Mittwoch, Juni 26, 2013

Warum wählen ?


„Helden“ von heute sind die Staatsfeinde von morgen. Das ist auch der Grund, warum ein „Machtwechsel“ so schwierig ist. Keine Regierung handelte bis jetzt wirklich im Interesse des Volkes, strafrechtliche Verfolgung ist deshalb nie auszuschließen. Macht wird deshalb fast immer mit allen verfügbaren Mitteln verteidigt. Allgemein heißt es, aus Schaden wird man klug. Vielleicht gibt es endlich genug Schaden, um zur Vernunft zu kommen und endlich einen neuen Weg einzuschlagen. Fehlender Hochwasserschutz ist nicht das schlimmste, was uns passieren kann. Da gibt es weit schlimmeres. Gegen das Grundgesetz verstoßende „Stabilisierungseinsätze“ der Bundeswehr für eine glückssüchtige Gesellschaft, Bankenrettung, Staatsverschuldung, Finanzfaschismus; unsäglich alberne Demonstranten, die mit Wasserwerfern und Pfefferspray zu Verstand gebracht werden müssen; Zwangspensionierung von Steuerfahndern oder das Mundtod machen von Gustl Mollath durch das Wegsperren in die Psychiatrie; Ermittlungspannen; V Leute, die Straftaten begehen; versehentliches Akten vernichten; verpfuschte Bauaufträge; Affären, so weit das Auge reicht und am Ende ist der Ausweg Privatisierung. Wasser ist heimtückisch, manchmal spült es einzelne Demonstranten weg und manchmal ganze Regierungen. Machen sie doch einmal eine Bestandsaufnahme von dem, was sie sich wünschen und was diesen Wünschen im Wege steht und sie werden sehen, es sind keine Naturgewalten. Die Politik hat angesichts des Hochwassers zu mehr Solidarität aufgerufen. Allerdings soll unsere Solidarität nichts ändern, sondern dafür sorgen, dass alles beim alten bleibt. Im Wahljahr haben wir wieder drei Möglichkeiten. 1. wir wählen wieder Versprechen, die nicht gehalten werden; 2. wir wählen eine Partei, die etwas verändern will aber vielleicht dabei scheitert; oder 3. wir wählen einfach gar nicht. Es gibt vorhersehbare Katastrophen und unvorhersehbare Katastrophen. Während wir Beschlüsse, fassen die sich auf die Temperaturvorhersage in 50 Jahren beziehen, ist es mit Beschlüssen über Maßnahmen bereits erreichterWasserstände“ schwieriger. Bei den Umweltschutzauflagen im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung spricht man ja gerne von den Schäden, die eine Temperaturerhöhung von x Grad verursacht. Wie man das errechnen soll, ist mir allerdings rätselhaft. Was ich allerdings ganz gut ausrechnen kann ist der Nutzen für die Automobilindustrie durch die Abwrackprämie. Das ausschlaggebende ist nicht die Sinnhaftigkeit, sondern was für ein Gewinn eine Maßnahme abwirft. Der Gewinn ist in unser aller Interesse, auch im Interesse des Bankangestellten, bis sein Arbeitsplatz wegen des Gewinns wegrationalisiert wird. Diese Vorkommnisse sind nicht unvorhersehbar, genauso wie Hochwasser vorhersehbar ist. Unvorhersehbar ist etwas, wenn man die Augen fest verschlossen hält oder konsequent weg sieht. Genau das machen wir mit Vorliebe. Wer konnte denn ahnen, dass soziale Spannungen eine Gefahr darstellen und Wasserwerfer und Pfefferspray undemokratisch sind. Wenn die Demokratie in Scherben liegt, können wir sagen: ich bin nicht schuld, die habe ich nicht gewählt. Treten sie doch endlich für ihre Interessen ein. In Deutschland gibt es grob 800.000 Millionäre und 2,5 Millionen Alkoholiker. Ich würde sagen, die Interessen werden im Bundestag nicht richtig vertreten. Sieht man sich die Bevölkerung an, fällt schnell auf, dass wir eine geteilte Gesellschaft sind und zwar in: Ost und West; arm und reich oder richtiger fleißig und faul; in Schuldner und Gläubiger; in Zinszahler und Zinsempfänger; in Wähler und Nichtwähler; in Mann und Frau; in krank und gesund; in Ausländer und Einheimische; in Hartz IV und Leistungsträger; in arbeitslos und überarbeitet; in Beamte und Angestellte; in Leiharbeiter und Stammbelegschaft; in unbefristet, befristet und Praktikant; in versichert und unversichert; in alt und jung; in Autofahrer und Radfahrer; in studiert und unstudiert; in schwul und hetero; in Pazifisten und Soldaten; in Katholiken und Protestanten; in Gläubige und Ungläubige; in rechts und links; in Raucher und Nichtraucher; in Drogensüchtige und Partykoksschnüffler; in hoffnungslose und hoffnungsvolle. Natürlich können nicht alle Interessen gleich berücksichtigt werden. In einer Demokratie passiert so etwas mehrheitlich. Die Mehrheit geht aber nicht wählen. Viele sind der Meinung, es gäbe keine wählbare Alternative. Von mir aus soll es so sein, es gibt aber wenigstens eine Opposition. Vielleicht können sie keine sofortige Veränderung für ihr Leben wählen, aber zumindest können sie wählen, bei der nächsten Demonstration, auf der sie ihre Wünsche kund tun wollen, nicht mit Wasserwerfer und Tränengas begrüßt zu werden. Ob sie es wahr haben wollen oder nicht, wir sind eine geteilte Gesellschaft und werden gegeneinander ausgespielt und aufgehetzt. Egal ob es um den Finanzkapitalismus, ein Bauprojekt, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften oder Religion geht, Unruhen gibt es auf fast allen Demonstrationen. Diese Intoleranz kommt nicht von allein, sondern wird geschürt. Wenn sie nicht eines Tages zu den Verfolgten gehören wollen, gehen sie endlich wählen. Es geht nicht darum, eine Partei zu wählen, die sofort alle Probleme löst, sondern darum, die gesellschaftliche Spaltung nicht weiter zu treiben und schrittweise zu beseitigen. Wenn sie sich nicht mit Politik beschäftigen wollen, benutzen sie den „Wahl-O-Mat“ im Internet. Damit können sie besser entscheiden, was zu ihnen passt, als mit der Sonderausgabe der Bildzeitung. Die einzige Minderheit, die weltweit eine Lobby besitzt, ist die der Reichen. Für die anderen steht Freiheit, Gleichheit, Solidarität im Parteigrundsatzprogramm. Da die Medien fest in der Hand von Gesellschaftsspaltern sind, wird ihnen keine andere Wahl bleiben, als sich eigene Gedanken zu machen. Es reicht nicht aus, Parteien nach Etikett zu wählen, sondern man muss auf die Inhaltsstoffe sehen. Den größten Etikettenschwindel gibt es nicht in der Lebensmittelbranche, sondern in der Politik. Leider haben wir hier kein Rückgaberecht. Wie viele Menschen kennen sie, die gar keine Lebensmittel mehr zu sich nehmen, weil man nicht sicher sein kann, ob sie schaden? Keinen, denn so kann man ein Problem nicht lösen.

Staatsgeheimnis Bankenrettung - 2013 ARTE , Harald Schumann

http://www.youtube.com/watch?v=mAlCqbod9Qc




Rede von John F. Kennedy vor Zeitungsverlegern am 27 April 1961 (Original und Übersetzung)

http://anfy.wordpress.com/2008/06/11/rede-von-john-f-kennedy-vor-zeitungsverlegern-am-27-april-1961-original-und-ubersetzung/


So spektakulär die Reportage auch ist, die wichtigste Frage der Bankenrettung wird nicht gestellt. Wer sind die Gläubiger der Banken und was machen die mit den Milliarden, dass es keine Inflation gibt? Es gibt viele ungeklärte Fragen, deren Antworten schon Verschwörungstheorien sind, bevor sie überhaupt gegeben werden. Viele Fragen werden aber gar nicht erst gestellt. „Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht“(Thomas Jefferson). Ob Gustl Mollath diesen Satz nach sieben Jahren Psychiatrie unterschreiben möchte, wage ich zu bezweifeln. Die Wahrheiten steht nicht von alleine aufrecht, sondern sie braucht viele Unterstützer. Vielleicht gibt es dann auch wieder einmal einen amerikanischen Präsidenten, der sich an die Wahrheit traut.





Mittwoch, Mai 29, 2013

Hartz IV Empfänger haben niedrigen CO2 Ausstoß


Wie lange ist es eigentlich her, dass ein sparsames Auto uncool war und nicht einmal die angesehene westdeutsche Hausfrau eine „überdachte Zündkerze“ zum Einkauf nutzen durfte. In den 80er /90er Jahren war Energie sparen noch nicht angesagt. Anfangs war es auch nur etwas für „Ökos“ und ist inzwischen in der breiten Bevölkerung angekommen. Der Energieverbrauch hat sich in unser Gewissen eingegraben. Werbewirksam werden Geräte nach Energieklassen eingeteilt und Energie gespart was das Zeug hält. Nur sinkt der Energieverbrauch nicht, sondern er steigt und steigt. Fast alle werben heute mit Energieverbrauch, CO2 Ausstoß oder, kurz gesagt, mit dem guten Gewissen. Ganz egal was sie machen, sie können immer etwas für ihr gutes Gewissen tun. Sie können Eier von glücklichen Hühnern kaufen, Kaffee aus fairem Handel, sie können sich betrinken und gleichzeitig krebskranken Kindern helfen oder 1 Quadratmeter Regenwald retten, sie können die Banane CO2 neutral kaufen oder mit 10 Pfennig mehr ein Herz für den Erzeuger haben. Ganz egal was sie brauchen oder benutzen, V12 Motor oder Zwieback, es gibt alles auch fürs gute Gewissen. Natürlich gibt es auch das Gegenteil, das schlechte Gewissen. Dieses wird genauso gepflegt, wie das Gute. Deshalb wissen wir, was bei der Herstellung eines Kilos Fleisch, oder einer Hose, an Wasser verbraucht wird, oder aller wie viel Sekunden ein Mensch verhungert oder sich ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet. Wenn in den Medien von Wasserverbrauch gesprochen wird, könnte man meinen, das Wasser bleibt verschwunden. Das Wasser verschwindet aber weder in der Kuh noch in der Hose, es kommt immer wieder zurück. Nur ist es dann eben kein „Wasser“ mehr, sondern ein Gemisch von Antibiotika, Schädlingsbekämpfungsmitteln und wer weiß was sonst noch für ein Dreck. Wasser sparen als Lösung macht da keinen Sinn und ist auch nicht gewollt. Wir sollen nur höhere Preise für privatisiertes Wasser akzeptieren, weil es ja knapp ist. Mit Hilfe des schlechten Gewissens lassen sich höhere Preise durchsetzen und sogar die Qualität kann dabei noch abnehmen. Für Verhütungsmittel braucht man bald kein Rezept mehr, man trinkt einfach jeden Tag einen halben Liter Wasser und wenn man krank wird, sind im Hähnchen genügend Antibiotika. Das gute und das schlechte Gewissen dient dazu, uns zu richtigen Verbrauchern zu machen. Wir konsumieren für unser gutes Gewissen mehr und tauschen den alten elektrischen Dosenöffner gegen ein Solarmodell. Dann wird noch schnell das schlechte Gewissen ins Spiel gebracht und wir bezahlen freiwillig mehr, bei sinkender Qualität, weil bei der Herstellung des Produktes Brand- und Arbeitsschutz eingehalten werden und die Arbeiter so viel verdienen, dass sie nicht aus Verzweiflung vom Fabrikdach springen. Fast alles, was uns erzählt wird, ist einfach nur Scheiße. Gestern waren wir noch an minderwertigen Lebensmitteln schuld, weil wir nicht bereit sind, mehr zu bezahlen. Heute bereichern sich Zwischenhändler durch illegale Preisabsprachen und verkaufen Lebensmittel stark überteuert. Da kann ich nur sagen: lieber Pferd in der Lasagne, als Esel an der Regierung. Wir haben ja dieses Jahr wieder einmal die Wahl. Wie in den Jahren davor, werden wir genauso wählen, wie wir unsere Einkaufsentscheidungen treffen: ohne Verstand. Wenn es ihnen schon nicht mehr auf Qualität ankommt, bedenken sie, dass dicke Menschen mehr Energie und Wasser verbrauchen und außerdem einen höheren CO2 und Methanausstoß haben. So etwas wollen sie doch nicht wählen?

Montag, Mai 27, 2013

Der „böse Gauck“ und das Netz | Sprachlog

http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/kultur/2012-02-21/der-boese-gauck-und-das-netz

Warum es Steueroasen gibt


Die Offshore- Leaks Enthüllungen sind noch nicht so lange her. Nach ein paar Tagen großer Aufregung kehrte wieder Ruhe ein und wir beschäftigten uns lieber nur noch mit dem Fall Hoeneß. Nachdem sich die Medien anfangs standhaft gegen die Herausgabe der Offshore- Leaks Dateien an die Behörden geweigert hatten, wurden diese später den Behörden zugespielt. In der Politik wird uns jetzt vorgespielt, dass man nun gemeinsam handeln, Steueroasen austrocknen und die Steuerhinterzieher bestrafen will. Glauben kann das aber nur, wer das System nicht verstanden hat. Ich habe hier schon oft das Youtube Video Fabian der Goldschmied empfohlen. Erst wenn man das Geldsystem begriffen hat, kann man sich Gedanken über die Hochfinanz machen. Wer sich freut, dass es jetzt Steuerhinterziehern an den Kragen gehen soll, hat sich keine Gedanken über die Steuerhinterziehung gemacht. Die Steuerparadiese sind kein heimlicher Sparstrumpf reicher Leute, sondern Gewinn versprechende Anlagemöglichkeiten die Geld nicht verstecken, sondern für die Finanzindustrie offenlegen. Es geht hier nicht darum zu verhindern, Steuern zu zahlen, sondern darum, Zinsen einzunehmen, damit das Geld mehr wird. Wenn sich so etwas am Markt etablieren kann, besteht Interesse der Märkte daran. Steueroasen gibt es nicht, weil es im Interesse der Steuersparer ist. Das Interesse am Steuern sparen gibt es wahrscheinlich solange wie es Geld – Steuern gibt. Wie lange ist es her, da war Schwarzgeld noch Bargeld, was bei Selbstständigen in Tresoren lag. Diese Methode Steuern zu sparen war nicht nur sehr einfach, sie war außerdem noch viel sicherer als die heutigen. Eines war diese Methode des Steuersparens aber ganz und gar nicht, im Interesse von Banken und Kapitalbesitzern. Wenn sie unser Geldsystem verstehen, macht es jetzt ganz laut klick bei ihnen. Steueroasen gibt es nicht, weil die Steuersünder ein Interesse daran haben, sondern die Banken. Auf dem Weg zum bargeldlosen Zahlungsverkehr, was die einzige Möglichkeit ist, unser Geldsystem noch eine Weile in der gewünschten Weise am Laufen zu halten, ist Schwarzgeld im Tresor mehr als störend. Wenn das System durch Bargeldrückhaltung ins Wanken gerät, werden Gewinnversprechen abgegeben. Als kleine Leute ihr Geld nicht zur Bank brachten oder abhoben gab es das letzte mal 4,5- 5 % aufs Festgeld. Für das große Geld verspracht man in Steueroasen weit mehr. Wenn ein Junge von einem anderen das Fahrrad haben will und verspricht ihm dafür in einem Jahr drei, was würde der wohl sagen? Du hast gar keine drei Fahrräder. Kinder besitzen noch etwas, das den Erwachsenen verloren gegangen ist. Wir wählen seit Ewigkeiten Menschen, die uns erzählen, was sie uns alles geben wollen, statt denen zu vertrauen, die sagen, was sie uns wegnehmen müssen. Es ist gewollt, dass Fußballer Millionen verdienen. Es gibt nicht ohne Grund das gleiche Waschmittel in 10 verschiedenen Verpackungen. All das geschieht, weil Gier Hirn frisst. So kauft jede Generation aufs neue Scheiße als Bonbon, man muss nur behaupten, es wäre ein Sonderangebot. Der Kapitalismus verspricht Reichtum für alle. Was aber ist Reichtum? So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich ist das Empfinden für Reichtum und Wohlstand. Das wird uns aber nach und nach aberzogen. Der Glaube von Zins und Wachstum wird zur Weltreligion. Dafür brauchen wir die Hoffnung, prominent und reich zu werden. Die Hoffnung, dazu zu gehören, liefert uns den „Märkten“ aus. Auch die Steuerparadiese sind nichts anderes als eine Auslieferung. Viele sind mit ihrer Situation unzufrieden. Einige wollen etwas ändern, geben aber früher oder später auf. Das Aufbegehren mit Demonstrationen kostet Kraft, Freizeit und auch Geld, was niemand lange durchhält. Deshalb ist Warren Buffett auch der Meinung, dass die Reichen den Klassenkampf gewinnen. Es gibt aber auch eine Möglichkeit, sich aufzulehnen, die unkompliziert ist, ihnen keine großen Umstände macht und kein Geld kostet. Bezahlen sie einfach alles was geht mit Bargeld. Wenn viele mitmachen, wird es nicht lange dauern und sie bekommen bei Kartenzahlung Prozente und mehr Paypalpunkte. Es gibt keine Geschenke im Kapitalismus, nicht in Steueroasen und nicht bei Sonderangeboten. Es gibt inzwischen viele, die über den Fehler im kapitalistischen System nachdenken. Das System hat aber keinen Fehler, es funktioniert genau wie es soll. Das, was wir für Fehler halten, ist Kalkül. Die Hoffnung, dass Steueroasen abgeschafft werden, ist albern. Abgeschafft wird, was nicht mehr gebraucht wird. Wenn es keine Steueroasen mehr gibt, ist es auch vorbei mit den A, B, C, D, E- Prommis. Dann ist alles aufgeteilt und wir brauchen die Hoffnung des Aufstiegs nicht mehr. Dann gibt es nur noch die Karriere als Blockwart. Mann kann die Ungerechtigkeit im kapitalistischen System aber durchaus beseitigen. Der Schritt ist aber größer als der zum Sozialismus. Der Sozialismus ist nicht wirklich eine neue Gesellschaftsform, sondern ein gezügelter Kapitalismus. Für eine neue Gesellschaftsform bedarf es eines neuen Menschen. Der Sozialismus ist deshalb nur eine Übergangsform zu einer neuen Gesellschaftsform, denn auch im Sozialismus richtet sich Eigeninteresse gegen Allgemeininteresse. Erst wenn es kein Geld mehr gibt, wird das Einzelindividuum nicht gegen das Allgemeinwohl handeln. Im Moment werden zirka 20 Prozent der Bevölkerung gebraucht, um alle nötigen Konsumgüter herzustellen. Die restlichen 80 Prozent werden marktwirtschaftlich nicht benötigt. Nicht die neue Gesellschaftsform ist Utopie, sondern dass es in der alten besser werden kann. Der Druck auf die Bevölkerung (Löhne) wird nicht aufrecht gehalten, weil 80 Prozent nicht in der Produktion gebraucht werden, sondern weil wir uns mit „Eigeninteresse“ selbst schaden. Reich werden ist aber kein Eigeninteresse, sondern Fremdinteresse. Im Fall Hoeneß ist es auch einfach zu begreifen. Das Fußballergehirn kommt nicht von alleine auf verschlungene Anlagemöglichkeiten. Das waren Anlageberater. Wer glaubt, dass es fremde Menschen gibt, die uns helfen reich zu werden, dem ist nicht mehr zu helfen. Die Anlageberater sind weder besonders schlaue noch gute Menschen. Sie sind Strohmänner, die gierig genug sind, sich selbst zu schaden. Es werden sicher bald ein Paar Steuerhinterzieher belangt, als nächstes ein Paar Anlageberater. Völlig unbescholten bleiben nur die, in deren Interesse gehandelt wird.










Sonntag, Mai 26, 2013

Fließendes Geld in der Geschichte - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=wr-NaT4t5e8


Liste von Kriegen – Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen


300 Jahre Frieden, 100 kirchliche Feiertage im Jahr, höchstens 20 Stunden Arbeit pro Woche. Besonders der Hundertjährige Krieg war sehr friedlich . Die Bevölkerungszahlen erholten sich schon Anfang des 16. Jahrhunderts von den Hungersnöten und Seuchen der Blütezeit. War das eine schöne Zeit.


DE - Comparison study EP-US Congress (WWW).pdf


aufbau einer kontinentumfassenden
demokratie
US Kongress
Europäisches Parlament
Aufgaben und Kosten



http://www.europarl.europa.eu/the-secretary-general/resource/static/files//2013/DE%20-%20Comparison%20study%20EP-US%20Congress%20%28WWW%29.pdf

Donnerstag, Mai 09, 2013

Wie werden wir in Zukunft leben ?


Das deutsche Bild der Zukunft ist das der schwäbischen Hausfrau. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Wir sparen und sparen, um es später besser zu haben. Unser Erspartes liegt aber nicht sicher auf der Bank und wartet darauf, uns einen beschaulichen Lebensabend zu ermöglichen, sondern es wird nicht selten hochspekulativ in der ganzen Welt angelegt und ist deshalb alles andere als sicher. Wenn es um Anlageberatung geht, macht man daraus auch kein Geheimnis, sondern rät ihnen offen, wegen des Ausfallrisikos, zu einer breiten Streuung des Vermögens in Gold, Immobilien, Aktien, Derivate usw. Der kleine Sparer, der das Geld für die Spekulanten liefert, ist nicht breit aufgestellt und trägt das Ausfallrisiko, wenn das Währungssystem wieder einmal zusammenbricht. Die Spareinlagen fürs Alter sind also nicht das, was man sicher nennen kann, auch wenn es unsere Kanzlerin beteuert. In armen Ländern ist die Absicherung fürs Alter die familiäre Versorgung. Selbst diese Versorgung kann ausfallen, durch hohe Kinder-Sterblichkeitsraten und, nicht zu vergessen, Krieg. Eine gesicherte Altersvorsorge erreicht man weder mit mehr Geld, noch mit mehr Kindern. Am begreiflichsten ist es bei den Kindern. Wenn man in Afrika jedes Jahr 25 % mehr Kinder bekommen würde, um den ehrgeizigen Zielen der deutschen Bank nicht nachzustehen, wie viel Prozent mehr werden dann verhungern? Mit mehr Geld wird unser Leben nicht besser, sondern wir bezahlen nur immer mehr und auch für Sachen, die früher umsonst waren. Grund und Boden wird privatisiert, Bodenschätze werden privatisiert, Wasser wird privatisiert, Saatgut wird privatisiert und selbst die Luft wird schon mit CO2 Abgaben privatisiert. Wenn sie ihr Leben lang fürs Alter sparen, wissen sie nicht, ob es für einen Mercedes reicht, oder nur für 15 Jahre Wasser und Brot, oder für 10 Jahre Wasser und Brot mit atmen. Der Unterschied zwischen Bettler und Millionär ist gewaltig und trotzdem nichts außer einer Finanzkrise. Es gibt in dieser Gesellschaft keine Absicherung und deshalb leben auch alle in Angst, egal ob Bettler oder Millionär. Geld schafft keine Sicherheit, sondern Verrat. Jesus soll für 30 Silbertaler von Judas verraten worden sein, was dieser zwar anschließend bereute, aber die Tat nicht ungeschehen macht.Was auch immer an der Geschichte wahr sein soll. Jesus konnte die Welt nicht ändern. Auch christliche Menschen klammern sich an Besitz. Wir benehmen uns wie Steinzeitmenschen, die ein Mammut fürs Alter zurücklegen wollen. Leider verrottet das Tier und nun denken wir, dass die Lösung des Problems die Kühltruhe wäre. Nach 10 Jahren Kühltruhe hat das Mammut aber keinen Nährwert mehr und sie verhungern trotz Essen. Wir können nicht fürs Alter sparen Lebensmittel verrotten und Geld eignen sich die Verwalter an. Eine sichere Altersvorsorge kann nur eine gesellschaftliche Verpflichtung sein. Alles andere sind Fantasien von Gier besoffener Politiker. Eine Gesellschaft, in der Bettler und Millionär von Existenzangst getrieben werden, hat keinen Ausweg.







Sonntag, Mai 05, 2013

Fließendes Geld - Traum oder Alptraum


Es ist eine Weile her, als ich das erste Mal vom umlaufgesicherten Geld gelesen habe, ohne mir größere Gedanken darüber zu machen. Wenn sonst etwas positives aus der Vergangenheit oder auch aus anderen Ländern als Anregung aufgegriffen wird, heißt es ja immer: das ist nicht übertragbar. Jetzt ist auf einmal etwas übertragbar, was zumindest für die Zeit des Mittelalters nicht einmal richtig belegbar ist. Das Wunder von Wörgel allein ist kein ausreichender Beweis für das Funktionieren fließenden Geldes. Dafür ist das Gebiet zu klein und die Zeit zu kurz. Wenn man jetzt nach fließendem Geld im Internet sucht, findet man wöchentlich neues. Nicht alles davon ist wirklich neu, sondern rückt in den Suchmaschinen einfach nach vorne. Das Interesse wächst auf jeden Fall und das fließende Geld, als neues Geldsystem, wird langsam positiv hinterlegt. Was aber ist fließendes Geld, umlaufgesichertes Geld, zinsfreies Geld, Geld, das dem Menschen dient. Es ist Geld, das mit einer Abgabe belegt ist, zu der wir heute auch Steuer sagen. Klingt steuerbelastetes Geld auch positiv? Nein, das klingt nicht positiv, obwohl es das eigentlich wäre. Eine Steuer, der sich niemand entziehen kann und gerecht auf alles Vermögen erhoben wird. Die Steuer auf Geld wäre so einfach und würde Finanzämter, Steuerberater und einige andere arbeitslos machen. Warum ist das Wort Steuer so negativ belegt? Weil wir jeden Tag hören, dass der Staat nicht mit Geld umgehen kann, wir privatisieren und den Staat schlanker machen müssen. Wenn der Staat jetzt die Steuern nicht gerecht erheben und nicht mit Geld umgehen kann, warum soll das dann plötzlich besser werden, nur weil man sich der Steuer nicht mehr entziehen kann? Warum soll nach einem Zinsgeld nicht erst einmal wieder zinsloses Geld, statt einem steuerbelasteten Geld, kommen ? Ganz egal was wir für ein Geldsystem haben werden, jedes Geldsystem kann nur wirklich gerecht sein, wenn es eine lückenlose Kontrolle gibt. Und wenn es die gibt, brauchen wir auch kein Geld mehr. Der Traum von einem gerechten Geld wird ein Traum bleiben. Das Geld, das jetzt für Bücher und Vorträge zu fließendem Geld ausgegeben wird, lässt sie von einer besseren Welt träumen. Sie haben den Traum und den finanziellen Schaden. Andere, die nicht träumen, den Nutzen. Wenn wir aus unserem Traum erwachen, werden wir feststellen, dass alles privatisiert ist. Dann ist Geld genau soviel Statussymbol wie ein Fahrschein für die Straßenbahn. Geld kann nicht gerecht sein und der Mensch ist es nicht, weil ihm die Gier im Wege steht. Das einzige, was fließendes Geld macht, es liefert sie der Gier aus. Wenn alles privatisiert ist und Monopole die Welt beherrschen, hilft keine Konsumverweigerung mehr. Im Moment könnten wir noch einen Konzern durch Konsumverweigerung in die Knie zwingen. Mit fließendem Geld können sie das nicht mehr, denn ihr Geld verfällt. Sie haben keine Möglichkeit mehr, dem Preisdiktat der Konzerne zu entkommen. Sie sind der Gier restlos ausgeliefert. Auch wenn viele Erfindungen ursprünglich gut gemeint waren, wurden sie dann doch (z.B. militärisch) missbraucht. Kein Mensch und kein Wissenschaftler kann jemals sicher sein, ob eine Erfindung, die dem Wohle der Menschheit dienen soll, nicht zu ihrem schlimmsten Alptraum wird, so lange es die Gier (Geld) gibt.






Mittwoch, Mai 01, 2013

Arbeit für Alle - auf dem Weg in die Vollbeschäftigung - Fachkräftemangel


Die FAZ nimmt sich gerade dem Themenschwerpunkt Arbeit für alle an. Sie will herausfinden, wie Vollbeschäftigung unser Leben verändert. Als erstes kann man lesen, dass die Chancen für eine Vollbeschäftigung in Deutschland enorm sind. In einem Viertel der Landkreise gibt es, je nach Definition, heute schon Vollbeschäftigung. Ein Qualitätsjournalist ist, je nach Definition, ein Journalist, der immer , einmal die Woche, einmal im Monat, einmal im Jahr, einmal in seiner Laufbahn zum schreiben das Gehirn benutzt. Vollbeschäftigung mit Sockelarbeitslosigkeit, ja klar, das gibt es schon. Alle, die jetzt noch zum Sockel gehören, müssen nur warten und alles wird gut. Vielleicht haben es noch nicht alle bemerkt, aber Deutschland ist keine Insel, sondern ein Land in einer globalisierten Welt, die nicht an Bevölkerungsmangel leidet, sondern bald die ständig wachsende Bevölkerung nicht mehr ernähren kann. Politiker und Journalisten sehen zwischen Übervölkerung und Arbeitskräftemangel keine Diskrepanz. Das Anwerben von Fachkräften aus Spanien, China oder Indien stört nicht das Inselidyll. Deutschland ist nicht mehr das einzige Land, das Fachkräfte hervorbringt. Vollbeschäftigung ist möglich, das würde aber bedeuten, dass wir uns zurück in die Steinzeit bomben oder endlich zur Vernunft kommen. Für welche der beiden Lösungen die Chancen enorm sein sollen, hätte ich allerdings gerne gewusst. Nach Vernunft sieht es im Moment gerade nicht aus. Die 28,8 Stunden Woche gab es schon 1994 bei VW wegen Absatzschwäche. Eine Lösung, die heute trotz ständig steigender Arbeitslosigkeit in der Welt, undenkbar scheint. Es scheint immer noch viele zu geben, die an grenzenloses Wachstum glauben. Darauf basiert auch die Vorstellung einer Vollbeschäftigung. Die Frage ist nicht, wie viel können wir produzieren, sondern wie viel müssen wir bzw. dürfen wir produzieren. Was bei der Diskussion völlig außer Acht gelassen wird, ist der technische Fortschritt. Wozu arbeitet man an Computern, die denken können, wenn man nicht die Absicht hat, sie eines Tages einzusetzen. Jedem sollte klar sein, dass, wenn wir uns nicht zurück in die Steinzeit bomben, eines Tages die menschliche Arbeitskraft größtenteils überflüssig wird. Vollbeschäftigung ist keine Frage von Arbeitskräfteaufkommen oder Produktnachfrage, sondern von Verteilungsgerechtigkeit. Verteilungsgerechtigkeit kommt nicht automatisch mit geburtenschwachen Jahrgängen. In Branchen, in denen heute schon angeblich die Fachkräfte fehlen, steigen die Löhne nicht. Die Frage der Vollbeschäftigung stellt sich in dieser Gesellschaft nicht. Es arbeitet, der am billigsten ist. Im Moment ist das in vielen Bereichen noch der Mensch. Für die Zukunft ist die Prognose anders. 

Montag, April 15, 2013

Wer einmal lügt ...



Wissen sie noch, was ein „Sommerloch“ ist? Ja, genau das ist die Zeit, in der die Medien nichts zu berichten haben und deshalb über Gartenzwerge schreiben. Jetzt haben wir April, der Frühling ließ lange auf sich warten und das Sommerloch scheint dieses Jahr fast undenkbar und das nicht wegen der Temperaturen. Die Medien sind voll mit Schlagzeilen und man findet nicht einmal mehr Zeit, sich über alle aufzuregen. Wann hat es schon einmal so viele Skandale, Krisen, Unfälle und Verbrechen gleichzeitig gegeben? Was wird noch alles herauskommen und wie schafft man das, wo doch die Medien, schwer von der Krise getroffen, über so wenig Mittel verfügen, dass entlassen werden muss und angesehene Zeitungen dicht machen? Was kostet denn ihrer Meinung nach eine aufwendige Recherche? Kann sich das eine Zeitung in der Krise überhaupt leisten? Ist es wirtschaftlich, mit neuen Schlagzeilen um sich zu schmeißen, bevor die alten ausgepresst sind? Führt eine Reizüberflutung nicht dazu, dass das Interesse nachlässt, also weniger Zeitungen verkauft werden? Die Haupteinnahmequelle der Medien ist die Werbung. Der Preis für Werbung ist an die Auflage gebunden, hohe Auflage = hoher Preis. In guten Zeiten waren die Zeitungen voll mit Werbung, für die es hohe Preise gab und trotzdem musste man Qualitätsjournalismus suchen. In der Krise brach alles ein, die Auflage, die Werbepreise und die Werbekunden. Journalisten wurden entlassen. Um der Arbeitslosigkeit zu entkommen, arbeiten viele Journalisten auf Honorar oder freischaffend. Andere versuchen es als Blogger oder versuchen, sich für Recherchen direkt vom Leser bezahlen zu lassen. Der Versuch eines Bezahljournalismuses hat inzwischen den Weg in die großen Medien gefunden. Ein System der Bezahlschranken scheint auf dem Vormarsch. Wie passt das zu den Offshore- Leaks Enthüllungen. Es hat ein paar Tage gedauert, bis mir klar geworden ist, was die eigentliche Leistung der Enthüllungen ist. Erst überlegte ich, wie man eine derartige Datenmenge aus einem System lädt, ohne dass es entdeckt wird. Das interessante sind aber nicht die technischen Voraussetzungen, sondern wie bekommen sie eine Mannschaft zusammen, mit der sie erfolgreich arbeiten können. Recherchen, die langwierig und sehr aufwendig sind, kosten erst einmal viel Geld. Dazu kommt, dass ein gewisses Risiko von Verleumdungsklagen und Schadenersatzforderungen besteht und zu guter Letzt kann es passieren, dass jemand mit der Veröffentlichung zuvorkommt. Gründen sie eine GBR mit einem Partner, wie finden sie den ? Gründen sie eine GBR mit 46 Partnern, wie finden sie die? Es gibt Konstellationen, die einfach nicht gehen. Kein persönlich haftender Unternehmer geht das Risiko zahlreicher Partnerschaften ein und ohne Sicherheit auch keine Bank. Was ist bei einer Unternehmung mit der Größe der Offshore- Leaks Enthüllungen, mit Partner in 46 Ländern, die Bindung, welche das nötige, gegenseitige Vertrauen gewährleistet ? An der europäischen Union können wir gerade sehen, wie schwer eine Partnerschaften ist. Wenn es um Geld geht, ist Vertrauen eben eine sehr schwierige Sache. Wie das Leben trotzdem zu meistern ist, kennen wir aus Märchen und Sprichwörtern und da steckt meistens mehr Wahrheit drin, als in so manchen Professorentiteln.



Donnerstag, April 11, 2013

Politik der Füße

Es fällt nicht leicht zuzugeben, dass die Kinder intelligenter sind, aber in vielen Sachen ist es einfach so. Der Vorteil, den man hat, wenn man älter wird, ist die Lebenserfahrung. Junge Menschen lernen mehr und schneller, aber es fehlt an der Erfahrung, das Wissen anzuwenden. Ältere Menschen lernen langsamer, können das Wissen aber auf Grund von Lebenserfahrungen besser anwenden. Würden Jung und Alt zusammenarbeiten, käme man viel schneller voran. Leider herrscht in dieser Gesellschaft auf allen Gebieten ein Verdrängungswettbewerb und Konkurrenzkampf. Alles um uns herum wird zur Bedrohung. Dieses Bedrohungsszenario ist tief in unserem Unterbewusstsein verankert. Mein Junge hatte vor einer Weile geäußert, dass er dafür wäre, dass jeder Mensch die gleichen Chancen bekommt. Ein Afrikaner sollte ohne Visum z.B. nach Deutschland kommen können, um hier zu studieren oder zu arbeiten. Ich habe ihm entgegnet, dass dies nicht geht und ich es auch für falsch halte. Gerade junge Menschen müssen in ihrem Land bleiben und dort helfen, das Leben zu verbessern. Wenn jeder kommen könnte, der nur wolle, würde auch hier alles zusammenbrechen. Das ist die Reaktion, die tief in unserem Unterbewusstsein über Jahrzehnte verankert ist, aber sie ist falsch. Wenn sich Geld ohne jede Grenze frei auf der ganzen Welt bewegen kann, warum sollen es dann nicht auch die Menschen können? Wenn man an einem Geldsystem festhalten will, kann man keinen Unterschied zwischen Mensch und Geld machen. Wenn das Geld aus einem Land abwandert, warum sollen die Menschen nicht folgen dürfen? Wer große Gewinne erwirtschaften will, braucht große Unterschiede. In einem Billiglohnland produzieren und anderen Ortes verkaufen schafft Profit. Wenn das so bleiben soll, muss eine Politik der Füße verhindert werden. Was passiert also, wenn alle Afrikaner nach Deutschland kommen? Unser Sozialsystem bricht zusammen, oder man wartet nicht solange und verbessert die Lebensumstände in Afrika. Vielleicht denken sie einmal selbst nach, was wahrscheinlicher ist. Fluchthelfer war in der BRD, vor der Wende, noch ein ehrenwerter „Beruf“. Warum soll das jetzt anders sein ? Wenn wir uns jetzt wieder einmauern und niemanden ins Land lassen, wahren wir keine Besitzstände, sondern halten eine Abwärtsspirale am Laufen, die uns selbst erfasst. Nicht Kapitalfreiheit wird gebraucht, sondern Menschenfreiheit. Erst wenn das Geld dem Menschen folgt und nicht der Mensch dem Geld, sind wir wieder auf einem richtigen Weg. Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer mit 40 Kommunist ist, hat keinen Verstand. Das haben sinngemäß mehrere Persönlichkeiten gesagt, wie Theodor Fontane und Winston Churchill. Die Welt wurde bis jetzt aber immer von der Jugend verändert, also mit Herz, denn der Verstand ist mit 40 schon festgefahren.

Montag, April 08, 2013

Offshore-Leaks Journalisten decken auf

Endlich geht es den Steuerhinterziehern an den Kragen. Dieser Gedanke könnte aufkommen, wenn man von den neusten Meldungen über Offshore-Leaks liest. Was aber ist diesmal anders? Die Datensätze sind viel größer als alle, die bis jetzt zugespielt wurden. Die Datensätze wurden keinen Behörden gegen Bezahlung angeboten, sondern investigativen Journalisten und die Quelle ist anonym. Ist es wahrscheinlich, dass jemand Steuersünderdateien ohne finanzielles Interesse weitergibt? Wenn mein Interesse kein Geld, sondern Aufdeckung ist, gebe ich meine Informationen allen Medien oder einem Journalisten vom Center for Public Integrit in Washington? Kann man dort 1 Jahr lang Stillschweigen bewahren? Ist es möglich, dass bei den Recherchen über unzählige Personen nichts an die Öffentlichkeit gelangt? Warum tritt man jetzt an die Öffentlichkeit, obwohl die Recherchen bei weitem nicht abgeschlossen sind? Wieso kann die Herausgabe der Daten an die Behörden, mit Hinweis auf Quellenschutz und Redaktionsgeheimnis, in 46 Ländern erfolgreich verweigert werden, obwohl schon Büros und Wohnungen von Journalisten durchsucht und Daten beschlagnahmt wurden, wo es um weit weniger ging? Da stellt sich die Frage der Einflussnahme. Die Objektivität der Medien stößt schon an Grenzen, weil man nicht über alles berichten kann. Nur ein kleiner Prozentsatz der Meldungen kann veröffentlicht werden. Die Auswahl der Beiträge beeinflusst schon das Meinungsbild. Die Gründe für die Auswahl der Beiträge bleibt uns verborgen, genau wie die Eigentumsverhältnisse der Medienunternehmen. Im jetzigen Fall sind in Deutschland SZ und NDR an den Recherchen beteiligt. Alle anderen schreiben nur ab und bekommen es nicht hin, die Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter des CPI oder die Zahl der Journalisten aus den beteiligten Ländern einheitlich anzugeben. Die Hoffnung, dass sich unter erhöhtem Druck in den Steuerparadiesen schnell etwas ändert, scheint mir nicht gegeben. Ein paar Tage haben schon gereicht, dass die Meldungen aus der Google News Startseite verschwinden. Da hat sich das Bobby Car von Christian Wulff länger gehalten. Im Moment geht es in der Welt recht turbulent zu. Wir stehen vor größeren Veränderungen, mit einer noch nicht da gewesenen Privatisierungswelle. Die Meldungen über Steuerparadiese haben in der Tat Druck aufgebaut, aber nicht aufs Kapital, sondern auf Steuerflüchtlinge, zu denen, wie gemeldet wurde, zahlreiche Politiker gehören. Mit anderen Worten: jede Regierung hat eine nicht bekannte Menge von erpressbaren Mitgliedern, welche in Zeiten der Veränderung noch einmal eindringlich an ihre Abhängigkeit erinnert werden. Ob die „anstehenden Enthüllungen“ ein Grund zur Freude sind, wage ich zu bezweifeln. Regierungen dürfen weder durch Schulden noch durch korrupte Beamte erpressbar sein. Das sind sie aber und einen großen Anteil daran trägt der Verhüllungsjournalismus.









Dienstag, April 02, 2013

Die deutschen Spareinlagen sind sicher !



Das sagt  zumindest die Kanzlerin nun schon zum zweiten Mal. Der Einlagensicherungsfond deckt  bei weitem nicht alle Spareinlagen bis 100.000 € ab. Wenn eine derartige Zusicherung gemacht wird, heißt das nichts anderes, als dass die Leute beruhigt werden müssen, weil sie Geld abheben. Die Kanzlerin macht sich keine Sorgen darüber, dass die Oma, welche verunsichert ihr Geld zu Hause aufbewahrt, bestohlen werden könnte, sondern darüber, dass die Bargeldbestände nicht ausreichen. Zur Beruhigung: in Zypern werden gerade die Bargeldreserven der EU aufgebraucht.  Wenn Garantien abgegeben werden, bedeutet das nur, dass der Garantiefall sehr wahrscheinlich ist. Im anderen Fall bräuchte man ja die Garantie nicht.  Eine Garantie ist kein Schutz vor Vermögensschäden, sondern lediglich eine Beruhigung.  Bei eine Garantie, für die man bezahlt, ist der Preis ein sicherer Vermögensschaden. Der Garantiefall ist allerdings unsicher, genau wie die Erfüllung der Garantie.  Vor einem Vermögensschaden können wir uns nur selbst schützen. Keine Kanzlerin und keine Versicherung kann das, sie wollen es nicht einmal. Wenn in den Krisenländern die Kleinsparer anfangen, ihr Geld bei den Banken abzuheben, bleibt den Regierungen nichts anderes übrig, als jeden diktierten Kurs zu akzeptieren. Und wenn es nicht mehr gelingt, das ganze zu steuern, kommt die Währungsreform.  Das legt für mich die Vermutung nahe, dass die Vorbereitungen für eine Währungsreform abgeschlossen sind. Das einzige, was wahrscheinlich noch aussteht, ist eine Einigung über die Wechselkurse. 
Sie können sich abrackern wie sie wollen, sie werden nie materielle Sicherheit erlangen und deshalb auch nie zufrieden sein. Zufriedenheit ist keine Frage des Geldes. Das konnte man in der DDR erleben oder noch heute in Kuba. Wie vermeidet man Verluste an der Börse ? Rechtzeitig aussteigen. Es liegt auf der Hand, dass dies nicht für alle möglich ist. Ein Verlust  kann man nicht durch rechtzeitiges Aussteigen aus etwas unpraktikablen vermeiden, sondern durch gemeinsames Einsteigen in etwas vernünftiges.

Angst vor finanziellem Verlust



Laut Politik und Medien ist das schlimmste, was um jeden Preis verhindert werden muss, ein Schrumpfen der Wirtschaft und ein Rückgang der Preise.  Ist das aber wirklich so und wenn ja, für wen?  Auf die Probleme unseres Geldsystems will ich hier nicht erneut eingehen. Das Verständnis dafür setze ich hier einmal voraus. Die Situation ist zur Zeit einfach so, dass Geldmenge und Verschuldung schneller wachsen, als das Wachstum der Wirtschaft folgen kann. Die bekannten Folgen sind Einsparungen, vor allem im sozialen Bereich und letzten Endes die Pleite. Wenn eine Wirtschaft schrumpft oder die Preise fallen, kann das mehrere Ursachen haben. Unter anderem kann es sein, dass wir mehr herstellen als wir verbrauchen können. Das ist eine Situation, mit der sich viele sicher sofort anfreunden können. Wer hätte nicht gerne mehr als er verbrauchen kann. In Wirklichkeit sieht es aber leider anders aus. Die einen haben weit mehr als sie konsumieren können und die anderen haben nichts, um konsumieren zu können.  Jeder mit etwas Verständnis fürs Geldsystem weiß, dass der  Ausweg nicht in der Geldmenge liegen kann, mit der der Konsum gefördert wird. Die einzigen, nachhaltigen Regelungsmechanismen für eine Wirtschaft sind Produktivität und Arbeitskraft. In der Politik wird viel von (Verteilungs-)Gerechtigkeit gesprochen. Viel wichtiger als die Verteilung von Geld ist aber die Verteilung von Arbeit. Eine 30 Stundenwoche mit Lohnausgleich ist nicht unbezahlbar, sondern die logische Konsequenz, wenn die Produktion den Bedarf übersteigt. Statt  einer Arbeitszeitverkürzung wird mit gesetzlichen Regeln, im Zeichen des Umweltschutzes, ein Bedarf geschaffen, der nicht vorhanden ist. So müssen wir unsere Häuser dämmen und  neue Heizungsanlagen  oder Autos kaufen, obwohl wir damit noch zufrieden wären. Das dabei bei der Herstellung mehr Energie verbraucht wird, als während der Nutzung jemals eingespart werden kann, interessiert nicht. Was ist der Umwelt geholfen, wenn ein Auto, was in Deutschland  nicht mehr fahren darf, in Afrika weiterfährt. Was ist das für ein Umweltschutz, der den Verbraucher zum Konsum zwingt, aber die Industrie nicht zur Einsparung zwingt. Warum verlängert sich die Haltbarkeit der Produkte nicht, sondern wird immer kürzer. Das ist das 100 prozentige Gegenteil von Umweltschutz. Das ist Wachstumszwang durch Zinsknechtschaft.  Gerechtigkeit kann nicht durch Verteilung von Geld entstehen, sondern durch gerechte Verteilung von Arbeit. Das bedeutet, dass wir nicht das wirtschaftliche Wachstum von Entwicklungsländern übernehmen dürfen.  Der „Fortschritt"・ den die Industrieländer den Entwicklungsländern bringen, ist keine Verbesserung der Lebensumstände, sondern Schuldenknechtschaft.  Die jetzige Situation ist vergleichbar mit der zur Abschaffung der Sklaverei. Viele sahen die Sklaverei als gottgegeben, andere waren froh, dass sie einen „Guten Herren"・haben, andere wussten nicht, wo sie sonst hin sollen. Einige lehnen sich auf, aber müssen sogar Verrat durch ihresgleichen befürchten. Irgendwann kommt der Punkt, wo die Situation unerträglich wird und die Verzweiflung wird zu Gewalt. Die offene Sklaverei wurde abgeschafft und  das Land, in dem dies am blutigsten geschah, brachte der Welt Sklaverei durch Schuldknechtschaft. Wir müssen keine Angst vor Veränderungen haben.  Diese Ängste werden von jenen geschaffen,  die mehr haben, als sie verbrauchen können. Die einzige, berechtigte Angst ist, dass Veränderungen mit Gewalt und Blut erzwungen werden. Gerechtigkeit lässt sich aber nicht erzwingen. Dafür braucht es Vernunft. In den Medien spricht man von einem Papst für die Armen.
 Stärker als die Liebe ist aber die Gier. Eine Veränderung von oben wird es nicht geben. Veränderungen kommen immer von ganz unten und werden dann an der Spitze gebilligt, wenn es nicht mehr anders geht. Eine Gerechtigkeit mit Privilegien kann es aber nicht geben und auch die Kirche hat zahlreiche.