Sonntag, August 17, 2014

Mediale Deutungshoheit


Der am 16. August 2014 um 10:02 in der „Welt" erschienene Artikel

„Steinmeier verspricht Hilfe im Kampf gegen Terror" beginnt mit folgenden Sätzen:


„Zum Auftakt seines Irak-Besuchs hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) den Kurden im Norden des Landes Unterstützung im Kampf gegen die islamistische Terrormiliz IS zugesichert. "Die täglichen Bilder aus dem Irak mit ermordeten, abgeschlachteten Menschen lösen in der ganzen Welt – auch in Deutschland – Erschütterung und Entsetzen aus", sagte er am Samstagmorgen nach seiner Ankunft in der irakischen Hauptstadt Bagdad. „Eine terroristische Mörderbande versucht sich das Land untertan zu machen.""


Mit einer Wortwahl wie dieser wird in fast allen Meldungen der freien Presse, gleich zu Beginn, eine Wertung vorgenommen. Wenn dann im folgenden Artikel erwähnt wird, dass man der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Unterstützung der vielen Unzufriedenen im Land entziehen muss, stellt der Leser keine Fragen. Die Vorgeschichte ist für den Leser nicht mehr von Bedeutung, denn wir wissen ja bereits wer gut und böse ist. Und so endet der Artikel:


Zuvor hatten Vertreter der halbautonomen Kurdenregion berichtet, dass die Islamisten am Freitag in einem Dorf etwa 80 Jesiden umgebracht hätten. Die Angehörigen der religiösen Minderheit hätten sich geweigert zum Islam überzutreten. Laut Augenzeugen sollen die Männer erschossen und die Frauen und Kinder verschleppt worden sein."


Wird dem Leser jetzt noch bewusst, dass hier im Konjunktiv berichtet wird? Ein Berichten in der Möglichkeitsform macht aber ein Hinterfragen notwendig. Aber weder die Journalisten hinterfragen die Quellen noch die Leser und die Politiker gleich gar nicht. Der zweite Weltkrieg ist noch nicht so lange her, dass wir alles vergessen haben können. Propaganda läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Das schlimmste daran ist, dass man sich ihr nicht entziehen kann. Schauen sie sich dazu einmal das Youtube Video https://www.youtube.com/watch?v=Jyj-ofBUILw von Daniele Ganser an. Hier können sie ab der 39:00 Minute bis 41:30 überprüfen, ob sie sich von der durch die Medien ausgeübten Deutungshoheit manipulieren lassen. Mit großer Sicherheit wird es ihnen genauso ergehen wie mir und sie werden feststellen, dass es unmöglich ist, sich einer Propaganda völlig zu entziehen. Daniele Ganser ist der Meinung, dass diese Deutungshoheit durch das Internet mit einem Verfallsdatum versehen ist. Deshalb strahlt er im Video auch eine gewisse Gelassenheit aus. Der zweite Weltkrieg war nur möglich, weil die Deutschen verblendet waren und glaubten, sie wären im Recht und könnten profitieren. Auch jetzt in der Krise glauben wir zu profitieren und die Politik liefert uns den Grund, warum wir ein Recht dazu haben. Der Deutsche ist fleißig und der Rest ist faul und lebt über seine Verhältnisse. Wenn ein deutscher Außenminister von Mörderbanden spricht, wird es Zeit, die Gelassenheit über Bord zu werfen. Jedem sollte klar sein, dass es, um ein Land in einen Krieg zu treiben, nur einer Hand voll Menschen bedarf. Um einen Krieg zu verhindern, bedarf es aber der ganzen Bevölkerung.


PS. Als ich am Nachmittag die Kommentare zum Artikel lesen wollte, war unter gleich lautender Überschrift auf einmal ein völlig neuer Artikel, ohne einen Hinweis darauf, dass diese gehackt wurde. Den Verfassern solcher Artikel möchte ich ans Herz legen, einmal über die Rolle der Medien für unser friedliches Zusammenleben nachzudenken. Unser Geldsystem zwing uns einen Konkurrenzkampf auf. Jeder steht unter dem Zwang, seinen Lebensstandart zu verteidigen.

Auch Journalisten sind davon betroffen. Im Kampf um Auto, Flachbildfernseher, Smartphone kennen wir kaum noch Grenzen. Der andere Mensch ist uns egal. Ein Bankberater, der eine falsche Geldanlage vermittelt, ruiniert Einzelnen ihr schönes Leben. Ein Journalist, der manipulativ berichtet, kann eine ganze Welt ins Unglück stürzen. Bei einem gelöschten Kommentar zu einem Artikel der „Zeit" konnte man heute den Hinweis lesen: „Bitte verzichten Sie auf nicht überprüfbare Quellen. Die Redaktion". Das wünsche ich mir auch von jedem Journalisten, der ein russisches Youtube Video als Quelle nimmt und das vielleicht auch noch ohne Sprachkenntnisse.





▶ Medien, Macht und Manipulation: Eva Herman, Andreas Popp, Michael Vogt - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=ap9VHCOJFiY

Mittwoch, August 13, 2014

▶ KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser (Teil 1: Ressourcenkriege, Peak-Oil, Imperium USA) - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=Jyj-ofBUILw

https://www.youtube.com/watch?v=uHNG7FXKiwg

Wer einmal lügt, dem glaube ich, auch wenn er nicht die Wahrheit spricht – Geld schafft keinen Wohlstand, sondern Blut und Tränen




Während Norbert Blüm uns noch verkündete, dass die Rente sicher ist, bekommen wir heute zu hören, dass sie unbezahlbar wird. Wir hören vom demographischen Wandel und Generationsgerechtigkeit. Geht es der Politik aber wirklich um Gerechtigkeit und was ist eigentlich gerecht? Seit Jahrtausenden sieht man die Jugend als ausschweifend lebende Tunichtgute, die keinen Respekt vor Traditionen haben. Vor kurzem war die Jugend noch faul und arbeitsscheu und plötzlich sorgen sich die Eliten darüber, dass sie zu hoch belastet werden könnten. Hat sich hier wirklich die Denkweise verändert? Nein, die Sichtweise ist die gleiche wie eh und je. Die alten werfen der Jugend vor, dass es ihr besser geht, dass sie in den Urlaub fliegt, Computer, Handys und Autos besitzen, wovon man früher nur träumen konnte. Seit Jahrtausenden gibt es einen Generationsneid. Dass Generationsneid zu Konflikten führt, sieht man am deutlichsten bei der Armee. Hier wechselten die „Generationen" aller halben Jahre. Die Auswüchse dieses Generationskonflikts waren auch nicht an ein Gesellschaftssystem gebunden und traten in Ost und West gleichermaßen auf. Selbst Todesopfer waren bei diesen sonderbaren Generationsspielen zu beklagen. Die Ursachen für den Generationskonflikt liegen darin, dass nachfolgenden eigene Fehler und Erduldetes angelastet wird. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie meine Omi Dankbarkeit einforderte, weil sie so viele Entbehrungen auf sich nehmen mussten. Warum soll man aber eigentlich einer Generation für den Wiederaufbau dankbar sein, wenn sie selbst dafür verantwortlich ist, dass alles zerbombt wurde. Wer hat denn Hitler gewählt, wer ist in den Krieg gezogen. Meine Generation war es nicht. Da wir die Schuld immer bei anderen suchen, kommt uns gar nicht in den Sinn, dass wir gemeinschaftlich Schuld haben. Wir alle tragen ein System mit, das alle drei bis vier Generationen zusammenbricht und eine Generation um ihre Lebensleistung bringt. David Greaber zeigt in seinem Buch „Schulden - die ersten 5000 Jahre", dass sich Schuldenschnitte wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen. Alles was wir erdulden müssen, ist eine Gemeinschaftsleistung über Generationen hinweg. Wenn man jetzt von einer verlorenen Generation spricht, hat die Politik nicht wirklich Mitleid. Es geht darum, uns gegeneinander aufzubringen, damit wir weiterhin bei Schuldzuweisungen bleiben und nicht nach den Hintergründen suchen. Es wird versucht, den Gesellschaftsvertrag zwischen alt und jung aufzukündigen und zu einem mittelalterlichen System von Gottes Gnaden zurückzukehren. Dass ein Gnaden- und Almosensystem nicht im Interesse von 99% der Bevölkerung ist, liegt auf der Hand. Deshalb kann man so etwas in den Industrieländern auch nicht einfach wieder einführen, sondern verabreicht es löffelweise. Spendenaktionen beginnen heute schon im Kindergarten und entfernen uns langsam vom Rechtsanspruch zum Almosen. Da die ständig wachsenden Vermögenskonzentrationen nur noch global erpresst werden können, muss man die Wirtschaften zusammenführen und die Weltbevölkerung in möglichst viele Teile zersplittern, damit sie sich nicht verbünden und gemeinsam aufbegehren. Dass die gesetzliche Rente die junge Generation zunehmend belastet, liegt nicht am demografischen Wandel, sondern daran, dass sehr wenige immer mehr beanspruchen. Statt das erwirtschaftete gerechter zu verteilen, wird der Jugend Selbstbestimmung über ihre Altersvorsorge versprochen. Geld ist aber kein Wertaufbewahrungsmittel und wenn es sich das nächste Mal in Luft auflöst, werden wir uns wieder gegenseitig die Schuld geben und nicht erkennen, dass wir gemeinschaftlich Schuld haben. Gemeinschaftliche Schuld kann man aber nur gemeinschaftlich beseitigen. Deshalb müssen wir zusammenfinden. Auch wenn die Medien uns einreden wollen, es gäbe unüberwindbare Hindernisse zwischen den Religionen, den Volksgruppen, zwischen alt und jung, ist das nicht wahr. Wenn sich das Geld das nächste Mal in Luft auflöst, müssen wir nur erkennen, dass kein Jude, kein Russe, kein Amerikaner und keine Generation daran schuld ist. Schuld daran ist das Geld selbst. Es gibt nur Menschen, die verstanden haben, dass unser Geldsystem einen Fehler hat und sie halten diesen fehler geheim, damit sie ihn für sich skrupellos ausnutzen können. Bis heute ist es nicht gelungen, Geld durch Gesetze gerechter zu verteilen. Die Politik ist voll gestopft mit Anwälten, aber es wird immer schlimmer. Wie lange soll es noch dauern, bis das offensichtliche begreifbar wird. Wir müssen unser Geldsystem ändern. Dazu müssen wir einen Jahrtausend alten Generationskonflikt überwinden, denn er trennt Lebenserfahrung von Tatendrang. Um etwas zu ändern, müssen wir aber beides vereinen. Wenn sich Generationen, Volksgruppen und Religionen nicht mehr gegeneinander ausspielen lassen, können wir uns auch auf eine globale Welt freuen. Denn nicht die Globalisierung ist schlecht, sondern der Grund und wie sie geschaffen wurde.


    

Montag, August 04, 2014

Wenn unser Geldsystem keine Verschwörung ist, bleibt es eine Illusion



Wenn in den Medien über andere Denkansätze, zum Beispiel beim Thema Geld, berichtet wird, fällt oft der abwertende Begriff der Verschwörungstheorie. Wenn der Leser diesen Begriff liest, verbindet er sofort etwas negatives damit. Was aber ist eigentlich eine Verschwörung? Der Begriff Verschwörung an sich sagt nichts darüber aus, ob hohe moralische Werte verwirklicht werden sollen oder niedere, eigennützige Motive das Ziel sind. Dem Begriff Verschwörung kann man nur entnehmen, dass es sich um ein heimliches Bündnis mehrerer Personen handelt, die ihre Ziele nicht offen legen. Wenn etwas im geheimen abläuft und man nicht wissen kann, ob man über die wahren Beweggründe getäuscht wird, zieht man allerlei Möglichkeiten in Betracht. Man stellt eine Verschwörungstheorie mit dem Ziel auf, die Wahrheit herauszufinden. Wenn der Begriff Verschwörungstheorie negativ besetzt ist, bedeutet das doch, dass es kein Interesse an der Wahrheit gibt. Wenn die Medien eine Person als Verschwörungstheoretiker bezeichnen, wird sie damit ins Abseits gestellt. Die Suche nach der „Wahrheit" kann aber an sich nichts schlechtes sein. Was mir aber auffällt, ist, dass wir oft miteinander reden und die gleiche Sprache sprechen, uns aber trotzdem nicht verstehen, weil wir zum Beispiel den selben Worten unterschiedliche Bedeutungen geben. Es scheint mir unumstritten, dass wir gesellschaftliche Veränderungen benötigen. Was aber zu ändern ist, scheint nicht kommunizierbar zu sein. Der Grund hierfür ist einfach. Als Folge einer Jahrtausende andauernden Erziehung versuchen wir, Probleme mit Obrigkeitssprache aufzuzeigen, um damit zu beweisen, dass wir über das nötige Fachwissen verfügen. Wer ein Problem mit einfachen Worten beschreibt, wird nicht für voll genommen. Und so sind wir in der Situation, dass die Gelehrten aneinander vorbeireden, ohne dass sie jemand versteht. Und die, die eine Lösung haben aber kein Fachchinesisch reden, als ungebildet abgetan werden.

Streicht man einem Finanzgelehrten seine Fachbegriffe und Fremdwörter aus dem Wortschatz, klingt das, was er erzählt, sofort nach gequirltem Mist. Um dann zu erkennen, was geändert werden muss, bedarf es keiner höheren Schulbildung. Um die Welt zu verstehen, suchen Wissenschaftler seit langen nach dem kleinsten Teilchen. Selbst wenn wir das „Gottesteilchen" finden, erklärt es nicht den Menschen und unser Zusammenleben. Bevor wir das Universum verstehen können, müssen wir erst einmal unsere kleine „Welt" begreifen. Was ist nun das kleinste gemeinsame Teilchen, was unser Zusammenleben garantiert? Mann muss kein Genie sein, um zu erkennen, was hier das kleinste gemeinsame Teilchen ist, um etwas zu ändern. Kommunikation. Eine Regierung oder Partei, die nicht mit dem Volk spricht, kann und wird nichts verändern. Ein Volk, das nicht miteinander spricht, hat sich seinem Schicksal ergeben. Miteinander sprechen bedeutet aber an erster Stelle, eine Sprache zu verwenden, die jeder versteht. Gesetze und Rechtsprechung sind davon Lichtjahre entfernt. Weder die Abgeordneten, die diese Gesetze beschließen, verstehen sie noch das Volk, für die sie gelten. Nicht einmal die Gerichte, die danach urteilen, verstehen die Gesetze, nein, sie interpretieren sie. Die Kette der Interpretation endet erst in der höchsten Instanz. Wenn ein Gesetz unterschiedlich interpretiert werden kann, ist es doch aber ein schlechtes Gesetz. Es verleiht Richtern Macht, die nicht gewollt ist und ermöglicht Missbrauch, den man unterbinden muss. Wir tun es nicht, weil wir unsere Hochbegabung, welche wir noch hatten, bevor wir unser Bildungssystem durchlaufen haben, verloren haben und jetzt so geprägt sind, dass wir nur in vorgegebenen Schemen denken können. Diese Denkmuster haben dazu geführt, dass wir es als normal ansehen, dass Politik nur mit Lobbyisten spricht. Wir glauben, dass das obere 1Prozent die Leistungsträger der Gesellschaft sind. Wir akzeptieren, ohne einen Gedanken darüber zu verschwenden, Aussagen über Rendite und Unbezahlbarkeit. In Wahrheit sind die Vermögen der Superreichen nicht wirklich existent, denn es sind doch eigentlich nur Versprechen auf zukünftige Steuereinnahmen. Die eigentlichen Leistungsträger sind die Bürger und es liegt an uns, ob wir für eine Schuld aufkommen, die eigentlich gar nicht existent ist. Henry Ford hat vor langer Zeit gesagt: Wenn wir das Geldsystem verstünden, gebe es eine Revolution vor morgen früh. Unser Bundespräsident hat diese Aussage sogar in seiner Eröffnungsrede zum 20. deutschen Bankentag zitiert. Was damit gemeint ist, konnte er aber ganz offensichtlich nicht erfassen. Daran können wir erkennen, wie tief unsere Politiker in Denkunmöglichkeiten gefangen sind. Wer sich nur ein wenig für sein Lebensumfeld interessiert, dem ist klar, dass unsere Gesellschaft auseinander driftet. Die Geschichte hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist, ein Weltreich zu erobern. Aber es ist unmöglich, so ein Reich besetzt zu halten. Wenn 1 Prozent der Weltbevölkerung über 99 Prozent der Weltbevölkerung bestimmt, gibt es dafür nur zwei Möglichkeiten. Pure Gewalt oder das Verheimlichen der wahren Ziele. In den letzten zwanzig Jahren verzeichnen wir einen starken Anstieg der Vermögen. Gleichzeitig verzeichnen wir einen starken Anstieg von Armut und Konflikten. Ob hier direkte Zusammenhänge bestehen, wird vielfach bestritten, auch wenn es offensichtlich erscheint. Wenn es aber so ist, sind die Konflikte der Welt die Blutspur des Geldes. Menschen, die miteinander sprechen, schießen nicht aufeinander. Deshalb wird in der Politik vorgegeben, die Konfliktparteien an einen Tisch bringen zu wollen. In Wahrheit wird unsere Welt mit Feindbildern geflutet, um ein miteinander Sprechen unmöglich zu machen und die Bevölkerung in Angststarre zu versetzen. In diesem Zustand sind wir lenkbar. Um den Menschen klar zu machen, dass sie etwas verändern können, gab es von occupy den Slogan: Wir sind die 99%. Da der Erfolg ausblieb, reicht offensichtlich 1% Restgröße aus, um Unsicherheit aufrecht zu erhalten. Seit Jahrzehnten gibt sich die USA als Weltpolizei, die die Welt von Tyrannei befreien will. Jeder amerikanische Präsident beteuert, dass er keinen Krieg will und ihn nur um des Friedens willen führen muss. Hinter den edlen Zielen, wegen denen Krieg geführt wird, verstecken sich aber immer wirtschaftliche Interessen. Wenn man nicht mehr erkennen kann, wo die Fäden zusammenlaufen, weil in Krisen permanent gelogen wird, ist das bedenklich. Wenn man aber nicht einmal mehr darüber nachdenkt, ist es eine Katastrophe.


Sonntag, Juni 29, 2014

▶ Schulden, die ersten 5000 Jahre - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=k2y0mULczzI

25 Jahre friedliche Revolution – Die verpasste Chance, die Welt zu verbessern


25 Jahre ist es nun her, dass die Bürger der DDR die Wende herbeiführten. Auch wenn ich damals mit auf den Ring gegangen bin, wäre es mir nicht einmal ansatzweise in den Sinn gekommen, damit das sozialistische System beseitigen zu können. Bei dem Stand der Militarisierung und der Überwachung durch die Stasi erschien der Gedanke vollkommen abwegig. Wenn später eine große Zahl von Bürgern behauptet, sie hätten das Ende der DDR vorausgesehen oder sogar wissentlich herbeigeführt, halte ich dies für eine glatte Lüge. „Bürgerrechtler" wie Joachim Gauck haben nichts herbeigeführt, sondern sind auf den Zug aufgesprungen als er schon in den Bahnhof eingefahren war. Die Wiedervereinigung wäre sicher anders verlaufen, wenn die handelnden Personen nicht ihre persönlichen Interessen im Auge gehabt hätten. Natürlich kann man sich im Nachhinein ärgern oder sogar wütend sein, aber es ändert nichts. Wenn man ehrlich ist, gehören zu jedem „Geschäft" immer zwei. Zu einem, der betrügt, gehört einer, der sich betrügen lässt. Wenn ich heute wütend bin, dann auf mich selbst, weil ich mich hintergehen lies. Die Frage ist, wie verhindere ich dies für die Zukunft? Vielleicht gehören sie zu denen, die ein Geschäft erst eine Nacht überschlafen. Leider werden sie feststellen, dass sie dies nicht vor langfristigen Fehlern bewahrt. Dazu muss man Zusammenhänge verstehen. Da sich im Kapitalismus alles um Geld dreht, wäre der erste Ansatz zu verstehen was Geld ist und was es bewirkt. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns damit sehr schwer tun. Es ist relativ egal, ob wir das Geldsystem nicht verstehen können oder nicht verstehen wollen. So lange sie es nicht verstehen, werden sie nie eine richtige Entscheidung treffen können. Eine richtige Entscheidung ist aber nicht die Wahl zwischen Gold, Aktien oder Immobilien als Altersvorsorge. Eine richtige Entscheidung ist Krieg, Armut und Hunger zu beseitigen. Was wir dafür machen müssen, darüber wird es unterschiedliche Meinungen geben. Einen Weg kann man aber nur finden, wenn man der Überzeugung ist, dass es einen Weg gibt. Wenn man Krieg, Armut und Hunger für Gott gegeben hält, kann es keinen Ausweg geben. Genau hier kommen wir an dem Punkt an, der mich wütend macht. Der sogenannte „Bürgerrechtler" und ehemaliger Pfarrer Joachim Gauck, welcher heute unser Bundespräsident ist, tritt für eine Militarisierung Deutschlands ein und billigt die Totalüberwachung der Bevölkerung. Damit ermöglicht er genau den Zustand, den wir in der DDR hatten, nämlich den, dass es für abwegig gilt, das System zu beseitigen. Was damals als möglich erschien, waren bestenfalls kleine Verbesserungen, welche deshalb schief gingen, weil wir nicht verstanden haben, was wir verbessern müssen. Es ist schon eine Weile her, dass ich begonnen habe, über das Geldsystem nachzudenken und immer wieder bin ich an einen Punkt gekommen, an dem ich gedacht habe: jetzt hast du es verstanden. Aber immer wieder kommen Fragen auf, die ich nicht beantworten kann. Wenn man Geschichte verstehen will, kommt man an der Bibel nicht vorbei. Aber wie will man die Bibel verstehen, wenn man nichts über die damalige Zeit weiß. Wie will man die Sprache von vor zweitausend Jahren richtig deuten, wenn wir mit der Sprache von drei Generationen vor oder nach uns Probleme haben. Auf der einen Seite verstehen wir nicht, was da geschrieben wird und auf der anderen Seite wird mutwillig falsch berichtet. Vieles, was ich bis jetzt zum Geldsystem gelesen habe, war zwar interessant, aber nicht so aufschlussreich wie David Graebers „Schulden- Die ersten 5000 Jahre". Das erste Mal habe ich das Buch verschlungen und werde es jetzt wohl ein zweites Mal etwas langsamer lesen müssen, um hier und da die Gegenprobe anzutreten. Wenn man nicht von einem Geldsystem, sondern von einem Schuldsystem spricht, wird wahrscheinlich einfacher ersichtlich, was wir ändern müssen. Wenn wir dieses Jahr das fünfundzwanzigste Mal den friedlichen Verlauf der „Revolution" feiern, stellen sich nur die wenigsten die Frage, warum es nicht zu einer gewaltsamen Niederschlagung kam. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass man nur aufgibt, wenn man einer Übermacht gegenübersteht und die eigene Vernichtung droht. Der Gedanke, hunderttausend Menschen mit Kerzen könnten diese Übermacht gewesen sein, erscheint nicht realistisch. Entweder der Sozialismus in der DDR war nicht diktatorisch, sondern eher menschlich, oder ihm stand eine größere Macht gegenüber, die von uns nicht wahrgenommen wurde. Der Gedanke, ob wir eine Unterdrückung beseitigt oder eine größere erschaffen haben, kommt so gut wie niemanden. Egal ob ESM oder TTIP, wir lassen alles geschehen. Wir haben uns freiwillig in die Schuldenknechtschaft begeben.

Mittwoch, Mai 28, 2014

rede_carlo_schmid.pdf

http://www.spd.de/linkableblob/5652/data/rede_carlo_schmid.pdf

▶ Carlo Schmid (SPD): Grundsatzrede vor dem Parlamentarischen Rat (08.09.1948) - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=wzugicAycUs

Volksentscheid - die Vollendung der Gewaltenteilung



Am 21.5. 2014 sendet die ARD, Sternstunde ihres Lebens, einen Film über die Entstehung des Grundgesetzes. Im Film erfahren wir, wie schwierig es war, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz zu verankern. Der Abspann berichtet dann, wie dies bis heute verwirklicht wird. Anhand der Gleichberechtigung kann man erkennen, dass ein Grundgesetz allein unser Leben nicht verbessern kann. Es gibt uns nur die Möglichkeiten in die Hand, diese Verbesserungen herbeizuführen. Leider machen wir davon zu wenig Gebrauch und verlassen uns lieber auf geduldiges Papier. Unser Grundgesetz wurde aus den Lehren des zweiten Weltkrieges geschaffen, um ein solches Ereignis für alle Zeit zu unterbinden. Das ist ungefähr die Vorstellung, welche in unseren Köpfen existiert. Warum ein parlamentarischer Rat und keine verfassungsgebende Versammlung eingesetzt wurde, erfährt der Zuschauer nicht. Die Vor- und Nachteile eines Grundgesetzes oder einer Verfassung bleiben im Dunkeln. Der Film vermittelt den Kampf von Elisabeth Selbert gegen ein veraltetes, geschlechtsspezifisches Rollendenken einer Männer dominierten Gesellschaft. Mit welchen Fragen zur Verwirklichung der Freiheit des deutschen Volkes sich die Abgeordneten beschäftigen mussten, behandelt der Film nicht. Am Anfang des Films erfährt der Zuschauer, dass der parlamentarische Rat auf Initiative der Militärregierung zusammengekommen ist. Dass es Vorgaben gab, was das Grundgesetz enthalten muss und dass der Inhalt der Genehmigung der Militärregierung bedurfte, erfährt der Zuschauer nicht. Was der Zuschauer ebenfalls nicht erfährt, ist, dass den Abgeordneten durchaus bewusst war, dass das Deutsche Reich nicht untergegangen ist und fortbesteht. Außerdem waren sich die Abgeordneten darüber im klaren, dass sie nur eine provisorische Ordnung für ein Staatssegment, im Auftrag der Militärregierung, zu organisieren hatten. Die Souveränität des deutschen Volkes war nicht gegeben.Der § 146 wurde ins Grundgesetz aufgenommen, um dem deutschen Volk die Möglichkeit zu geben, seine Souveränität wieder herzustellen. Vor der Wiedervereinigung erscheint der Rechtsstatus der Bundesrepublik und ihrer Bürger, auch durch Verfassungsgerichtsurteil, noch einigermaßen begreiflich zu sein. Seit der Wende wird dies wesentlich komplizierter. Im Einigungsvertrag wird bewusst auf einen Friedensvertrag verzichtet und obwohl die UN die Feindstaatenklausel für überholt ansieht und auch beschlossen hat, sie bei nächster Gelegenheit zu beseitigen, hat sich diese Gelegenheit in den vergangenen 19 Jahren nicht ergeben. Wir könnten also theoretisch jederzeit ohne Kriegserklärung wieder angegriffen und besetzt werden.Nach dem zweiten Weltkrieg erschien eine Wiederbewaffnung Deutschlands unmöglich. Auch die Bevölkerung wollte dies nicht. Wie schnell man davon abkam ist eigentlich erschreckend. Maßnahmen zur Friedenssicherung, welche im Grundgesetz verankert sind, werden mit Wortspielen umgangen. So nennt man einen Krieg in Deutschland jetzt einfach bewaffneten Konflikt. In Japan kann man ähnliches beobachten. Hier nennt man eine in der Verfassung verbotene Armee einfach Selbstschutzeinheiten. Ein Grundgesetz oder eine Verfassung, die mit einfachen Wortspielen umgangen werden kann, ist aber nichts wert. In Deutschland, wo die Verfassung an die 60 mal geändert wurde, kann man nicht einmal sagen, ob sie überhaupt noch gültig ist, da zur Wiedervereinigung erst der Geltungsbereich des Grundgesetzes aufgehoben wurde und dann noch nicht gegründete Länder einem Grundgesetz ohne Geltungsbereich beigetreten sind. Jeder weiß, dass das deutsche Volk nach Artikel 146GG die Möglichkeit hatte, sich eine neue Verfassung zu geben. Warum dies nicht gemacht wurde, ist Nährstoff für Verschwörungstheorien. Auch wenn in der Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien vermerkt ist, wie ein Gesetz auszusehen hat, sind Gesetze alles andere wie allgemeinverständlich formuliert, wie im § 42 verlangt. Ich höre zwar die Vorträge einzelner Juristen über die Souveränität Deutschlands, ich höre von der Einführung der Todesstrafe in der EU durch den Lissabon-Vertrag. Ich kann dieser Verkettung von Recht aber nicht mehr folgen. Dass man einer Verkettung von Recht aber folgen muss, zeigt das Beispiel der hessischen Landesverfassung. Hier ist die Todesstrafe heute noch verankert. Es wäre sicher mehr als töricht davon auszugehen, dass einfach 65 Jahre Bequemlichkeit hierfür der Grund sind. Unser Grundgesetz sieht im Artikel 20 ein Widerstandsrecht vor. Dieses Widerstandsrecht ist aber nicht in der Lage, eine Diktatur zu verhindern, wenn Politik für den Bürger undurchschaubar bleibt. Gerhard Schröder gab in einem Zeit-Interviewe am 9.3.2014 zu, dass er in Serbien das Völkerrecht „formal“ verletzt hat. Selbst diese Aussage blieb ohne Konsequenzen.Der bekannte Völkerrechtler Prof. Dr. jur. Karl Albrecht Schachtschneider sieht uns Deutsche in der Widerstandslage und betont, dass er dabei friedliche Mittel bevorzugt. Kann ein Jurist in einer Demokratie überhaupt von einer Widerstandslage sprechen? Schließt ein ordentlicher Rechtsweg in einer Demokratie nicht eine Widerstandslage aus? Wenn ein Jurist trotzdem von einer Widerstandslage spricht, kann dies nur bedeuten, dass die Gesetze derart verwoben sind, dass es selbst Staatsrechtlern nicht mehr gelingt, sie zu durchdringen. Verträge, die geheim, ohne parlamentarische Beteiligung, verhandelt werden, Gesetze, die von Politikern beschlossen werden, ohne dass sie diese verstehen oder nicht einmal kennen. Kann der Bürger mit der Wahl einer Partei überhaupt noch wissen, welchen Willen er damit bekundet? Unser Grundgesetz sieht wegen den Lehren aus dem dritten Reich eine Gewaltenteilung vor. Gesetzgebung, Vollziehung und Rechtsprechung sollten von einander getrennt sein. Was man allerdings nicht tat, ist, die Gesetzgebung vom Kapital zu trennen. Adolf Hitler wurde von Bankiers zum Reichskanzler gemacht und ohne ihr Geld hätte es auch keine Judenverfolgung und den zweiten Weltkrieg gegeben. Jedem sollte klar sein, dass, wenn heute Sanktionen z.B. gegen Russland verhängt werden, die Politik dies nur kann, weil sie vom Kapital gewollt sind. Einen Krieg kann man nur verhindern, wenn man die Gewaltenteilung vollendet und die Gesetzgebung vom Kapital trennt. Eine Änderung der Parteifinanzierung reicht aber nicht aus. Unser Geldsystem selbst muss reformiert werden.Da die Politik bei der Gesetzgebung und Grundgesetzänderung unter sich bleibt, kann eine Gewaltentrennung vom Kapital, wenn auch nur begrenzt, nur durch Volksentscheide herbeigeführt werden. Es erscheint mir zwingend erforderlich, einen Volksentscheid auf Bundesebene und EU Ebene durchzusetzen. Mir ist durchaus klar, dass hiermit auch Gefahren verbunden sind. Allein die Tatsache, dass die Finanzierung der Medien in wenigen Händen liegt, kann dafür sorgen, dass ein Volksentscheid zum Bumerang wird. Wichtiger als Wählen ist deshalb eine alternative Berichterstattung, welche erstmals durch das Internet gegeben ist. Eine Alternative zum Volksentscheid wäre die Einführung einer Wahlbefähigungsprüfung. Der Wähler muss politische Kenntnisse nachweisen, um wählen zu dürfen. Da dies mit einer Wahl nicht realisierbar erscheint, bedarf es anscheinend des Widerstandsrechtes. Dass dieses Widerstandsrecht nur friedlich ausgeübt werden kann, in Form von Eingaben und Demonstrationen, scheint selbstverständlich. Es wird nur höchste Zeit, tätig zu werden, denn sonst werden wir von den Ereignissen überrollt. Ich fordere deshalb alle auf, bei ihren Abgeordneten Volksentscheide einzufordern und diesen Willen auch bei den zahlreichen Montagsdemonstrationen öffentlich zu machen.







Mittwoch, April 23, 2014

Ostern - 2000 Jahre Freiheitsbewegung


Ostern-Karfreitag gilt als der höchste christliche Feiertag. Wenn ich einmal vom normalen, menschlichen Empfinden ausgehe, ist die Geburt eines Menschen ein Grund zum feiern, nicht aber sein Tod. Was man an einer über 2000 Jahre überlieferten obrigkeitsbestimmten Geschichtsschreibung glauben kann, sei einmal dahingestellt. Selbst wenn richtig überliefert wurde, ist doch die Frage, ob wir die Überlieferung richtig verstehen. Dass die Bibel nicht wortwörtlich zu verstehen ist, sondern hauptsächlich aus Gleichnissen besteht, sollte eigentlich jedem klar sein. Die Interpretation dieser Gleichnisse ist sozusagen Glaubensfreiheit. Welchen Grund kann es geben, den Tod eines Menschen zu feiern ? Eine Erbschaft wäre für manche sicher ein Grund zum feiern, aber kein Grund für die Menschheit. Den Tod eines Menschen zu feiern oder besser, zu gedenken, kann nur den Grund haben, dass er etwas bewegt hat. Was er bewegte kann man daran erkennen, von wem sein Gedenken gewahrt bleibt. Leider werden Persönlichkeiten auch von Interessengruppen vereinnahmt und zu politischen Zwecken missbraucht. Ein Toter kann sich gegen den Missbrauch seiner Ideale nicht mehr wehren. Ich zweifle daran, ob die heutigen christlichen Ideale noch etwas mit denen eines Jesus Christus und des Urchristentum gemein haben.

Die Wiederauferstehung von Jesus Christus kann nur ein Sinnbild sein. Ich persönlich glaube, dass es drei Tage gedauert hat, bis die Anhänger von Jesus ihre Angststarre wieder verlassen konnten und die bestehenden Verhältnisse weiter zu ändern versuchten. Wie es dazu kam, dass das Christentum von einer „Bürgerrechtsbewegung“ selbst zur „Obrigkeit“ wurde, kann ich nicht sagen. Ich habe die Unterwanderung einer „Friedens-Freiheitsbewegung“ jetzt 2 mal miterlebt, einmal bei der DDR Bürgerrechtsbewegung und einmal bei den Grünen. Wahrscheinlich läuft dieser Prozess seit 2000 Jahren immer gleich ab. Feiern wir mit Ostern das Ende jeder „Bürgerrechtsbewegung“?Das Christentum ist seit 2000 Jahre nicht in der Lage, Frieden und Freiheit für die Menschheit zu stiften. Ich würde behaupten, dass es nicht möglich ist, unter dem Diktat einer Führung etwas gutes zu erreichen. Deshalb ist aber die christliche Idee nicht schlecht, genau wie die Idee einer klassenlosen Gesellschaft nicht schlecht war. Nicht die Ideale sind schlecht, sondern die Führungsstrukturen, die sie vereinnahmen und damit spalten. Sowohl unser Bundespräsident wie auch unsere Kanzlerin sind angeblich christlich geprägt, aber ihre Interpretation der 10 Gebote ist genauso eigenwillig, wie die Interpretation unseres Grundgesetzes. Unser Bundespräsident hat uns 2012 als glückssüchtig bezeichnet. In Wahrheit sind wir leidenssüchtig. Wir lassen uns Zusammenhalt, Zusammengehörigkeitsgefühl und Selbstbestätigung durch Geld nehmen und vegetieren als Konsumenten vor uns hin. Aus diesem Dilemma kann man nicht entkommen, indem man sich irgend welchen Bauernfängern anschließt. Es ist auch völlig überflüssig, auf jemanden wütend zu sein. Alles, was wir als Obrigkeit empfinden, ist, was es ist, nur durch uns. Wenn du willst, dass sich etwas ändert, dann ändere dich selbst.



Freitag, April 11, 2014

▶ 20. Bankentag 2014 - Eröffnungsansprache Dr. Joachim Gauck - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=P1KqSPGC1P0

Da in der schriftlichen Fassung der Rede beim Bundespräsidialamt die Anrede fehlt hier das dazugehörige Video. Ohne Anrede und Körpersprache ist die Rede einfach nicht komplett.


Donnerstag, April 10, 2014

www.bundespraesident.de: Der Bundespräsident / Reden / Eröffnung des 20. Deutschen Bankentages

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2014/04/140409-Bankentag-Eroeffnung.html


Sehr geehrter Herr Bundespräsident,


ich habe Ihre Eröffnungsrede auf dem 20. deutschen Bankentag gelesen. Sie zitieren in Ihrer Rede Henry Ford, aber ich habe den Eindruck, dass Sie nicht die geringste Vorstellung haben, was mit diesem Zitat gemeint ist. Henry Ford meinte damit nicht eine fehlende ökonomische Grundbildung, sondern das Geldsystem an sich. Bevor man über die ökonomischen Zusammenhänge einer Wirtschaftsordnung nachdenken kann, muss man erst einmal verstehen, was Geld ist und wie es entsteht. Sie sagen, es gehört elementar zur Demokratie, sich an der Debatte zu beteiligen. Weiter sagen Sie, politische, auch ökonomische Apathie und Unwissenheit sind gefährlich. Ihre Rede auf dem Bankentag war für die Anwesenden wie ein warmer Regen. Mit einer Debatte, oder dem Anstoß zu einer Debatte, hatte sie leider nichts zu tun.

Das Internet ist voll mit Beiträgen zum Geldsystem. Der einfachste Beitrag ist Fabian der Goldschmied. Es gibt aber auch ein Schülerlehrbuch von der Bundesbank. Vielleicht verstehen Sie dann, was Henry Ford gemeint hat und warum Ihnen eine Bank nicht helfen kann, Schulden zurückzuzahlen. Welche Macht heute von Banken und Finanzmärkten ausgeht, lässt sich nicht an einer Zahl erahnen und sei sie noch so groß. Die Macht der Banken liegt in der Geldschöpfung, alles andere sind nur Zahlen. Banken sind „wichtig“, weil sie Gläubiger und Schuldner erschaffen und nicht, weil sie zwischen ihnen vermitteln. Wenn Sie über Grenzen der Finanzmärkte diskutieren wollen, brauchen Sie keine Bürgerbeteiligung, da die Politik nur den Gegebenheiten hinterher laufen kann. Nur wenn Sie über die Grenzen einer Geldschöpfung diskutieren wollen, macht eine Bürgerbeteiligung Sinn, denn dann legt man Grundlagen und beseitigt nicht nur Schäden. Über Geld reden, würden sicher viele gerne, aber predigen über Geld wollen nur Politiker. Sie sprechen in Ihrer Rede von einem Abbau der Staatsverschuldung. Da Vermögen und Schulden die zwei Seiten ein und der selben Medaille sind, verraten Sie den Bürgern unseres Landes bitte einmal, wessen Vermögen zur Entschuldung des Staates verschwinden soll. In diesem Sinne also: Lassen Sie uns weiter über Geld sprechen.



Mit freundlichen Grüßen



Andreas Teichmann


Dienstag, März 25, 2014

▶ Völkerrechtsbruch - Der Kosovo als Blaupause für die Krim - Schröder 09.03.2014 - Bananenrepublik - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=keWZofL30So

▶ Nato Gipfel Chicago: Kriegsveteranen werfen ihre Orden weg - 24.5.12 - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=tegH7IRkMWc#t=546

▶ KenFM im Gespräch mit: Willy Wimmer - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=faL4zRUdQTA

Die westliche Staatengemeinschaft fordert weitere Sanktionen gegen
Wladimir Putin und das von ihm geführte Russland. Grundsätzlich führen
Sanktionen immer zur Vertiefung des Grabens zwischen den
Konfliktparteien. Sie treffen eher die Zivilbevölkerung denn die
politische Kaste, und tragen in der Regel zur Eskalation eines
Konfliktes bei. (Nachdenkseiten)

Samstag, Februar 08, 2014

Club 2 auf ORF2- Krise ?

http://www.yourepeat.com/watch/?v=4XeNEOg31ZE

Banken (überwachung) am Pranger:Inkompetenz Betrug oder systemische Krise?

http://www.franzhoermann.com/downloads/bankenampranger.pdf


Erst wenn die Bevölkerung selbst ihr Währungssystem erzeugen (und in demokratischer Form damit auch jederzeit, bei Bedarf, wieder verändern) kann, ist potentiellen Diktatoren DAS zentrale Instrument der Unterdrückung und Fremdsteuerung entzogen, welches die Kulturen dieses Planeten seit Jahrtausenden in seinen Klauen hält.Davon abgesehen kann auch nur ein Geldsystem, welches von sämtlichen Menschen (unabhängig von sozialer Schicht, Bildungsstand etc.) VERSTANDEN wird, zurecht jenes Vertrauen erzeugen, welches selbst wieder die unabdingbare Voraussetzung für ein nachhaltig funktionierendes Wirtschaftssystem darstellt.“



Mittwoch, Januar 15, 2014

▶ ZUKUNFTSBANKEN - präsentiert von PROF. DR. FRANZ HÖRMANN von HUMAN WAY - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=LPUgmd3yVV8

▶ AFD Kiel: Vortrag von Prof. Dr. Schachtschneider am 29.8.2013 - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=stR8m1JD6-k

Gegenblende – Das Debattenmagazin | Ausgabe 25: Januar/Februar 2014 | Warum der neoliberal radikalisierte Kapitalismus nun auch die Qualität der Technik zu ruinieren beginnt

http://www.gegenblende.de/++co++1e74bb7e-7c5e-11e3-96bf-52540066f352

"Im Kapitalismus stehen sich zwei Denkweisen und Methoden gegenüber und
oft im Konflikt: Die der Ingenieure, die es mit den Naturgesetzen der
Chemie und Physik zu tun haben, die man nicht umgehen kann und darüber
hinaus den Tücken der Praxis ausgesetzt sind, die sich immer anders
entwickelt, als die Theorie und die Berechnung es vorsieht. Auf der
anderen Seite stehen die Ökonomen, die nach den von Menschen gemachten
„Gesetzen" des Marktes, der Konkurrenz und der Rendite als einzigem
Erfolgskriterium eines Unternehmens arbeiten."

Montag, Januar 06, 2014

▶ KenFM über: WERDET MILITANT! Stephan Hessel- YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=QUqppJRDVgk&feature=player_embedded

Jede angestrebte Veränderung ist ohne Gewalt durchsetzbar, denn wir sind
zahlenmäßig hoffnungslos überlegen.

Sonntag, Januar 05, 2014

Samstag, Januar 04, 2014

Die Gesellschaft im Würgegriff

In der print-Ausgabe der LVZ erschien am 4./5.01.14 auf der Titelseite ein Artikel: Waterloo fürs Money. Hier wird darüber berichtet, dass Björn Ulvaeus von ABBA sich für die Abschaffung von Bargeld einsetzt. Leider ist der Artikel in der online Ausgabe nicht verfügbar. Die Art des Artikels ist aber durchaus bemerkenswert und lässt den Leser im Ungewissen, ob es sich um einen Klatschbeitrag handelt oder gezielte Einflussnahme. In anderen Medien erfährt man noch etwas zu den Beweggründen von Björn Ulvaeus und es ist sogar Kritik erkennbar. Was eine bargeldlose Welt aber bedeuten kann, wird natürlich nicht thematisiert. Um einer Kritik überhaupt folgen zu können, benötigt man Kenntnis über unser Geldsystem. Als Einstieg in die Materie kann ich nur wiederholt das youtube Video „Fabian der Goldschmied" empfehlen. Mit den Enthüllungen von Eduard Snowden, der Kenntnis über die Sammelwut von Konsumentengewohnheiten mit Paypal-Karten usw. usw. sollte jedem klar sein, dass dies der totale Überwachungsstaat ist. Ob Björn Ulvaeus mit der Geldabschaffung das Verbrechen bekämpfen will oder ob er doch nur Werbeträger für ein Kreditkartenunternehmen ist, spielt gar keine Rolle. Es geht hier nicht um die Glaubwürdigkeit einer Einzelperson, sondern darum, was die Abschaffung von Bargeld bewirkt. Kann man mit dem Offenlegen von Geldströmen Verbrechen verhindern? Dass die Oma ihrem „Hartz-IV Enkel" 50 € zusteckt, ohne dass diese angegeben werden, kann zweifellos unterbunden werden. Wie sieht es aber mit den Kapitalverbrechen aus. An der Energiebörse wird so oft hin und her verkauft, dass niemand mehr weiß, wo der Strom eigentlich herkam und Mehrwertsteuer erstattet wird, die niemals gezahlt wurde. Eine Bargeldabschaffung verhindert kein Verbrechen, sondern sie liefert nicht nur den Kleinbetrüger dem „Kapital"verbrecher aus.



http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/money-money-money-abba-star-fuer-abschaffung-des-bargelds-12736131.html



http://kurier.at/wirtschaft/finanzen/money-money-money-abba-star-ruft-zum-bargeld-boykott-auf/43.966.498

Dienstag, Dezember 31, 2013

Liebe Leser,


hin und wieder kommen mir Gedanken über die Funktion unseres Gehirns, die Art unseres Denkens. Dass Unternehmen uns mit Hilfe von Psychologen Kaufentscheidungen erleichtern wollen, ist durchaus bekannt. Markennamen sind viel Geld wert, weil der Aufwand, sie fest in unseren Köpfen zu verankern, viel Geld kostet. Informationen über die Funktion unseres Gehirns in Bezug auf Entscheidungsprozesse sind durchaus jedem zugänglich. Trotzdem ist uns oft nicht bewusst, dass wir gezielt in die falsche Richtung geschickt werden können. Von dem Einfluss der Lügen auf unser Leben ist vieles schon sprichwörtlich geworden. Das Benennen von Lügen unserer Zeit erhob einige Menschen zu großen Köpfen der Geschichte. Wir zitieren sie zwar, machen uns ihre Erfahrung aber nicht zu eigen. Wenn man für einen Gedanken ein passendes Zitat einer Persönlichkeit sucht, findet man dies auch. Es ist aber leider keine Bestätigung für die Richtigkeit des eigenen Gedankens. Mir ist aufgefallen, dass es in Unkenntnis der Herkunft von Zitaten unmöglich ist, sie einer Zeit, geschweige denn einer Person, zuzuordnen. Selbst das zuordnen zu einer politischen Haltung gelingt nicht. Wenn Leute auf der Straße Auszüge aus einem Parteiprogramm nicht einer Partei zuordnen können, was für Rückschlüsse soll man daraus ziehen. Dass wir gesagtes nicht zuordnen können, liegt nicht an einer Jahrhundert andauernden Politikverdrossenheit. Es liegt daran, dass Worte nichts mit Taten gemein haben. Trotz alledem vertrauen wir nach wie vor auf Worte. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, hier steht kein Wort, das ohne geschichtliche Kenntnis von Taten Misstrauen rechtfertigt. Es wird wahrscheinlich sogar Wähler gegeben haben, die sie für sozialistisch gehalten haben. Mann kann keinen Menschen an seinen Titeln und Worten messen, sondern an seinen Taten. Davon sind wir Lichtjahre entfernt. Unsere Gesellschaft basiert auf einer großen Lüge. Die Etikentenschwindel der großen Parteien sind dagegen unbedeutend. Wenn in diesem Land christliche und sozialdemokratische Parteien regieren würden, gäbe es keinen Grund für ein Unbehagen. Die Taten der Parteien sagen etwas anderes aus. Kein Herrscher führt sein Volk ohne ideologische Vorbereitung in einen Krieg. Würden wir diese hinterfragen, gebe es weder den Krieg noch einen Fortbestand der Herrschaft. Ich wünsche Ihnen im neuen Jahr weniger gute Worte und mehr gute Taten.

Sonntag, Dezember 29, 2013

▶ Die Rentenlügner - Rentenangst - Der Kampf um die Altersversorgung - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=Zqa-e5cK-6s#t=2616

Leibrentenversicherung auf ein Leben mit aufgeschobener Rentenzahlung, wahlweiser Rentengarantiezeit und Beitragsrückgewähr nach Tarif.... mit dem Recht auf planmäßige Erhöhung


Beginn der Versicherung 1994

Ablauf der Beitragszahlungsdauer 2025

Rentenzahlungsbeginn (Ablauf der Aufschubzeit) 2025

Beginn/Ablauf der Rentengarantiezeit 2025/2030

Monatliche Altersrente


Für den Beginn des Versicherungsschutzes ist auch §1 AVB maßgebend.


Zusätzlich zu den hier angegebenen garantierten Leistungen besteht Versicherungsschutz aus der Überschußbeteiligung .


Im Film hören sie „Der Vorstand hat beschlossen keine Überschußbeteiligung zu zahlen". Was dann bleibt sind 29 Jahre sparen für eine Rentengarantie von 5 Jahren. Leider ist das nicht der schlimmste Fall. 


Montag, November 11, 2013

Unser Finanzsystem wird erneut zusammenbrechen, ohne zu wissen warum, gibt es keinen Neuanfang, sondern eine Fortsetzung

Ökonomie ist nicht wirklich eine Wissenschaft, sondern eher eine Glaubenslehre. Die Marktwirtschaftslehren sind nicht einheitlich, weil von unterschiedlichen Funktionsweisen unseres Geldsystems ausgegangen wird. Wenn es keinen Konsens darüber gibt, was Geld eigentlich ist, kann es logischerweise keine Einigkeit darüber geben, was daraus erfolgt. Wir diskutieren darüber, ob das Glas halb voll oder halb leer ist und bemerken dabei gar nicht, dass das Glas gar keine Rolle spielt. Es geht um den Inhalt und da ist halb voll oder halb leer einfach die Hälfte eines ganzen. Halb voll oder halb leer wird es erst in Verbindung mit einer Stimmungslage oder einer Tätigkeit (eingießen, austrinken - abnehmend, zunehmend). Beim Geldsystem ist die Sache wesentlich komplizierter.

Hier sind wir nicht einmal in der Lage, mit der Festlegung auf eine Stimmungslage, zwischen halb voll oder halb leer zu unterscheiden, weil auch noch das Glas flexibel erscheint. Hier handelt es sich aber nicht um Taschenspielertricks eines Zauberers, der mit einem Glas mit doppeltem Boden arbeitet, sondern um Betrug. Die meisten Vorhersagen eines Zusammenbrechens unseres Geldsystems sind mit einer Anlageempfehlung verbunden. Auf einen genauen Termin für ein Zusammenbrechen wollen sich aber die wenigsten festlegen. Der Grund dafür ist ganz einfach. Wann unser Geldsystem zusammenbricht hängt von uns ab. Eine Totalüberwachung dient nicht der Terrorismusbekämpfung, sondern der Meinungsbeeinflussung. Um die nächste Stufe der Ausbeutung zu erklimmen, müssen wir 100% kontrollierbar sein. Die meisten Staaten sind schon hoffnungslos überschuldet und zahlen ihre Kredite mit neuen Krediten. In solchen Lagen brachen in den vergangen Jahrhunderten Kriege aus. Das Verteidigen von Besitztümern mit militärischen Mitteln hat durch die Aufrüstung eine Grenze erreicht. Hinzu kommt, dass der Gegner etwas ungreifbares geworden ist. Die Welt ist bei den „Märkten“ verschuldet. Keine Armee kann die „Märkte“ angreifen, das können nur wir, die Verbraucher, gegen die ein Überwachungskrieg geführt wird. Ziel ist es, die Möglichkeit zu nehmen, die „Märkte“ anzugreifen. Dazu wird als erstes den Nationalstaaten jede Gestaltungsmöglichkeit genommen. Die Einführung des Euro hat die einzelnen Nationalstaaten der Eurozone den „Märkten“ ausgeliefert. Wer sich in Abhängigkeit befindet, kann sich einer Strafe nicht entziehen und muss tun, was von ihm verlangt wird. Privatisierung wird so einfach erzwungen, Überzeugung ist nicht mehr nötig. Die Verbraucher werden mit Arbeitslosigkeit und Existenzangst unter Druck gesetzt, dass sie nur noch mit sich beschäftigt sind und resignieren. Es ist völlig klar, dass unser Finanzsystem zusammenbrechen wird. Alles was daraus erfolgt ist jedoch völlig unklar. Leider wird hier jede Menge Energie mit Überlegungen verschwendet, Geld vor einem Zusammenbruch zu retten. Dabei ist dies gar nicht möglich, denn der Sinn eines Finanzcrashs ist nun einmal die Geldentwertung. Wenn alle in Gold anlegen, gibt es ein Goldverbot. Wenn alle Immobilien besitzen, eine Zwangshypothek usw. usw. . Wer überlegt, sein Geld zu retten, legt damit schon den Grundstein für den nächsten Systemzusammenbruch. Die Überlegung muss sein: wie verhindern wir einen neuen Zusammenbruch, oder wie beseitigt man ein exponentielles System, oder wie beseitigt man Konsumzwang. Es ist klar, es wird einen Zusammenbruch des Geldsystems und einen „Neustart“ geben. Wenn sie bei der nächsten Autoreparatur sicher sind, dass ihr Auto ein neues Teil braucht und nicht nur ein neuer Sportwagen des Werkstattbesitzers abgezahlt werden muss oder Lebensmittel keine Gifte mehr enthalten und bedenkenlos konsumiert werden können, erst dann gab es einen Neuanfang. Es reicht nicht für ein kapitalistisches System, neue Namen wie Marktwirtschaft oder soziale Marktwirtschaft zu verwenden. Neue Begriffe schaffen genauso wenig Verbesserung wie ansteigende Kontostände, die trotzdem einen Kaufkraftverlust bedeuten. Mit einem Geldsystem Verteilungsgerechtigkeit zu gewährleisten, ist mehr als schwer. Das positive an Geld soll ja sein, dass es die Entwicklung vorantreibt. Wenn es ein gesundes Streben nach Gewinn gäbe, träfe das möglicherweise zu. Die Gier zerstört aber mehr als sie schafft. Wir befinden uns im Moment in einer Phase, in der kein wirklich wirtschaftlicher Fortschritt mehr stattfindet. Warum wird in letzter Zeit keine Arbeitskraft durch Maschinen und Roboter ersetzt. Die Antwort ist ganz einfach. Die Löhne sind so niedrig, dass es sich nicht lohnt, menschliche Arbeitskraft durch Maschinen zu ersetzen. Es ist im Moment auch nicht gewollt, uns mehr Freizeit zu verschaffen, in der wir über Verteilungsgerechtigkeit nachdenken können. Von früh bis spät arbeiten und trotzdem auf keinen grünen Zweig kommen schafft eine resignierende Bevölkerung. Es gibt zur Zeit keinen Fortschritt in der Welt, außer bei der Privatisierung. Die These, dass steigende Löhne oder ein Mindestlohn Arbeitsplätze vernichten, ist nur die halbe Wahrheit. Eine Arbeit, die nötig ist, kann man nicht wegfallen lassen, nur weil es eine Gehaltserhöhung gab. Ja, der Gewinn wird kleiner. Und wenn der Gewinn aufgebraucht ist, gibt es wieder Fortschritt mit Ersatz von menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen. In einer gerechten Gesellschaft führt das aber nicht zu Arbeitslosigkeit, sondern zu Freizeit. Es scheint mir töricht zu sein, die Förderung von Fortschritt durch Geld in der Vergangenheit, auf die Zukunft zu übertragen. Jeder Dünger fördert das Wachstum nur so lange, bis das Feld über düngt ist. Nehmen wir das Glas weg, das eine Flüssigkeit einengt, gibt es kein halb voll oder halb leer mehr. Die Flüssigkeit wird zu einem ganzen, die sich gleichmäßig verteilt. Das einzige, was wir also tun müssen, ist, das einengende eines „Glases“ hinter uns zu lassen. Geld hat keinen Wert, sondern ist lediglich ein Symbol dafür. Die positiven Effekte, die Geld einmal hatte, sind auch schon lange nicht mehr vorhanden. Zur Vereinfachung eines Tauschhandels wird es nicht mehr benötigt. In der DDR gab es regen Tauschhandel, der allerdings auf einem Mangel beruhte. Eines hat er aber gezeigt, man kann Waren ohne Geld über lange Ketten tauschen. Auch Wohnungen wurden damals getauscht und das stellenweise mit über zwanzig beteiligten. All das haben die DDR Bürger ohne Internet und Smartphone App geschafft und zwar mit Telefon, Zeitungsanzeigen und der guten alten Post. Wofür man damals viel Zeit brauchte, könnte heute eine App in Sekunden erledigen. Geld war ein großer Fortschritt, der überflüssig geworden ist. Wenn „Geld“ in Bruchteilen von Sekunden mehrfach um den Globus geschickt wird, ist das keine Revolution im Börsenhandel. Nein, es ist eine Revolution im Warenhandel. Wir haben es nur nicht begriffen, weil wir immer noch in halb voll oder halb leer denken. Geld ist nur Symbol, es vermehrt sich nicht ohne Arbeitskraft. Wenn Arbeitskraft im Überfluss vorhanden ist, kann niemals Geld fehlen. Geld hat sich nicht weiterentwickelt, es charakterisiert eine Zweiklassengesellschaft. Es ist kein Fortschritt, sondern Zwangsjacke für gesellschaftliche Entwicklung. Wenn wir in der Lage sind, in Bruchteilen einer Sekunde Symbole um den Globus zu tauschen, können wir auch Waren tauschen. Geld ist ein unnötiger Zwischenschritt, der Arbeitskraft verschwendet.


Max Planck sagte:

Irrlehren der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie durch neue Erkenntnisse abgelöst werden, weil nicht nur die alten Professoren, sondern auch deren Schüler aussterben müssen.

Es wird höchste Zeit, die Irrlehre zu erkennen. Denn niemand weiß, ob die Menschheit noch 50 Jahre hat. Im Moment sind wir noch Meilen von dieser Erkenntnis entfernt, denn die Gesellschaft entwickelt sich zurück und selbst der Nationalsozialismus erscheint wieder möglich. Vor den zu heute lächerlichen Überwachungsmöglichkeiten der Staatssicherheit hatten wir Angst. Ein vielfaches davon macht uns aber heute keine Sorge. Für alle, die es nicht begreifen wollen, es geht nicht darum, ob man etwas in der Vergangenheit zu verbergen hat, sondern es geht darum, was man in der Zukunft gestalten darf.


▶ WSI-Herbstforum 2012 - Hat Politik noch eine Chance gegen Krisenursachen und Krisenfolgen? - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=4Hm2tLJkiHw&feature=youtu.be

Sonntag, Oktober 13, 2013

50 Jahre ohne Feuerwerk


Ein 50ster Geburtstag wird groß gefeiert, aber warum eigentlich. Weil es die Hälfte unseres Lebens ist? Wohl eher nicht. Gerade Männer, welche nicht in Wohlstand leben, schaffen es oft gerade einmal bis zur Rente. Der 50ste ist eine Leistungsschau, was habe ich erreicht im Leben. „Mann“ zeigt, was man sich leisten kann, ein Ständchen vom Kammerorchester mit Opernsängerin oder Stripperin und Bier bis zur Besinnungslosigkeit. Was habe ich mit fünfzig erreicht? Haus, Auto, Boot, Pferd? Für meine Verhältnisse kann ich stolz auf das erreichte sein, zumal jeder „Stein“ mit eigenen Händen geschaffen wurde. Nur zufrieden bin ich nicht. Es ist aber nicht der Wohlstand, sondern die Lebensumstände, mit denen ich nicht zufrieden bin. Die Jagd nach Wohlstand ist es, die uns vom Weg abbringt. Bis 1989 war ich zu jung und wusste nur, was ich nicht wollte. Ein klares, politisches Ziel hatte ich aber nicht vor Augen. Die DDR irgendwie verbessern, wozu der christliche Glaube prädestiniert erschien. Als Pfarresssohn glaubte ich an christliche Nächstenliebe. Eine andere Meinung hatte natürlich Einfluss auf das Fortkommen, als Repressalien habe ich es nicht empfunden. Dass man mich aus Mangel an Mitgliedschaften in diversen Organisationen der DDR von bestimmten Veranstaltungen aus schloss und ich z.B. bei Gewerkschaftsversammlungen als einziger weiterarbeiten musste, war eine logische Konsequenz. Der Unterschied zu heute ist, dass ich auch heute noch als gesellschaftlich untragbar gelte, nur sagt es mir heute keiner mehr offen ins Gesicht. Dass man als Christ einen großen Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung in der DDR nehmen konnte, zeigt die friedliche Revolution sehr deutlich. Auch wenn ich mich nicht von der anfänglichen Euphorie anstecken lies, mein Begrüßungsgeld sausen lies und erst nach 18 Monaten das erste Mal in den Westen fuhr, habe ich mich von der Freude über die Einheit blenden lassen. Dann kamen sehr schnell Existenzängste und die lähmen den Verstand mehr wie jede Droge. Das einzige, auf das ich heute noch ein wenig stolz sein kann, ist, dass ich Helmut Kohl nicht gewählt habe. Das ist aber nicht wirklich viel für ein halbes Jahrhundert. Ich möchte die DDR nicht besser machen, als sie war, aber was hat sich für uns wirklich verändert!? Was nützt Meinungsfreiheit, wenn keiner mehr zuhört. Was nützt Umweltschutz, wenn er nicht für alle gilt. Was nützen demokratische Wahlen, wenn sie nichts ändern können? Was nützt Reisefreiheit, wenn man Hartz IV bezieht. Die schlimmste Erfahrung meines Lebens war definitiv nicht die DDR, sondern Hartz IV. Der Kapitalismus kann nur mit ständigem Wachstum überleben, dass dies auf Grund begrenzter Ressourcen unmöglich ist, muss jedem klar sein. Wir brauchen über kurz oder lang eine Gesellschaft, die gerecht und sparsam mit unseren Ressourcen umgeht. Wer glaubt, dass dies im Kapitalismus möglich ist, glaubt auch an den Osterhasen. Da das Wort Sozialismus bzw. Kommunismus durch die Medien Angstschweiß auslöst, nennen wir es gerechte Marktwirtschaft ohne Finanzbedarf. Leider werden wir die Ketten der Existenzangst nicht los, um einen geordneten Übergang zu schaffen. Aber eines Tages wird die Wut der Hoffnungslosigkeit diese Ketten sprengen. Auf Blut eine gerechte Gesellschaft zu schaffen, ist aber sehr schwer und ich hoffe sehnsüchtig, dass wir rechtzeitig aus unserer Angststarre erwachen. 50 Jahre sind kein Grund zum feiern, wenn die Gewissheit für die Zukunft der Nachkommen fehlt. Wer unser Geldsystem versteht, sieht darin keine Zukunft. Geld vergiftet die Welt und die Menschen. Leider habe ich dies 20 Jahre zu spät erkannt. Bis es die Mehrheit erkennt, wird noch viel Zeit vergehen. Ein Fukushima reicht auf jeden Fall nicht aus, denn die Zusammenhänge und Folgen von Katastrophen werden weiter verschwiegen. Keine Regierung wird kommen und sagen: wir müssen weniger verbrauchen, denn wir zerstören unsere Lebensgrundlage. Nein, wir sollen gebrauchsfähige Produkte wegwerfen, um Energie einzusparen, die bei der Herstellung schon verbraucht wurde. 50 Jahre sind kein Grund zum feiern, aber der Zeitpunkt, sich etwas zu wünschen. Mein Wunsch ist es, dass wir erfahren, was unser Lebensstil der Billigprodukte weltweit anrichtet. Unser Gewissen soll sich nicht mit Unwissenheit schützen können. Wenn wir nicht zur Nächstenliebe fähig sind, müssen wir fähig sein, Menschen leiden zu sehen. Der Kapitalismus ist ein Verdrängungswettbewerb, den es nur noch gibt, weil hier nicht nur Reich Arm verdrängt, sondern auch jede Verantwortung erfolgreich verdrängt wird. Der Wunsch nach Wahrheit darf nicht Verfassung gefährdend sein, und damit auch nicht strafbar. Jeder kann diesen Wunsch haben und er führt automatisch zur Beseitigung der aktuellen Grundordnung. Allerdings gibt es mehr als einen Entwicklungsweg. Den in Richtung einer gerechten, demokratischen Marktwirtschaft, um das schlimme Wort nicht zu benutzen, und den Faschismus. Auch wenn es die meisten nicht wahr haben wollen, das Ende der DDR war ein Rückschritt. Allem Anschein nach wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Das Bestreben einer absoluten Überwachung zeigt eindeutig, welche Entwicklung angestrebt wird. Es ist nur noch ein ganz kleiner Schritt zum Faschismus und damit wird die Wahrheit strafbar. Dieser kleine Schritt ist der wahrscheinliche, weil auch im Faschismus Vorteile genutzt werden können und Vorteile sind uns nun einmal wichtiger als Gerechtigkeit. Aus diesem Grund wünsche ich mir, dass unser Gewissen mit den Folgen dieser Vorteile belastet wird. Wenn aus Mutti die totale Merkel wird und wir es trotzdem wollen, dann soll es so sein.




Samstag, September 07, 2013

Ein klares Nein zum Krieg ist die beste Sicherung ihrer Sparvermögen

Es ist sehr erfreulich, dass sich in den Leserkommentaren und Umfragen ein anderes Bild darstellt, als in den Medien. Es mag unbegreiflich erscheinen, warum wir auf einen dritten Weltkrieg zusteuern, ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Dazu muss man erst einmal den Grund erkennen. Eigentlich spielt es gar keine Rolle, wer für den Giftgaseinsatz verantwortlich ist, denn er ist sowieso nur Vorwand. Anderen Ortes gab es für einen Giftgaseinsatz nur eine Rüge. Unser Geldsystem hat einen systemischen Fehler, der im Youtube Video „Fabian der Goldschmied“ für jeden verständlich erklärt wird. Die Finanzkrise ist kein Zufall, sondern mathematisch berechenbar. Unser Geldsystem bricht wegen der Exponentialfunktion des Zinses regelmäßig zusammen und wird durch Inflation, Zwangsabgaben oder Krieg regelmäßig korrigiert.

Dass diese Korrektur bereits überfällig ist, dazu finden sie im Internet genügend Meinungen. Darunter auch zahlreiche angesehene Professoren. Es ist allerdings nicht so, dass wir dem völlig ohnmächtig gegenüberstehen. Genau genommen entscheiden wir mit unserem Umgang mit Geld, ob es Krieg gibt oder nicht. Dazu müssen sie aber erst einmal den Willen aufbringen, unser Geldsystem zu verstehen. Aus einem Pfennig werden in 2000 Jahren mit Zins und Zinses Zins Milliarden von Erdkugeln in purem Gold. Das ist einfache Mathematik, der Rest braucht etwas Ausdauer. Krieg oder Inflation sind uns sicher, denn es fehlt uns ganz offensichtlich der Mut, richtig zu wählen. Ich habe mir das TV Duell der Spitzenkandidaten angesehen. Wenn es da um Mehrbelastungen geht, fordert uns die Kanzlerin auch ganz schnell auf, genau hin zu hören. Inzwischen haben selbst die Angst vor Mehrbelastung, die nicht einmal Einkommenssteuer zahlen. Wenn die Mehrbelastung bei einem zu versteuernden Einkommen von 100.000€ 1.380€ ausmacht, ist es doch wohl kaum der „Mittelstand“, der sich dagegen auflehnen muss. Wenn es Krieg im Nahen Osten gibt, ist es völlig egal, ob wir daran direkt beteiligt sind oder nicht. Wir werden mit steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen dafür bezahlen. Damit ist eine Unterstützung eines Kriegseinsatzes ein direkter Angriff auf die Sparvermögen der Bürger. Unsere Bundeskanzlerin wird nicht müde zu beteuern, dass deutsche Sparanlagen sicher sind. Auch im TV Duell hat sie das wiederholt. Das ist aber eine glatte Lüge. Auch unsere Generation wird für den Fehler im Geldsystem bezahlen. Krieg ist die einfachste Form, die Schuld anderen zuzuweisen und deshalb wird es Krieg geben. Natürlich wird sich Mutti dann wieder für uns einsetzen und verhindern, dass sich die Energiekosten verzehnfachen. Wenn sich die Energiepreise nur verdreifachen, ist das ein großer Erfolg der Bundesregierung. Es kommt nicht darauf an, genau hin zu hören, was eine Partei sagt, sondern darauf, was sie nicht sagt. Wer sagt denn, dass das kapitalistische System auf Grund eines Fehlers im Geldsystem zum Scheitern verurteilt ist? Eine Partei, die dies nicht erkannt hat, kann weder ihre Spareinlagen sichern noch Krieg verhindern. Es gibt eine ganz einfache Antwort auf die Sicherung der Sparvermögen. Die Sparvermögen können nicht sicher sein, weil sie zum großen Teil gar nicht vorhanden sind. Wenn sie keine Golddeckung besitzen, ist es egal, ob sie ihr Erspartes aus einem Arbeitsverhältnis in der Produktion oder mit Spekulation an der Börse erworben haben. Beides ist gleich viel wert. So gesehen hat sich Arbeit im Kapitalismus noch nie gelohnt. Was ist das für ein Leistungsanreiz, für einen Wohlstand im Alter zu sparen, wenn man für die Sicherheit dieses Sparvermögens richtig wählen muss. Wenn wir CDU wählen sollen, damit unsere Sparvermögen sicher sind, gibt man doch indirekt zu, dass sie es nicht sind. Wie kann man gleichzeitig versichern, dass die Spareinlagen sicher sind und auf der anderen Seite Angst schüren, dass dies bei anderen Parteien nicht der Fall ist. Was ist der große Unterschied zwischen den „Einheitsparteien“? Die Unterschiede sind in Wahrheit so unbedeutend, dass sie keine Alternative bieten. Sie werden uns aber vorgespielt, damit wir im Fall von Unzufriedenheit und unpopulären Entscheidungen eine Scheinalternative haben. Die wahren Alternativen werden von der „Einheitspartei“ Deutschlands als regierungsunfähig abgestempelt. Ein klares Nein zum Krieg ist die beste Sicherung ihrer Sparvermögen.

http://denkprovokation.blogspot.de/2013/04/die-deutschen-spareinlagen-sind-sicher.html
Denkprovokation: Die deutschen Spareinlagen sind sicher !

Sonntag, September 01, 2013

Wir wollen keinen Krieg

Ein Krieg gehört nicht zu den Grundbedürfnissen eines Menschen. Deshalb muss ein Krieg ideologisch vorbereitet werden. Nicht ohne Grund heißt es, das, was im Krieg zuerst stirbt, ist die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass die Menschen keinen Krieg wollen. Selbst in einer Demokratie dürfen wir aber nicht darüber entscheiden. Wenn wir unsere Stimme in der Wahlurne beerdigt haben, kann die Regierung machen was sie will. Laut Umfragen ist in den westlichen Ländern die Mehrheit der Bevölkerung gegen einen Krieg mit Syrien. Nun spielt es in einer Demokratie schon lange keine Rolle mehr, was das Volk will. Die Regierungen setzen sich schon seit langer Zeit über den Volkswillen hinweg, wie zum Beispiel in Deutschland über den Mindestlohn. Jetzt wird dies aber noch übertroffen und der Unterschied zu einer Diktatur schmilzt dahin. Das Britische Unterhaus stimmte gegen einen Kriegseinsatz. Was ein völlig normaler Vorgang in einer Demokratie wäre, wird in den Medien als Niederlage bezeichnet. Die Konsequenz aus der Ablehnung ist eine Umbildung des Unterhauses wegen fehlender Parteidisziplin. Was bitte ist denn mit dem freien Willen der Abgeordneten. Mit welchem Recht urteilen wir über andere Länder, wenn unsere Abgeordneten nicht aufs Volk hören und unsere Präsidenten nicht auf ihre Abgeordneten. Es ist der Gipfel der Unverschämtheit, dieses System anderen aufzuzwingen. Bevor wir anderen Demokratie aufzwingen wollen, sollten wir sie erst einmal im eigenen Land wieder herstellen. Noch haben wir die Möglichkeit, im eigenen Land wieder Demokratie ohne Waffen herzustellen. Dieses Zeitfenster schließt sich aber zusehends. Premierminister David Cameron zeigt uns, was Fraktionsdisziplin bedeutet. Hier von einer Demokratie zu sprechen, ist absurd. Ein Abgeordneter ist schon lange nicht mehr dem Volk oder seinem Gewissen verpflichtet, sondern der Obrigkeit, den Kreditgebern der Länder.

Sonntag, August 04, 2013

Die Völkerrechtslage in Deutschland, Stellungnahme des unabhängigen Völkerrechtlers Prof. Dr. jur.,Bracht

http://www.volksgewerkschaft.de/download/voelkerrecht-von-prof-dr-jur-bracht.pdf

Dieses Rechtssystem ist eine einzige Lüge, nicht weil es meinem persönlichen Empfinden widerspricht, sondern weil es gegensätzliche Meinungen, sogar von Juraprofessoren, zulässt. Wie soll man sich auf den Rechtsstaat verlassen, wenn selbst die, die das Recht unterrichten, in der Auslegung unterschiedlicher Meinung sind (Demonstrationsrecht Stuttgart 21). Wenn Gesetze nötig sind, um zwischenmenschliche Beziehungen zu regeln, müssen sie dann nicht auch von den Menschen verstanden werden können? Wenn Gesetze nicht mehr verstanden werden, verlieren sie nicht ihre eigentliche Funktion? Gesetze bestimmen nicht für uns, sondern über uns, was auch der Grund ist, warum wir sie nicht verstehen dürfen. Ich würde den aktuellen Vorgang der Demokratisierung mit der Christianisierung vergleichen. Die Verfahrensweise ist die gleiche, die angewandten Mittel ähnlich. Nur zählt weder das Volk Gottes zu den glücklichsten Menschen der Erde, noch das Volk des Dollars. Die glücklichen Menschen werden ausgerottet oder zu „Wohlstand und Demokratie“ bekehrt. Jeder, der erkennt, auf dem falschen Weg zu sein, hat die moralische Pflicht, sein Wissen zu teilen. Whistleblower müssten in einer demokratischen Gesellschaft eigentlich vom Staat geschützt werden. Sie werden aber nicht geschützt. Im Fall Edward Snowden wurde von den USA zugesichert, den Whistleblower nicht zu töten oder zu foltern. Ein Land, das eine derartige Erklärung abgeben muss, ist kein demokratisches Land und kann kein Vorbild für die Welt sein. Der Fall Gustl Mollath ist ähnlich. Nach 7 Jahren Psychiatrie hält nicht nur die Bevölkerung, sondern auch große Teile der Justiz, Mollath für unschuldig. Trotzdem ist es nicht möglich, den Mann auf freien Fuß zu setzen. Was ist das für ein Rechtsstaat, wenn man ein Wiederaufnahmeverfahren derart hinauszögern kann. Dieses Rechtssystem dient nicht dem Bürger, sondern dem Kapital. Es wird Zeit, Recht verständlich zu machen, damit das Gesetz wieder eine Schutzwirkung für den Bürger einnimmt. Wenn ich nicht mehr nachvollziehen kann, ob die BRD überhaupt als Staat existiert, liegt der Fehler nicht in der Frage.



Schachtschneider-Lissab-Klage

http://www.kaschachtschneider.de/files/Schachtschn-Lissab-Klage.pdf

Reichskonkordat – Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskonkordat

Donnerstag, August 01, 2013

Akten zur Vorgeschichte der Bundesrepublik Deutschland: 1945-1949. Januar ... - Google Books

http://books.google.de/books?id=iut2UbD8bmwC&pg=PA256&lpg=PA256&dq=milit%C3%A4rregierungsgesetz&source=bl&ots=fWupD4xos-&sig=7A9W-xsR7X7T7arV5sOszQiNOhg&hl=de&sa=X&ei=nEP6UfSPKcbptQbJsIDgBQ&redir_esc=y#v=onepage&q=milit%C3%A4rregierungsgesetz&f=false

KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Befehlsverweigerung-Afghanistan)

http://kenfm.de/blog/2013/07/21/philip-klever/

Dass ein junger Mensch bei der Berufswahl einen Fehler begeht, ist nichts schlimmes. Wenn man sein Leben für 12 Jahre in Stein meißelt, sollte man sich allerdings sehr sicher sein. Einerseits tut es mir Leid, dass Herrn Klever nicht vor Dienstantritt die Tragweite seiner Entscheidung bewusst war. Andererseits ist es gut, weil Zweifel auch in der Truppe vorhanden sein müssen. Das Schlimme ist, Herr Klever wird für seine Zweifel wahrscheinlich einen hohen Preis zahlen. Ich finde keine Zahlen zu Befehlsverweigerungen im dritten Reich oder der DDR. Die Risiken waren auf jeden Fall höher wie heute und trotzdem gab es anscheinend wesentlich mehr Befehlsverweigerungen. Sie werden jetzt entgegnen, wir leben ja auch in einem Rechtsstaat, wo es keine Gründe für Befehlsverweigerung gibt. Wenn es diese Gründe nicht gibt, sollte man annehmen, dass in einem demokratischen Rechtssaat Zweifel an einem Einsatzbefehl besprochen und aufgeklärt werden. Dies ist aber nicht der Fall, sondern Zweifel beenden eine Karriere und das „Immunsystem“ entfernt dich. Einer rechtlichen Aufarbeitung geht man mit Rücknahme des Befehls aus dem Weg. Das Umfeld schaut weg und hofft, nicht mit hineingezogen zu werden. Auch wenn Vergleiche mit Diktaturen immer Entsetzen auslösen, sind sie nicht abwegig. Der Mensch bleibt auch nach einem Regierungswechsel der gleiche und wir wissen wozu wir fähig sind. Nach Millionen von Kriegstoten sind die Gewissen immer noch käuflich. Die Hemmschwelle für Unrecht liegt hinter dem eigenen Wohlstand. Wenn Menschen berechtigte Fragen stellen oder Missstände öffentlich machen, kriminalisieren wir sie oder erklären sie für verrückt. Oberleutnant Philip Klever musste sich nach seiner Befehlsverweigerung, nach Afghanistan zu gehen, einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen. Die Einweisungen in psychiatrische Einrichtungen nehmen ständig zu, obwohl sich Behandlungsmöglichkeiten angeblich verbessern.Auch wenn wir kurz vor dem Aussterben der Altnazis noch einmal Prozesse anstreben, haben wir trotzdem immer noch 80 Millionen Wegseher im Land. Ich habe keine Angst vor den Tätern, sondern vor den Mitläufern und Wegsehern. Sie sind es, die alles möglich machen. Der Überwachungsstaat schafft keine Sicherheit, sondern Angst sich einzumischen. Diese Angst ist es, die Diktaturen ermöglicht.






stoersender.tv exklusiv: neuer HVB-Skandal - Rudolf Schmenger im Interview - Episode 9 - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=jMoHQy-CPwI&feature=youtu.be

Überwachungsstaat - Was ist das? - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=iHlzsURb0WI

Der Kapitalismus verteilt keinen Reichtum, sondern überwacht die Armut

Der entscheidende Unterschied zwischen einem Computer und einem menschlichen Gehirn ist nicht die Verarbeitungsgeschwindigkeit oder das Speichervermögen, sondern logisches Denken, die Daten auf mögliche Fehler zu untersuchen. Informationen, die nicht eingegeben werden, können in beiden Systemen nicht verarbeitet werden, das Gehirn kann aber erkennen, dass Informationen fehlen müssen und danach suchen. Während Computer sich rasend schnell entwickeln, stagniert das Gehirn. Das menschliche Gehirn ist von einer Datenflut überfordert. Es kann nicht alle Probleme auf einmal lösen. Ein begrenztes Gebiet können wir überblicken, aber eben nicht alles. Deshalb greifen wir auf Erfahrungen zurück oder verlassen uns auf andere. Die einfachste Methode, den Menschen keine unangenehmen Fragen stellen zu lassen, ist, falsche Schwerpunkte zu setzen. So beschäftigen wir uns mit Problemen der Zukunft und lassen die Probleme der Gegenwart unbeachtet. Obwohl Informationen über wichtige Gegenwartsprobleme vorhanden sind, werden sie auf Grund falscher Prioritäten und begrenzter Verarbeitungsmöglichkeit nicht erkannt. Bevor die Welt global war, wurden Erfindungen oft gleichzeitig entwickelt, ohne dass man vom jeweils anderen wusste. Daran ist nichts ungewöhnliches, denn für die Lösung eines Problems gibt es manchmal nur einen Weg. Warum geht aber die Entwicklung heute so schleppend voran, obwohl wir bis in die entlegensten Gebiete vernetzt sind. Ist die Frage, ob wir Probleme richtig erkennen oder ob die Lösungswege falsch sein könnten, nicht etwas ganz natürliches. Wie kommt es heute dazu, dass Zweifel so einfach als Verschwörungstheorien abgetan werden? Viele Erfindungen beruhen auf zufälligen Beobachtungen. Diese Beobachtungen sind oft vor jedermanns Augen, nur stellt sich nicht für alle die Frage nach dem warum. Ohne ein simples warum kann man nicht erkennen, was um uns herum passiert. Bis zur richtigen Antwort ist der Weg oft sehr lang und steinig, heute sagt man auch unbezahlbar. Die richtige Lösung kann aber niemals unbezahlbar sein. Es ist völlig unerheblich, welchen Lösungsweg man einschlägt, es kommt auf das Ziel an. Dieses Ziel ist für alle Menschen gleich, egal welcher Weltanschauungen sie angehören. Deshalb kann es auch keine unüberbrückbaren Hindernisse geben. Wenn man erst einmal begonnen hat, das Problem zu erkennen, ist der erste Schritt getan. Was also hindert uns an einem friedlichen Zusammenleben?Der erste Schritt bei mir war die Erkenntnis, dass der Dollar keine Staatswährung ist, sondern Privatgeld. Damit brach mein Weltbild zusammen und es blieben Fragen, zu denen täglich neue kommen. Eine Antwort auf alle Fragen werden ich wahrscheinlich nie finden. Das erscheint schon deshalb unmöglich, weil das Thema zu komplex ist. Oft werden Antworten mit Professorentiteln ausgeschmückt, was sie aber nicht richtiger machen. Der Professorentitel ist kein Beweis für Unfehlbarkeit. Außerdem gibt es ganz offenbar eine nicht ganz unerhebliche Zahl von Akademikern, deren Titel nicht auf eigenem Wissen beruht. Deshalb sollte man sich nie von einem Titel blenden lassen, sondern immer auch Gegenthesen recherchieren.Wenn eine Meinung in allen Medien vertreten wird, für mich aber unverständlich ist, sollte man nicht von Dominanz auf Richtigkeit schließen. Viele von uns wissen, dass es ihnen nicht gut geht. Dazu reicht der einfache blick ins Portemonnaie. Trotzdem schaffen Zahlen, Statistiken und Professorentiteln Zweifel an der eigenen Wahrnehmung. Der einfache Grund, warum es trotz großen Wissens und weltweiter Vernetzung nicht mit der Lösung der Probleme der Menschheit voran geht, ist ein ganz einfacher. Der größte Teil der Forschung ist militärisch. Mit anderen Worten, der größte Teil der Forschungsgelder wird für Machterhalt ausgegeben. Wie ein Gehirn funktioniert, war als erstes fürs Militär interessant, um den Gegner einzuschüchtern und unter Stress zu setzen. Später kam das Wissen der Industrie zu Gute und lässt uns Sachen kaufen, die wir nicht wollen. Jetzt, wo Krieg nicht mehr hauptsächlich auf Schlachtfeldern ausgetragen wird, sondern mit Krediten, wird das Wissen über unser Gehirn dazu verwendet, uns zu überfordern und in die falsche Richtung zu schicken. Wenn es ein oder mehrere Überwachungsprogramme gibt, ist die entscheidende Frage nicht, wer hat davon gewusst und was wurde damit gemacht, sondern was wird damit herausgefunden. Ich glaube nicht, dass es Wirtschaftsspionage ist, die mit den Überwachungsprogrammen betrieben wird. Wirtschaftsgeheimnisse werden für Geld frei Haus geliefert. Die Überwachungsprogramme wurden geschaffen, um die Programme zu überprüfen, mit denen wir gelenkt werden. Da es nicht möglich ist, jede E-Mail zu lesen oder jedes Telefonat mitzuhören, um festzustellen was wir denken, gibt es den gefällt mir und gefällt mir nicht Button. So wird einfach und schnell erfasst, ob wir wie gewünscht auf Meldungen reagieren. Der Mensch geht zu 90 Prozent von seinem eigenen Handeln aus. Um zu verstehen, was hier passiert, kann man nicht von sich ausgehen, sondern sie müssen denken wie jene, die von Gier besessen sind und dafür töten. Jede Erfindung ist nur solange gut, wie sie nicht in falsche Hände gelangt. Wenn PayPal, Facebook, Kreditvergabe, Medien usw. in falschen Händen sind, werden sie zusammengefasst zum größten Übel. Was ich vom Erfolg zahlreicher Internetdienste halte und was ich von der Werbung in diesem Zusammenhang denke, habe ich im vorigen Beitrag geschrieben. Hier möchte ich noch kurz die Wirtschaftlichkeit ansprechen. Wenn viele Projekte, z.B. im Umweltschutz, wegen Unwirtschaftlichkeit nicht realisiert werden, was genau bedeutet das. Ist Wirtschaftlichkeit etwas, was für alle Menschen gleich gilt? Wirtschaftlichkeit berechnet sich aus der Sicht des Produzenten. Die Glühlampe, die ewig hält, ist aus Sicht des Verbrauchers wirtschaftlich, aber nicht aus Sicht des Herstellers. Für zehn Prozent ist unsere Welt wirtschaftlich, für den Rest aber nicht.Im Kapitalismus gibt es keine Geschenke. Was also ist es, was Facebook und PayPal „wirtschaftlich“ macht? Wir denken, dass alles zu unserem Vorteil geschieht und rechnen dabei in einer Einheit, die keinen naturwissenschaftlichen Bezug hat. Auch wenn der Eindruck erweckt wird, man könne für Geld verlässliche Berechnungen anstellen, ist das nicht der Fall. Auftretende Fehler in den Berechnungen erklären wir mit der Chaos Theorie. Auch wenn das alles im einzelnen nicht mehr zu verstehen ist, verstehen wir das Ganze. Vielleicht erinnern sie sich noch an die Kampagne „Du bist Deutschland“ und dass der Flügelschlag eines Schmetterlings Bäume entwurzeln kann. Das bedeutet doch aber auch, dass alles was wir tun der Anstoß für Veränderungen sein kann.