder der Linkspartei geht. Auch wenn in den Medien und bei den Volksparteien Einigkeit über die Kompetenz zum Wirtschaften besteht, will ich diese Kompetenz einmal hinterfragen. Vor kurzem waren Wahlen in Weißrussland, wonach in der Tagesschau Präsident Lukaschenka unter anderem die Kompetenz zum Wirtschaften abgesprochen wurde, da sein Land nur auf Pump lebt. Würde ich diesen Maßstab für alle anderen Länder auch anlegen, wird die Welt von Inkompetenz regiert. Es gibt nämlich nur ein Land, das schuldenfrei ist und das ist Brunei. Der Gedanke, dass die ganze Welt bei einem Land verschuldet ist, ist natürlich abwegig. Die Kompetenz liegt hier nicht im Geld scheffeln, sondern darin, sich nicht den Geldschefflern restlos auszuliefern. Schuldenfreiheit ist wahrscheinlich eher eine Frage von Charakter und widerstehen können, als von Kompetenz. Einigkeit über Schuldenabbau, ohne Kenntnis, was Schulden sind und bei wem wir sie haben, ist auf jeden Fall keine Wirtschaftskompetenz. Den Gürtel enger schnallen ist ein guter Vorschlag. Wenn er einheitlich so verstanden wird, dass es keinen Sinn macht, ist das Wirtschaftskompetenz. Mit einer Partei, wo noch darüber diskutiert wird, will man nicht zusammenarbeiten. Die „Wachstumsparteien“ bleiben lieber unter sich und predigen von freien Märkten, mehr Wettbewerb und Wachstum. Mehr Wettbewerb ist aber in einer globalen Welt kein Vorteil für den Kunden. Von dem Preisdruck profitiert nicht der Kunde, sondern die Kapitalsammelbecken, von denen niemand weiß, wem sie gehören. Wir sind bei keinen Banken verschuldet, sondern bei Privatpersonen, denen die Banken gehören. Wenn Produkte quer durch die Welt gekarrt werden, profitiert nicht der Kunde. Ein Produkt, das nach tausenden Kilometern weniger kostet als im Erzeugerland, ist nicht zum Vorteil des Kunden, sondern dient nur der Übernahme. Der augenscheinliche Gewinn für den Kunden ist von sehr kurzer Dauer. Die blühenden Landschaften wird es auch in Zukunft geben, aber es werden immer weniger, die sie genießen können. Letztendlich lebt der Kapitalismus nur von der Hoffnung der Menschen, mit zu den Genießern gehören zu können. Jede Münze hat aber zwei Seiten und die zweite Seite sind nun einmal die Schulden. Die alljährlichen Spendenaktionen für die Armen der Welt sind kein Mitleid, sondern purer Zynismus. Nicht einmal das Geld wird von denen aufgebracht, die vom Elend profitieren. Letztendlich sind sie für die vielen Menschen verantwortlich, die wegen mangelnder Versorgung vorzeitig sterben oder sich aus Verzweiflung umbringen. Aber in fast jedem von uns schlummert die stille Sehnsucht, mit zu den Profiteuren zu gehören . Wie sagt man aber so schön : jede Medaille hat eine Kehrseite.

Samstag, August 25, 2012

Bundeswehreinsatz im Inneren

Seit dem 11. September 2001 gibt es einen Grund für die intensiven  Bemühungen, die Sicherheitslage gegen den „Terrorismus“ zu verbessern. Bei genauer Betrachtung führt eine nicht realisierbare Sicherheit vor Terrorismus nur zu einer Totalüberwachung der Bevölkerung. Bei all den Maßnahmen gegen den Terrorismus geht es nicht darum, ob es geplant ist, dies gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen, sondern um die potentielle Gefahr. Wenn man etwas zum „Wohle der Bevölkerung“ unternimmt, muss man sich auch Gedanken machen, ob es in falsche Hände gelangen kann. Unser Grundgesetz wurde genau aus dieser Erfahrung heraus geschaffen. Jetzt wird unser Grundgesetz durch die Hintertür, durch eine Auslegung des Verfassungsgerichts, selbst geändert. Eine zwei Drittel Mehrheit würde es wahrscheinlich nicht dafür geben. In den Zeitungen wurde nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes berichtet . An den abgegebenen  Kommentaren lässt sich breite Ablehnung erkennen. Dabei gehen die Kommentatoren von etwas neuem aus. Das ist es aber nicht, sondern die nachträgliche Legalisierung schon bestehendem. Am 17. Februar 2005 wurde im Bundestag das „Gesetz über die Neuordnung der Reserve der Streitkräfte und zur Rechtsbereinigung des Wehrpflichtgesetzes“ beschlossen. Bitte googeln sie dazu „eine fast geheime Armee“. Vor 3 Jahren las ich den Bericht über eine Übung in Schwarzenbach  Bayern mit Reservisteneinheiten, bei der die Niederschlagung von Aufruhr trainiert wurde. Bitte googeln sie Bürgerkriegsmanöver Schwarzenbach. Wenn man will, kann man die Übung  als positive Maßnahme zum Schutz des Bürgers vor Terrorismus sehen. Auch die Einführung von Strahlenwaffen, welche nicht töten, sondern nur unvorstellbare Schmerzen verursachen, wäre „positiv“, wenn sie nicht gegen Bevölkerung eingesetzt wird. Eine Strahlenwaffe macht allerdings nur Sinn, wenn sie unerwartet eingesetzt wird. Ein militärischer Gegner wird sich vor Strahlen genauso schützen wie vor Gas. Wenn man über einen Kampfmitteleinsatz im Inneren zu entscheiden hat, geht es nicht darum, wie hoch die Hürden dafür sind, sondern um die potentielle Gefahr. Welcher Richter kann diese ausschließen? Niemand kann dies ausschließen und dafür bedarf es nicht einmal eines Fünkchens Verschwörungstheorie. Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes greift nicht nur unser Grundgesetz an, sondern macht die Väter des Grundgesetzes zu Verschwörungstheoretikern.  Bundespräsident Gauck sieht die Bundeswehr fest verankert in der Bevölkerung und als Demokratiewunder. Ein  „Demokratiewunder“ war, dass 1989 bei den Großdemonstrationen in der DDR kein Schuss gefallen ist.  Allerdings ist es ein erklärbares Wunder. Bei einer Armee aus Wehrpflichtigen liegt die Hemmschwelle, auf die eigene Bevölkerung zu schießen, sehr hoch. Diesen Fehler hat man erkannt und rüstet die Armeen auf Berufsarmeen und Söldnerheere um. Wenn man diese Veränderungen und das Töten ablehnt, wird man in diesem Land vom Staatsoberhaupt, was selbst noch den 2. Weltkrieg erlebte, als glückssüchtig bezeichnet. Da es anscheinend in Vergessenheit geraten ist: die Bundesrepublik wurde als Staat ohne Armee gegründet. Die Verhandlungen über die Aufstellung einer Armee wurden von Adenauer geheim geführt, ohne die Öffentlichkeit und das Kabinett zu informieren. Mit dem Beginn des Koreakriegs waren die Alliierten des zweiten Weltkrieges endgültig gespalten. Der kalte Krieg zwischen USA und Sowjetunion schürte Angst vor Kämpfen auf deutschem Boden. Wenn die Gründung der Bundeswehr von der Bevölkerung akzeptiert wurde, dann als kleineres Übel. Weder Bundeswehr noch NVA waren aber  Verteidigungsarmeen für die eigene Bevölkerung, sondern Verteidigungsarmeen von Machtinteressen. Man kann von Glück sagen, dass wir nicht im kalten Krieg  atomar  pulverisiert wurden. Der kalte Krieg ist vorbei, der Machtkampf  der Systeme aber nicht. Er findet nicht mehr nur zwischen Staaten statt, sondern vor allem zwischen Klassen. Genau wie zur Gründung der Bundeswehr  wird wieder Angst geschürt und über den Einsatz der Armee im Inland werden wir nicht gefragt. Seit dem 2 Weltkrieg gab es eine entscheidende Veränderung in den Machtverhältnissen. Die Staatsmacht wurde von der Geldmacht abgelöst. Die Geldelite dieser Welt hat ihre Macht ausgebaut. Dank Globalisierung ist die Macht des Geldes nicht mehr an Ländergrenzen gebunden. Wenn eine Armee marschiert, kann niemand mehr sagen, woher das Geld dafür kam. Wir wissen, wem ein Auto oder ein Haus gehört. Wem die Kapitalsammelbecken gehören, wissen wir nicht.










Donnerstag, August 16, 2012

Der Überlegene verliert


Im Laufe von Millionen Jahren hat sich aus einem Einzeller der Mensch entwickelt. Im Sinne der Evolution ist die Entwicklung eine Verbesserung. Während sich Tiere an ihr Lebensumfeld anpassen, passt sich der  Menschen das Lebensumfeld an. Wenn wir dies beherrschten, wäre es eine Weiterentwicklung, beherrschen wir es aber nicht, eine Fehlentwicklung. Bei all den Rechenmodellen, mit denen eine Versorgung mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln und unser Einfluss auf die Natur prognostiziert wird, gibt es zahlreiche Variablen. Trotzdem gibt es zahlreiche Wissenschaftler, die Kaffeesatzleserei einen wissenschaftlichen Charakter verleihen. Niemand kann den genauen Zeitpunkt vorhersagen, an dem wir unsere Natur zerstört haben, aber jeder weiß, dass dieser Tag kommen wird. Obwohl Milliarden für den Naturschutz ausgegeben  werden,  ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Stellenweise nimmt der Naturschutz skurrile Formen an und wird zum Wirtschaftsfaktor. Da werden Touristen durch Naturschutzgebiete gekarrt oder geschützte Tiere zur Jagt freigegeben, um Geld aufzutreiben.
Wissenschaftler mahnen zur Eile bei der Entdeckung unbekannter Spezies und deren Kartierung, weil sonst viele Arten bereits vor ihrer Entdeckung ausgestorben sind.  Es gibt Wissenschaftler, die erforschen, warum der Affe keinen Gerechtigkeitssinn hat. Das ist doch aber ganz einfach. Tiere haben kein Besitzdenken und sind deshalb frei von Gier. Der Mensch dagegen hat ein Besitzdenken und der Gerechtigkeitssinn ist kein Vorteil, sondern ein Nachteil, weil er von Gier geprägt ist. Deshalb ist Naturschutz eine Frage des Geldes. Da wir die Natur nicht beherrschen können, ist unser von Besitz geprägter Gerechtigkeitssinn eine  Fehlentwicklung. Durch die Arbeitsteilung und Spezialisierung haben wir uns an die Spitze der Evolution gesetzt. Der Mensch gewann Freizeit und es entstand Kultur. Wenn trotz Spezialisierung die Arbeitszeit wieder zunimmt, Freizeit abnimmt und Kultur verkümmert, beginnt die Fehlentwicklung. Der Grund dafür ist so augenscheinlich, dass es dafür keiner Forschungsgelder bedarf. Der Grund der Fehlentwicklung ist das Geld. Den Kampf ums Überleben wird die Menschheit verlieren.

Sonntag, August 05, 2012

Was nützt das größte Wissen, wenn es die Gier eliminiert.

Es gehört nicht zu den Lieblingsthemen der Presse, aber trotz alledem wissen wir genau, dass die Vermögensverteilung nicht gerade gleichmäßig ist. Je nach Land sind die Vermögen ein vielfaches der gesamten Wirtschaftsleistung. Dargestellt werden die Vermögen in Geld . Allein über  Geld nachzudenken, ist schon recht verwirrend. Noch schlimmer wird es, wenn man über Werte nachdenkt. Es gibt unterschiedliche Wertformen: ideelle Werte, materielle Werte, kulturelle Werte, persönliche Werte, religiöse Werte, sittliche Werte usw..  Der ideelle Wert eines Andenkens lässt sich nicht in Geld bemessen. Also gibt es auch ein Wertesystem ohne Geld. Ein Wert ist aber nichts festgeschriebenes, sonder ändert sich ständig.  Das für einen einzelnen unbezahlbare Andenken an einen lieben Verwandten wird plötzlich zu Müll, weil eine Lüge bekannt wird. In 1000 Jahren wird dieser Müll wiedergefunden und ist plötzlich für jeden unbezahlbar. Werte und Wertmaßstäbe sind nichts festgeschriebenes, sondern ständig in Bewegung. Oft ändern sie sich in aller kürzester Zeit, zum Beispiel im Falle eines Krieges. Warum kann jemand, der einen Krieg überstanden hat und den Schwarzmarkthandel erlebte, sich trotzdem kein Leben ohne Geld vorstellen. In Zeiten größter Not verliert Geld seinen Wert oder ist sogar wertlos. Dass solche Zeiten in regelmäßigen Abständen wiederkommen, liegt am Zinssystem. An erste Stelle unseres Wertesystems gehört Nachhaltigkeit und das ist mit Vermögen nicht vereinbar. Wie lange ist es her, dass unsere Großväter, nach dem größten Leid der Geschichte, ein Grundgesetz schufen, dies  für alle Zeiten unmöglich zu machen. Was machen wir mit diesem Erbe? Wir scheren uns einen Dreck darum. Wir führen auch wieder Krieg. Jede Gesellschaftsform hat auch ihre Vorzüge, die man hervorheben kann. Positives gab es immer, aber eben nur im einzelnen betrachtet und ohne Zusammenhang. Der Bau von Autobahnen ist durchaus positiv, sei denn sie dienen nur der Kriegsvorbereitung. Die richtige Gesellschaftsform haben wir noch nicht gefunden. Der Sozialismus gilt als gescheitert. Die soziale Marktwirtschaft ist es auch und der Kapitalismus hat es nur noch nicht zugegeben. Wenn man den Fehler nur in der Politik sucht und ihn behebt, wird es nicht von Dauer sein. Kein Gesetz wird es jemals schaffen, Frieden zu erzwingen. Der Fehler ist der Mensch selbst und sein Streben nach mehr. Auch wenn der Sozialismus in der DDR eine gute Antwort auf die Schrecken des Weltkrieges war, hatte er einen Fehler. Er hatte eine Klassengesellschaft. Warum gab es unterschiedliche Klassen? Weil es Geld gab. Wir haben den Sozialismus in der DDR geopfert, weil wir unzufrieden waren. Ein paar Funktionäre haben Vorteile genutzt und sich bereichert. Das System war trotzdem gerechter und scheiterte nur an der Gier. Der Mensch hat jede Menge Fehler, aber zum Problem werden sie erst durch Geld. Ganz egal was wir versuchen, solange es Geld gibt, werden wir immer wieder an einen Punkt kommen, an dem wir bereuen, was wir getan haben. Ein ehemaliger Drogenabhängiger, der sein Umfeld nicht wechselt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder rückfällig. Wir müssen alles daran setzen, unser Umfeld zu ändern, sonst werden wir wieder und wieder an uns selbst scheitern. Wer sein Leben ändert, tut dies nur, weil ihm die sonst drohenden Konsequenzen bewusst gemacht wurden. Einen ausschweifenden Lebenswandel gibt man nicht auf, bloß weil der Arzt abrät. Wenn der erste Herzinfarkt einen deutlichen Warnschuss abgibt, wird es wenigstens versucht.. Nach dem zweiten bemüht man sich. Und wenn der dritte Herzinfarkt jegliche Lebensqualität genommen hat, klammert man sich ans Leben.  Auf gut deutsch: zur Besinnung kommen wir erst kurz vorm Verrecken. Wie weit wir von unserem zu Grunde gehen entfernt sind, weiß ich nicht, aber von Vernunft sind wir weit entfernt. Politiker sprechen davon, dass wir unseren Kindern keine Schulden hinterlassen dürfen. Sie  verlangen, dass wir  sparen und fordern mehr Wachstum. Gleichzeitig fordern sie mehr Klimaschutz und beziffern diesen sogar in Geld. Jeder vernünftige Wähler würde diese Politiker  zum Teufel jagen.   Jede Kosten Nutzen Rechnung, die auf der Grundlage von Geld gemacht wird, ist von vornherein falsch. Mit einem veränderlichen Wert, der nicht vorher bestimmbar ist, kann man nicht kalkulieren, sondern nur spekulieren.  Eine ruinierte Umwelt mit Geld zu heilen und dies auf Grundlage einer Kosten Nutzen Rechnung zu tun, ist die dümmste aller Spekulationen.

Sonntag, Juli 15, 2012

Angst um Geld

Dass wir uns in einer Krise befinden, dürfte jedem klar sein. Was es für eine Krise ist und wo die Gründe dafür liegen, darüber teilen sich die Meinungen. Die Lösungsansätze sind  wegen unterschiedlicher Positionen umstritten und führen nicht zum Erfolg. Ich lese gerne zu Problemen, die mich beschäftigen, wissenschaftliche Herangehensweisen. Natürlich verstehe ich sie nicht im  ganzen, aber mich interessiert die wissenschaftliche Theorie, mit der sich nicht zu letzt auch unser Verhalten erklären lässt. Ein Problem lässt sich aber nur lösen, wenn man nicht selbst Teil des Problems ist. Wenn man unser Leben als einen Wettkampf zwischen gut und böse  betrachtet, woran glauben sie, oder besser, worauf vertrauen sie ?  Da betrügerisches Verhalten die größten Vorteile bringt,  kann man in unserer Gesellschaft auf das „Böse“ vertrauen. Ob man in der Übernahme von Porsche durch VW Betrug sehen will oder nicht, eines steht fest, Gesetzeslücken im Hartz IV Regelwerk werden schneller behoben, selbst wenn der Schaden nicht so groß ist. Der große Betrug an der Gesellschaft wird toleriert, weil der größte Teil der Bevölkerung glaubt, zu den profitierenden zu gehören. Wenn man heute von einem bedingungslosen Grundeinkommen hört, wird sofort argumentiert, es wäre unbezahlbar. Was aber meint man mit unbezahlbar. Bezieht man die Aussage ausschließlich auf einen Mangel an Geld, stimmt sie nicht, denn es ist genug da.  Unbezahlbar bedeutet, dass an der Verteilung nichts geändert werden soll. Eigentlich ist es aber ganz simpel. Unsere Sparguthaben dienen den Banken als Eigenkapitalquote, aus denen sie Milliarden Buchgeld machen. Dieses Geld, was keinen Pfifferling wert ist, beherrscht uns dann. So unvorstellbar es klingen mag, ohne Geld ginge es uns besser. In dem uns vorgegebenen Denkmuster ist arbeiten ohne Geld schwer vorstellbar. Dabei gibt es dies bereits mit Ehrenamt und Wohltätigkeit, allerdings nur zum Erhalt des bestehenden Systems. Der Mensch braucht soziale Kontakte und eine Bestätigung. Wenn er weniger arbeiten muss und die Arbeit Spaß macht, werden wir auch ohne Geld arbeiten gehen. Eigentlich ändert sich nichts, außer, dass offensichtlich wird, dass es Menschen gibt, die auf unsere Kosten leben. Geld arbeitet nicht und jeder, der nur mit Geld zu tun hat, lebt auf Kosten der Gesellschaft. Dass dies möglich ist, liegt genau genommen nicht am Geld, sondern am Zins. Wie oft hören wir, dass wir über unsere Verhältnisse leben. Gleichzeitig fordert man aber mehr Wachstum. Wenn wir Geld anlegen und dafür Zinsen bekommen, könnte unter dem Vertrag stehen: Ich erkläre mich damit einverstanden, dass anderenorts Menschen verhungern. Wie kann der Kapitalismus das überlegene System sein, wenn er nur mit Egoismus und Gier funktioniert und die meiste Arbeitskraft verschwendet. Evolutionspsychologisch betrachtet grenzt es an ein Wunder, dass wir uns so lange betrügen lassen. Wir leben in einer Gesellschaft, die gegen einander arbeitet. Man muss kein Genie sein, dies zu erkennen. Dass unser jetziges Zusammenleben immer wieder zu Katastrophen führt, ist eigentlich ganz simpel. Das wird sich erst ändern, wenn wir  Urheberrecht und Wissensdiebstahl aus unserem Wortschatz gestrichen haben.  Eine Gesellschaft, in der man gegenseitig von einander profitiert, ohne dass sie durch Betrug destabilisiert wird, ist durchaus möglich und wäre für 99% der Bevölkerung eine Gewinn an Lebensqualität.  Dass unser Geldsystem in regelmäßigen Abständen zusammenbrechen muss, ist einfache Mathematik. Die Folgen von Krieg bis Hunger einfach nachzuvollziehen. Trotz alledem haben wir Angst ums Geld und nicht vor Geld .

Sonntag, Juli 01, 2012

Zwei Drittel Mehrheit trotz größter Unsicherheit erkauft

Der ESM und der Fiskalpakt sind mit einer zwei Drittel Mehrheit angenommen. Wie es dazu kommen konnte und das Bundesverfassungsgericht die letzte Bastion gegen grenzenlose Dummheit wird, ist unbegreiflich. Ich habe mir den Spaß gemacht und die Regierungserklärung zum ESM und Fiskalpakt und die anschließende Debatte auf Parlament TV angesehen.

http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?legislativePeriod=17&conference=188&action=search&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&mask=search&destination=search&contentArea=details&isLinkCallPlenar=1
( 188. Plenarsitzung ab 08:36:00 )

Was man zu hören bekommt, sind ständige Beteuerungen, man hätte es sich nicht leicht gemacht, bis hin zu: kein Parlamentarier hat je so große Opfer gebracht.  Man hört, dass der ESM Vertrag, in der zu beschließenden Form, bereits hinfällig ist  und zur Direktfinanzierung von Banken, auf dem EU Gipfel, das genaue Gegenteil vereinbart wurde von dem, was die Abgeordneten beschließen sollen. Wir hören von schweren Bedenken gegen den ESM und Fiskalpakt und trotz alle dem sogar von Stolz, dies mit beschließen zu dürfen. Die zwei drittel Mehrheit ist nicht Ausdruck tiefster Überzeugung, das richtige zu tun, sondern trotz schwerster Bedenken, keine Alternative zu haben. Die Rechtfertigung für das Gesetzespaket ist die Sicherung des Wohlstandes durch Wachstum.  Wir hören wieder einmal vom kleinen Handwerksmeister und von Omas Sparbuch, die nicht in Anspruch genommen werden sollen.  Ich unterstelle aber den Bundestagsabgeordneten, dass keiner so dumm ist, das zu glauben. Das mit dem Wachstum ist auf jeden Fall erst einmal Quatsch, denn nichts kann ewig wachsen. Natürlich kann der Erfindergeist noch zahlreiche Produkte herstellen, die wir unbedingt brauchen, wie zum Beispiel einen Fußgeruch messenden Schuhanzieher. Die Ressourcen, aus denen wir schöpfen, bleiben aber trotz alle dem begrenzt. Eine falsche Entscheidung wird nicht dadurch besser, dass man sie sich nicht leicht gemacht hat und angeblich alternativlos ist. Das Problem ist das eingeschränkte Denkmuster. Selbst ESM und Fiskalpakt sind nicht automatisch schlecht, wenn wir als Wähler mit bestimmen könnten. In der Debatte wurde gesagt, man müsse alles für eine Geldstabilität tun, denn ist das Geld schlecht, ist alles schlecht. Das Problem ist nur, unser Geld ist schlecht und der Grund aller Probleme, denn das Zinssystem ist eine Exponentialfunktion, welches zusammenbrechen muss.  Wir haben im Moment riesige Privatvermögen, die das Warenangebot übersteigen. Man will aber Geldstabilität mit mehr Geld erreichen . Das genaue Gegenteil ist aber die  Lösung. Wenn man ein Gesetz zur Schuldenbegrenzung  erlässt, zeigt dies aber nur, in welche Richtung gespart werden soll. Für die Besteuerung von Vermögen bräuchte man diese Rechtfertigung nicht. Das Sparen, was hier in ein Gesetz gefasst  wurde, bedeutet also nichts anderes, als die Festschreibung von Privatisierung  des gemeinschaftlichen Eigentums. Wenn man sich hinstellt und einen Krieg in Europa für unmöglich erklärt, hat man nicht begriffen, welchem Ausverkauf man zugestimmt hat. Wenn das Anhäufen von Reichtum exponentiell ist, wie lange kann es dann noch dauern, bis wir für das Atmen zahlen müssen. Es muss jedem klar sein, dass damit ein friedliches Zusammenleben beendet ist. Politiker glauben anscheinend nur, auf der richtigen Seite zu stehen, sonst hätte das Gesetzespaket durchfallen müssen. Dass es wachsenden Widerstand gegen ESM und Fiskalpakt gibt, ist den Politikern bekannt, denn sie bekommen, z.B. über Abgeordneten-Check, zahlreiche Protest-E-Mails. Nach Angaben des Providers ging die Seite kurz vor der Abstimmung wegen Virenbefall vom Netz, was ein kleiner Vorgeschmack auf die Demokratie der Zukunft ist. Trotz alle dem  dürften den Parlamentariern andere Denkweisen zum ESM / Fiskalpakt bekannt sein. Als erstes sollte man begreifen, dass, wenn man sich Sorgen um die Verschuldung in Europa macht,  man sich gleichzeitig Sorgen um die Vermögen machen muss, denn Schulden stehen immer Vermögen in gleicher Höhe gegenüber. Der ESM soll Europa stabilisieren, Ländern, die in Schieflage geraten sind, helfen und damit zeigen, dass sich Spekulationen gegen einzelne Eurostaaten nicht lohnen. Mit dem ESM wird die Geldmenge aber vergrößert und Spekulationen damit angeheizt. Das viel gepriesene Prinzip vom Fördern und Fordern führt nur zu einem Schuldenabbau in wertlosem Giralgeld. Da die Schulden gedeckelt sind und Sozialabbau nicht grenzenlos möglich ist, bleibt am Ende nur der Vermögensabbau in physischen Werten. Da unser Geldsystem auf Grund des Zinses zusammenbrechen muss, ist der Oma ihr Sparbuch, das unsere Politiker so verteidigen, mit jedem Tag, an dem dieses System aufrecht erhalten wird, weniger wert. Was wir mit dem ESM- Fiskalpakt verlieren, ist weit mehr als Geld.