Sonntag, Juli 01, 2012

Zwei Drittel Mehrheit trotz größter Unsicherheit erkauft

Der ESM und der Fiskalpakt sind mit einer zwei Drittel Mehrheit angenommen. Wie es dazu kommen konnte und das Bundesverfassungsgericht die letzte Bastion gegen grenzenlose Dummheit wird, ist unbegreiflich. Ich habe mir den Spaß gemacht und die Regierungserklärung zum ESM und Fiskalpakt und die anschließende Debatte auf Parlament TV angesehen.

http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?legislativePeriod=17&conference=188&action=search&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&mask=search&destination=search&contentArea=details&isLinkCallPlenar=1
( 188. Plenarsitzung ab 08:36:00 )

Was man zu hören bekommt, sind ständige Beteuerungen, man hätte es sich nicht leicht gemacht, bis hin zu: kein Parlamentarier hat je so große Opfer gebracht.  Man hört, dass der ESM Vertrag, in der zu beschließenden Form, bereits hinfällig ist  und zur Direktfinanzierung von Banken, auf dem EU Gipfel, das genaue Gegenteil vereinbart wurde von dem, was die Abgeordneten beschließen sollen. Wir hören von schweren Bedenken gegen den ESM und Fiskalpakt und trotz alle dem sogar von Stolz, dies mit beschließen zu dürfen. Die zwei drittel Mehrheit ist nicht Ausdruck tiefster Überzeugung, das richtige zu tun, sondern trotz schwerster Bedenken, keine Alternative zu haben. Die Rechtfertigung für das Gesetzespaket ist die Sicherung des Wohlstandes durch Wachstum.  Wir hören wieder einmal vom kleinen Handwerksmeister und von Omas Sparbuch, die nicht in Anspruch genommen werden sollen.  Ich unterstelle aber den Bundestagsabgeordneten, dass keiner so dumm ist, das zu glauben. Das mit dem Wachstum ist auf jeden Fall erst einmal Quatsch, denn nichts kann ewig wachsen. Natürlich kann der Erfindergeist noch zahlreiche Produkte herstellen, die wir unbedingt brauchen, wie zum Beispiel einen Fußgeruch messenden Schuhanzieher. Die Ressourcen, aus denen wir schöpfen, bleiben aber trotz alle dem begrenzt. Eine falsche Entscheidung wird nicht dadurch besser, dass man sie sich nicht leicht gemacht hat und angeblich alternativlos ist. Das Problem ist das eingeschränkte Denkmuster. Selbst ESM und Fiskalpakt sind nicht automatisch schlecht, wenn wir als Wähler mit bestimmen könnten. In der Debatte wurde gesagt, man müsse alles für eine Geldstabilität tun, denn ist das Geld schlecht, ist alles schlecht. Das Problem ist nur, unser Geld ist schlecht und der Grund aller Probleme, denn das Zinssystem ist eine Exponentialfunktion, welches zusammenbrechen muss.  Wir haben im Moment riesige Privatvermögen, die das Warenangebot übersteigen. Man will aber Geldstabilität mit mehr Geld erreichen . Das genaue Gegenteil ist aber die  Lösung. Wenn man ein Gesetz zur Schuldenbegrenzung  erlässt, zeigt dies aber nur, in welche Richtung gespart werden soll. Für die Besteuerung von Vermögen bräuchte man diese Rechtfertigung nicht. Das Sparen, was hier in ein Gesetz gefasst  wurde, bedeutet also nichts anderes, als die Festschreibung von Privatisierung  des gemeinschaftlichen Eigentums. Wenn man sich hinstellt und einen Krieg in Europa für unmöglich erklärt, hat man nicht begriffen, welchem Ausverkauf man zugestimmt hat. Wenn das Anhäufen von Reichtum exponentiell ist, wie lange kann es dann noch dauern, bis wir für das Atmen zahlen müssen. Es muss jedem klar sein, dass damit ein friedliches Zusammenleben beendet ist. Politiker glauben anscheinend nur, auf der richtigen Seite zu stehen, sonst hätte das Gesetzespaket durchfallen müssen. Dass es wachsenden Widerstand gegen ESM und Fiskalpakt gibt, ist den Politikern bekannt, denn sie bekommen, z.B. über Abgeordneten-Check, zahlreiche Protest-E-Mails. Nach Angaben des Providers ging die Seite kurz vor der Abstimmung wegen Virenbefall vom Netz, was ein kleiner Vorgeschmack auf die Demokratie der Zukunft ist. Trotz alle dem  dürften den Parlamentariern andere Denkweisen zum ESM / Fiskalpakt bekannt sein. Als erstes sollte man begreifen, dass, wenn man sich Sorgen um die Verschuldung in Europa macht,  man sich gleichzeitig Sorgen um die Vermögen machen muss, denn Schulden stehen immer Vermögen in gleicher Höhe gegenüber. Der ESM soll Europa stabilisieren, Ländern, die in Schieflage geraten sind, helfen und damit zeigen, dass sich Spekulationen gegen einzelne Eurostaaten nicht lohnen. Mit dem ESM wird die Geldmenge aber vergrößert und Spekulationen damit angeheizt. Das viel gepriesene Prinzip vom Fördern und Fordern führt nur zu einem Schuldenabbau in wertlosem Giralgeld. Da die Schulden gedeckelt sind und Sozialabbau nicht grenzenlos möglich ist, bleibt am Ende nur der Vermögensabbau in physischen Werten. Da unser Geldsystem auf Grund des Zinses zusammenbrechen muss, ist der Oma ihr Sparbuch, das unsere Politiker so verteidigen, mit jedem Tag, an dem dieses System aufrecht erhalten wird, weniger wert. Was wir mit dem ESM- Fiskalpakt verlieren, ist weit mehr als Geld.

Sonntag, Juni 17, 2012

Die Versorgungslücke

Es kann sein, dass ich zur Wende noch zu jung war, aber über eine Versorgungslücke im Alter habe ich mir keine Gedanken gemacht. Eigentlich hat man sich über vieles keine Gedanken gemacht, was heute Probleme sind. Mit was für Ängsten wir heute leben, sieht man an den abgeschlossenen Versicherungsverträgen. Wie viele hatte man in der DDR und wie viele hat man heute. Natürlich wird die Eigenverantwortlichkeit als Fortschritt verkauft, aber ist sie es? Wie eigenverantwortlich sind wir? Natürlich gab es auch in der DDR die Möglichkeit, sich gegen allerlei zu versichern und vorzusorgen. Die Zusatzrente war z.B. sehr beliebt. Der größte Unterschied in den Versicherungen bestand aber nicht darin, dass es weniger gab, sondern darin, dass sie das machten, was ihr Name aussagt – versichern. Die Versicherungen damals kannten keine seitenlangen Verklausulierungen mit undurchschaubaren Versicherungsbedingungen. Heute haben wir seitenlange Versicherungsbedingungen, die mehr ausschließen als versichern. Im Gegensatz zu früher, sind die meisten „Versicherungen“ heute Kapital bildend. Das Geld muss also gewinnbringend angelegt werden. An diesem Punkt endet aber die Eigenverantwortung. Wir haben die staatliche Bevormundung gegen die Bevormundung der Märkte getauscht. Denn keiner, der heute eine Kapital bildende Rente hat, kann wissen, was er sich in der Zukunft dafür leisten kann. Wie der Name Eigenverantwortlichkeit schon sagt, können sie niemanden haftbar machen, wenn ihre Rente den Bach runter geht. Im Gegensatz zu einem Umlage finanzierten System, kann ein Kapital bildendes System komplett ausfallen. Der Zugewinn an Eigenverantwortlichkeit ist nicht das, was sie darunter verstehen. Sie sind zwar für sich selbst eigenverantwortlich, aber nicht für ihr Geld. Über ihr Geld bestimmen die „Märkte“, ohne jedes Mitspracherecht ihrerseits. Auch wenn es im Moment die wenigsten verstehen, sie können für ihr Alter sparen so viel sie wollen, sie verschlechtern damit nur ihre Situation, denn sie heizen die Spekulationen immer weiter an .



Dienstag, Juni 12, 2012

Fließendes Geld im Mittelalter

Auch wenn ich im Geschichtsuntersicht nichts von einem goldenen Mittelalter gehört habe, scheint es so etwas gegeben zu haben. Was mir allerdings Kopfzerbrechen bereitet, ist, wenn viele Städtegründungen auf Freigeld zurückzuführen wären, hätten wir es nicht im Staatsbürgerkunde Unterricht behandelt ? Ein besseres Argument gegen den Kapitalismus, als das Erklären des Geldsystems, gibt es doch nicht. Da Geschichtsschreibung davon abhängt, was übermittelt wird, muss sie natürlich nicht der Wahrheit entsprechen. Im Mittelalter wurde von denen überliefert, die schreiben konnten, also von einer Minderheit. Hinzu kommt das Vergessen. Zwei Generationen reichen für ein verklärte Geschichtsschreibung aus. Wenn ich heute lese, wie es in der DDR war, frage ich mich, wo ich gelebt habe. Die herrschende Geschichtsschreibung ist die Geschichtsschreibung der herrschenden Klasse. Die Frage, die sich stellt, ist, wenn ich im Geschichtsuntersicht der DDR nichts von einem goldenen Mittelalter durch fließendes Geld gehört habe, wie kommt es dann jetzt ins Internet? Was ist, wenn der Eindruck, der vom Mittelalter vermittelt wurde, falsch war? Liegt es an der Freiheit des Internets, dass wir heute lesen können, was uns in der Schule und beim Studium nicht vermittelt wurde? Es lohnt sich ganz offensichtlich, unabhängig von der aktuellen Lehrmeinung, sich ein paar eigene Gedanken zu machen. Wer gewillt ist, über ein Geld ohne Zins nachzudenken, sollte sich nicht scheuen, über eine Gesellschaft ohne Geld nachzudenken. Leider finden wir uns zu schnell mit der herrschenden Meinung ab, weil wir sonst für doof erklärt werden. Wie oft beteiligt man sich daran, Menschen wegen einer anderen Meinung auszugrenzen, ohne es selbst zu verstehen. Genau das ist aber der größte Fehler. Selbst von einer falschen Meinung kann man lernen, die Richtige besser zu begründen und verständlicher zu machen. Ganz davon abgesehen, dass sich die Wahrheit auf Grund der herrschenden Geschichtsschreibung und des wissenschaftlichen Fortschritts sowieso ändert. Daran sehen sie, dass man nicht daran vorbei kommt, sich eigene Gedanken zu machen. Einer der vielen Aufklärer über unser Finanzsystem, die gerade durchs Land ziehen und für ihre Bücher werben, erklärt seine Zuhörer zur Elite. Die Anwesenheit bei der Veranstaltung zeigt, dass der Besucher zu den denkenden gehört, was ihn zur Elite des Landes macht. Schön, wenn es so einfach wäre. Für mich gehört man allerdings erst zur Elite, wenn man eigene Schlüsse herleiten kann und die Quellen dafür überprüft. Da in der Geschichtsschreibung zur Rechtfertigung von Machtansprüchen gefälscht wurde und wird, dürfte es schwer fallen, 100% gesicherte Erkenntnisse zu erlangen. Die drei Bücher, die ich schnell angelesen habe, reden nicht von einem goldenen Mittelalter, sondern von Seuchen, Pest und Hungersnöten, von Kreuzzügen, einer Kreuzzugsteuer, Schuldenerlass für Kreuzfahrer und Judenverfolgung. Der Nutzen einer Geschichtsschreibung scheint nicht darin zu liegen, aus der Vergangenheit zu lernen, sondern die Zukunft mit Ereignissen der Vergangenheit zu rechtfertigen. Wenn Geschichtsschreibung missbraucht wurde, um den Herrschaftsanspruch der arischen Rasse zu belegen, kann etwas vergleichbares wieder passieren. Was diesmal belegt werden soll, ist nicht der Herrschaftsanspruch einer Rasse, sondern eines Systems. Friedlich waren die besagten 300 Jahre ganz offensichtlich nicht und es gab auch zu dieser Zeit Judenverfolgungen. Wenn ich es mir richtig überlege, dient Geschichte nur zum spalten. Jeder sucht sich heraus, was gerade benötigt wird und interpretiert nach seinen Bedürfnissen. Wenn es ein goldenes Mittelalter gab, kam danach das finstere Mittelalter. Die Lösung der Zukunft liegt nicht in der Vergangenheit. Die Vergangenheit sorgt nur für Streit.Wenn man eine friedliche Zukunft wünscht, darf man nicht mehr über Unterschiede nachdenken, sondern über Gemeinsamkeiten. Deshalb denke ich, ist es wichtig, eine gemeinsame Sprache für alle zu befürworten. Die Lösung für unsere Zukunft liegt nicht im goldenen Mittelalter oder den Goldenen Zwanzigern. Wer goldene Zeiten haben will, muss auch schlechte Zeiten in Kauf nehmen, denn das bringt ein Geldsystem mit sich.
„Was bringt den Doktor um sein Brot? Die Gesundheit und der Tod. Drum hält er uns damit er lebe zwischen beidem in der Schwebe“ ( Eugen Roth ) Im Finanzsystem ist es ganz genau so. Und was wird vorgeschlagen? Den Arzt wechseln.
Hinter jedem Arzt stehen aber Konzerne. Es ist durchaus möglich, dass wir über fließendes Geld abstimmen dürfen. Wir werden aber nicht darüber entscheiden, wie die Umlaufsicherung gestaltet wird. Wer an fließendes Geld glaubt, hält ein gerechtes Steuersystem für möglich. Die Umlaufsicherung wird aber wie unser Steuersystem ausfallen.Wenn das Geld aller zwei Jahre verfällt und umgetauscht werden müsste, wäre das das Ende der Schwarzgeldkonten? Jetzt denken sie einmal nach, ob das ein Vorteil für sie ist, wenn sich sonst nichts ändert. Ein Staat, der nicht in der Lage ist, ein gerechtes Steuersystem zu schaffen, wird auch keine Umlaufsicherung einführen, die nicht umgangen werden kann.

Samstag, Juni 09, 2012

Über Geld und die Salami Taktik

Auch wenn jetzt viel über die Eurokrise und Lösungsvorschläge berichtet wird, nähern wir uns nicht der Wahrheit. Seit einer Weile wird in der Politik gerne über Salami Taktik gesprochen. Der Eindruck, dass man aufgrund der Berichterstattung scheibchenweise die Wahrheit zugeben muss, ist aber falsch. Richtig ist, dass die Salami Taktik uns zu einem Handeln bewegt, über das man nachdenken muss. Vor 22 Jahren brach die DDR zusammen und wir bekamen eine neue Währung. Damals wie heute gab es Angst vor einer Geldentwertung. In den letzten Tagen der DDR wurden noch Farbfernseher und andere hochpreisige Konsumgüter gekauft. Etwas ähnliches lässt sich jetzt beobachten. Es wird Geld untergebracht aus Angst vor Entwertung. Der Kauf des Farbfernsehers der DDR war ganz eindeutig die falsche Wahl. Was ist also die richtige. Wir lesen von gewaltigen Staatsverschuldungen und hören, dass gespart werden muss. Jeder hat Angst, etwas von seinem erarbeiteten Wohlstand zu verlieren. Dabei denken wir nur in Geld und Zahlen, nicht aber in Kaufkraft je Arbeitsstunde. Auch wenn 1000 € nach dem Wechselkurs der Währungsumstellung das doppelte der DDR Mark sind, bekommt man dafür zwar mehr als doppelt soviel Farbfernseher, aber das Geld ist nicht doppelt so viel wert. In einen Warenkorb gehören nicht nur Konsumgüter, sondern der gesamte Lebensunterhalt, vom Kindergarten bis zur Altenpflege, Energie und selbst Rüstungsausgaben. Alles für das wir direkt oder indirekt bezahlen. Es spielt gar keine Rolle, wie hoch die Staatsverschuldungen weltweit sind . Wichtig ist, worin die spiegelbildlichen Vermögen investiert sind. Selbst Länder wie China oder Saudi Arabien sind verschuldet. Wo ist also das ganze Geld? Die EZB hat gerade erst wieder den Markt mit Geld geflutet, aber wo ist es hin. Da den Schulden ja bekanntlich Vermögen gegenüberstehen, wird das Geld ganz offensichtlich nicht für den Konsum von Waren und Dienstleistungen verwendet, sonst hätten wir Hyperinflation. Was wird dann aber mit dem Geld gemacht? Die lächerlichen Besitztümer, die der arbeitende Bürger angehäuft hat und um die er sich jetzt Sorgen macht, sind nichts gegen die weltweiten Vermögen, die ganz offensichtlich nicht bei den Banken liegen. Beim Geld gibt es zwei Denkweisen. Die einen denken in Absicherung gegen Kaufkraftverlust, die anderen denken an Profit. Wer z.B. in Gold investiert, um sich gegen Kaufkraftverlust abzusichern, macht das Gegenteil . Er versucht die Kaufkraft des Geldes der Vergangenheit abzusichern und entwertet damit seine Arbeitskraft in der Zukunft. Das Großkapital ist nicht in Wertsicherung sondern in Profit angelegt. Ganz egal was sie machen, für sie bleibt es immer ein schlechtes Geschäft. Egal wie viel sie verdienen, Wohlstand misst man nicht in Geld, sondern in Arbeitszeit für den Lebensunterhalt. Das Ansteigen der Lebensarbeitszeit ist kein Wohlstand, sondern Profit für 1% der Bevölkerung. Die irrsinnigen Profite werden aber erst durch unsere verrückte Vorstellung vom Geld ermöglicht. Man hat uns schon so weit, dass wir Kredite aufnehmen, ohne sie zu brauchen, um mit der Steuerersparnis Vermögen aufzubauen. Eine Steuerersparnis baut aber kein Vermögen auf, sondern ab, denn wir büßen damit jegliche staatliche Leistung ein und bezahlen für alles selbst. Der Zugewinn an Geld gleicht den Verlust an Leistung aber bei weitem nicht aus. Wenn man den Verlust an Staatlichen Leistungen der letzten 22 Jahre mit einmal vorgenommen hätte, stellen sie sich einmal vor, was passiert wäre . Der einzig nachhaltige Wohlstand ist der ohne „Schulden“. Wer dabei wieder an Geld denkt, meint Vermögen.

Sonntag, Juni 03, 2012

Vorherrschaft ist keine Überlegenheit

Es fällt schwer, über Gesellschaftsformen zu diskutieren, weil jeder sie anders definiert. Es geht aber nicht darum, Klarheit über Definitionen zu erlangen, sondern sich überhaupt Gedanken zu machen. Ich höre immer wieder, dass die DDR zerbrechen musste, weil sie pleite war. Der Grund dafür, die Betriebe hatten große Wasserköpfe und arbeiteten ineffizient. Wenn man die Fehler der DDR genau zu kennen glaubt, scheint niemand die heutigen Fehler zu kennen. Von Altbundesbürgern hört man oft, dass in der DDR nur Minderwertiges hergestellt wurde. Aber die Kataloge der Versandwarenhäuser waren voll damit und es wurde gerne gekauft. Bevor man über Effizienz redet, sollte man über Preisbildung nachdenken. Die DDR hatte keine frei konvertierbare Währung und war noch abhängiger von den „Märkten“, wie es jetzt Griechenland oder Spanien sind.  Nicht die Produktivität ist ausschlaggebend für die Effizienz, sondern der Kapitalmarkt. Die Effizienz des Kapitalismus liegt nicht in der Produktivität, sondern in der Ausbeutung. Ist der Kapitalismus das überlegene System, weil er Länder ( DDR ) und Rohstoffe aufbraucht? Oder ist der Sozialismus das überlegene System, weil er einen geordneten Rückzug aus unhaltbarer Position geschafft hat. In der Natur hat sich im Laufe der Evolution ein Gleichgewicht eingestellt. Der Parasit schädigt den Wirt nicht mehr als nötig, um nicht seine Existenzgrundlage zu gefährden. Viele Organismen gehen Symbiosen ein, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen. Auch wenn der Mensch die Spitze der Evolution sein mag, lebt er in einem System . Das überlegene System ist deshalb nicht der Kapitalismus, sondern die Symbiose und die funktioniert ohne Geld. Der Kapitalismus kann nicht das überlegene System sein, denn er verschwendet die meiste Arbeitskraft. Die Effizienz der Produktion wird aufgehoben durch den Aufwand des Geldsystems. Die meiste Arbeitszeit hat mit Geld zu tun und ist eigentlich überflüssig. Banken , Versicherungen, Steuer, Anwälte, Kassierer, Fahrkartenkontrolleur usw. usw. Auf der anderen Seite fehlt für Arbeit, die benötigt wird (z.B. Altenpflege), das Geld. Geld ermöglicht keinen Fortschritt, sondern es behindert ihn. Eine Gesellschaft, in der für benötigte Arbeit Geld fehlt, kann kein überlegenes System sein. Eine Gesellschaft, die Arbeitskraft brach liegen lässt, kann nicht überlegen sein. Der Grund, warum wir Angst vor einem neuen System haben, ist, dass uns Freizeit als Arbeitslosigkeit dargestellt wird. Die Arbeitszeit, die für unseren Lebensstandart gebraucht wird, verrichten nur wenige. All diejenigen, die im Geldsystem zu tun haben, sind sozusagen parasitär. Selbst wenn man diese Arbeitsplätze einfach wegfallen lässt, ohne die Arbeit neu zu verteilen, muss niemand mehr sondern weniger arbeiten. Wir brauchten die ganzen Bürokomplexe samt ihrer Ausstattung nicht mehr zu bauen. Das wichtigste ist aber, ohne Geld gäbe es erstmals für Forschung sozusagen unbegrenzte Mittel. Im Gegensatz zu heute würde kein Wissenschaftler an Waffensystemen arbeiten, denn es macht keinen Sinn. Und keine Forschung würde aus Geldmangel aufgegeben. Dass Neues oft schwer angenommen wird, ist normal. Wir brauchen oft lange, um für neues zugänglich zu sein. Bei den Gebrüdern Wright soll es Jahre gedauert haben, bis die Zeitungen von ihren Flügen berichteten, weil es als unmöglich galt. Bis dahin wurden tausende, die es mit eigenen Augen gesehen hatten, für verrückt erklärt.


Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen,dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist. Max Planck


Nichts ist schwieriger, als der geordnete Rückzug aus unhaltbarer Position. Carl von Clausewitz


Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Bertolt Brecht


In den verdorbensten Staaten gibt es die meisten Gesetze. Tacitus


Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen. Grundgesetz Artikel 26









Dienstag, Mai 22, 2012

Das „Goldenes Mittelalter“ als Lösung der Finanzkrise?

Man liest in letzter Zeit immer öfter vom fließenden Geld als Lösung der
Finanzkrise. Bei keinem der Experten, die sich oft schon über Jahre oder
Jahrzehnte mit fließendem Geld beschäftigen, habe ich gehört, dass es
dies im Mittelalter bereits von 1150-1450 gegeben haben soll. Wenn wir
die meisten Stadtgründungen und Kirchenbauten einem zinsfreien
fließendem Geld verdanken, warum haben wir im Geschichtsunterricht
nichts davon gehört? Wenn ich das richtig verstanden habe, gab
Erzbischof Wichmann um 1150 Münzen aus, die zweimal im Jahr getauscht
werden mussten, um das Eintreiben der Steuern zu vereinfachen. Der
positive Effekt des fließenden Geldes auf die Stadtentwicklung war also
eher eine Nebenwirkung. Nun will ich nicht sofort glauben, was ich im
Internet lese, denn die Rückwärtssuche über Erzbischof Wichmann, die
Fugger usw. bringt keine eindeutigen Ergebnisse. Die Frage ist aber,
warum taucht das Thema auf der Internetseite der Freien Union und bei
wallstreet online auf. Wenn jemand vom goldenen Mittelalter berichtet,
in dem der Handwerker nur an 4 Tagen in der Woche arbeiten musste, von
wem würden sie diesen Bericht erwarten? Warum hat es 560 Jahre gedauert,
bis fließendes Geld wieder als Alternative gesehen wird? Wir befinden
uns in Zeiten großer Veränderungen, von denen niemand wissen kann, wie
sie ausfallen. Selbst wenn die öffentliche Meinung durch die Medien
stark beeinflusst wird, kann niemand mit Bestimmtheit sagen, wie wir
reagieren. Ich möchte an dieser Stelle einmal keine Meinung zum Goldenen
Mittelalter abgeben. Eine Meinung sollen sie sich selber bilden. Und
denken sie daran, im Handwerk und den Naturwissenschaften gibt es
Experten, im Geldwesen nicht. Hier reicht gesunder Menschenverstand.
Wenn sie an ihrem gesunden Verstand zweifeln, können sie sich das Thema
fließendes Geld für 48 € in der Arena in Leipzig von Experten näher
bringen lassen. Die Vorträge von Andreas Popp sind durchaus
unterhaltend. Wenn die Vorträge zum fließenden Geld sie nicht
überzeugen, machen sie gleich ein Termin für ein Seminar zur
Vermögenssicherung für 98 €. Auf den ersten Blick würde ich sagen die
Themen widersprechen sich aber ich bin ja auch kein Experte.



http://bayern.freieunion.de/text.php?s=print&id=24&key=94e6d43ea8681d9cec28ad9bd7befab8



http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1144509-1-10/goldenes-mittelalter-2-0-ein-weg-aus-der-krise

Montag, Mai 07, 2012

Wir müssen verrückt sein

Der Beginn von Fortschritt ist Wissensdurst , Zweifel und der Drang Grenzen zu überwinden. Es gibt aber zwei Arten von Fortschritt, den gewollten und den unerwünschten. Dass die Kirche den Fortschritt oft als Ketzerei auf den Scheiterhaufen brachte, wissen wir. Warum dies geschah, ist ebenfalls bekannt. Warum die Kirche trotz ihrer zahlreichen Verfehlungen heute immer noch existiert und nicht vom „Fortschritt“ auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgt wurde, ist für mich eine wichtige Frage. Das System der Unterdrückung von andersdenkenden und Fortschritt gibt es heute immer noch und es dient, genau wie die Inquisition, dem Machterhalt und dem Wohlstand einzelner. Der einzige Unterschied ist: das System ist wesentlich komplexer geworden. In einem hat sich allerdings nichts geändert, wie damals die Kirche Latein sprach, verwendet man heute wieder bei wichtigen Dingen Herrschafts- (Fremd-) Sprache, um den Pöbel dumm zu halten. Wer versteht schon in Amtssprache verfasste Schreiben und Gesetze. Nun könnte man meinen, die Gesetze bestimmen unser Handeln, aber was ist, wenn es genau umgekehrt ist und unser Handeln die Gesetze bestimmt? Im Moment gibt es wieder zahlreiche Wahlen, nicht nur in Deutschland. Wenn mich meine Erinnerungen nicht täuschen, gab es da immense Veränderungen. Ich kann mich nicht erinnern, dass über Wahlkämpfe so ausgiebig berichtet wurde und ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass sich ein(e) Bundeskanzler/ in in den Wahlkampf eines anderen Landes eingemischt hat. Aber was bezweckt man damit. Die FDP ist von 1,8% auf über 5% in den Meinungsumfragen gestiegen und das, ohne dass sich in der Partei etwas verändert hätte. Allein durch massive Medienpräsenz. Was glauben sie, wie viele Parteien und Wählervereinigungen gibt es in Deutschland? 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100 und wie viele davon gibt es auf ihrem Wahlschein? Die Medien präsentieren uns aber nur die, die „regierungsfähig“ sind . Sollte eine „Protestpartei“ die fünf Prozent Hürde schaffen, werden wir unermüdlich auf die nicht Regierungsfähigkeit hingewiesen. Der Maßstab, den die Medien für Parteien anwenden, führt zu nichts anderem als einer „Einheitspartei“. Eine Partei muss nicht regierungsfähig sein, denn es gibt noch eine Opposition. Warum kann ich nicht eine Partei wählen, die für niedrige Bierpreise eintritt, wenn das mein wichtigstes Interesse ist!? Das Problem ist in vielen Fällen nicht, dass es keine Partei gibt, die unsere Interessen vertritt, sondern dass wir sie nicht wählen, weil sie „regierungsunfähig“ sind. Selbst wenn die Medien damit recht hätten: in der Opposition vertretene Interessen sind besser als gar nicht vertretene Interessen. Es ist immer schwer, sich gegen Herrschaftsmeinungen zu stellen. Die Erde ist aber keine Scheibe und selbst wenn dies heute unbestritten ist, gibt es vieles, was uns als Scheibe verkauft wird, obwohl es rund ist. Der Z,weifel ist eine gute Fähigkeit des Menschen die einfach mehr genutzt werden muss, denn er bringt Fortschritt. Eine Glühbirne mit Jahrzehnten Lebensdauer ist Fortschritt und trotzdem unerwünscht. Es gibt viel unerwünschten Fortschritt in dieser Gesellschaft. Unerwünscht von 1 % der Gesellschaft und trotzdem ohne Chance sich durchzusetzen. Die Kirche gibt es noch, weil sie nach wie vor hilft, uns dumm zu halten, denn Glauben ist besser wie Wissen. Daran hat auch die Reformation nichts geändert. Auf eine 2000jährige Geschichte von Lügen werden es unsere Volksparteien nicht bringen, aber sie lernen davon. Da wir gerade dabei sind, wieder in eine Zeit von „Glaubenskriegen“ und „Ablasshandel“ zu verfallen, brauchen wir eine „Reformation“. Solange die „Schöpfungslehre“, „die Wiederauferstehung“ usw. unangetastet bleiben, wird sich nichts ändern. Wir brauchen keinen neuen Glauben sondern Wissen. Wir brauchen kein neues Geld sondern Gerechtigkeit. Wir denken nicht an unseren Nächsten, wir denken nicht einmal an uns selbst. Wir müssen verrückt sein.

Montag, April 23, 2012

Unser Geldsystem wird nicht mit Vernunft sondern mit Hass aufrecht erhalten

Unser Geldsystem unterliegt mit dem Zins einer Exponentialfunktion. Dies führt dazu, dass aus dem legendären Jesuspfennig im Laufe von 2012 Jahren, rein rechnerisch, eine Summe geworden wäre, die man nur noch in Erdkugeln aus Gold darstellen kann. Wer bei der Lösung des Problems von Rettungsschirmen und Wachstum faselt, ist gierig und von schlichtem Gemüt. Ob das Weltall unendlich ist oder nicht, ich weiß es nicht. Auf der Erde ist aber kein Wachstum unendlich. Weder das Wachstum der Bevölkerung noch das des Geldes. Unser Geldsystem wird im wesentlichen mit vier Faktoren geregelt . Mit Wachstum, Inflation, Währungsreformen und Krieg. Solange wir nicht einmal bereit sind, uns darüber Gedanken zu machen, wird sich daran nichts ändern. Ich bin der festen Überzeugung, dass es nichts grenzenloses gibt. Alles hat ein gesundes Maß, einen Idealzustand. Was darüber hinaus wächst, zerstört sich selbst. Nichts, was bis jetzt unternommen wurde, ändert etwas daran. Alle Maßnahmen verteilen weiter von fleißig nach reich. Wir stehen kurz davor, dass die Geldmenge wieder „geregelt“ wird. Inflation und Währungsreform bergen die Gefahr, dass sich der Hass verirrt und sich gegen Reiche richtet. Die sicherste Art einer Regulierung der Geldmenge ist ein Krieg mit klarem Feindbild. Die Fülle der Feindbilder reicht für mehr als einen Weltkrieg. Es wird Zeit, sich Gedanken zu machen, denn wir haben mehr zu verlieren als Geld.

Samstag, April 14, 2012

17.02.2012 HARTZ4 ZIVILER UNGEHORSAM MIT RALPH BOES - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=hc-banXWUs4

Lust auf neues Denken - Neues Denken statt neues Geld

Vielleicht haben sie schon etwas von der gemeinnützigen GmbH gehört, welche in der Leipziger Arena eine Veranstaltung „Lust auf neues Geld“ organisiert. So gut die Denkansätze auch sein mögen, eröffnen sich mir zwei wesentliche Fragen. Warum macht man eine derartige Veranstaltung in der Arena zu einem Kartenpreis von 48 € bzw. 25 € ermäßigt und was sind die Beweggründe der Veranstalter. Per Zufall kenne ich den Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH. Ich gebe gerne zu, dass ich etwas voreingenommen sein könnte, weil Herr Henke mir damals als OVB Vertriebsleiter die heute nicht so glückliche Variante der mittels Kapitallebensversicherung getilgten Immobilienfinanzierung verkauft hat. Ich werde den Eindruck nicht los, dass es hier nicht um unser Wohl geht . Wenn ich etwas verändern will, erreiche ich das mit Veranstaltungen, die 48 € Eintritt kosten? Bei all den interessanten Vorträgen, die ich mir im Internet und auf YouTube angesehen habe, geht es auch um den Verkauf einer Zeitschrift, Buch oder CD. Am Ende geht es doch fast immer um Eigeninteressen. So enden die Interessenvertreter der Bürgerbewegungen nach dem Gang in die Politik als gut abgesichertes Sprachrohr von Worthülsen. „Neues Geld“ ist ein guter Gedanke, aber in der Form, wie es Steffen Henke in seinem Vortrag und der Fragerunde erläutert, wirkt es auf mich nicht überzeugend . „Neues Geld“ schafft kein neues Denken und ohne ein Umdenken können Einzellösungen nicht funktionieren, es sei denn, wir bauen wieder eine Mauer um Deutschland. Dass jemand, der von Finanzdienstleistungen lebt, das Geldsystem erhalten will, ist nachvollziehbar. Dass er aber glaubt, mit Abschaffung des Zinses blieben die Preise stabil, ist naiv. Bei Äpfel und Birnen weiß Herr Henke das, denn er trägt vor, dass, wenn man einer Hälfte 10 Äpfel gibt und der anderen 1 Birne, wird nicht 1 zu 1 getauscht. Nicht nur das Geld befindet sich in Privathand, sondern der größte Teil an Land und Boden, die Rohstoffe und das Wissen in Form von Patenten. Damit bleiben wir weiter abhängig. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass Herr Henke vor vielen Jahren begann, sich in einem Verein gegen die Pflichtmitgliedschaft in der IHK zu engagieren und wegen der hohen Steuern die Staatsquote senken wollte. Die Pflichtmitgliedschaft gibt es noch, denn letztendlich geht es in all den Vereinen nur um Beziehungen und damit um Kohle, Kohle und nochmals Kohle. Wenn jemand etwas verändern will und nicht nur sich selbst helfen, gründet er keinen Verein und verkauft sein Wissen, sondern er macht es kostenlos zugänglich, um eine breite Masse zu erreichen. Wenn die Friedensbewegung der DDR damals auf dem Ring Eintritt erhoben hätte, gebe es die DDR noch. Wer etwas verändern will, teilt sein Wissen kostenlos im Internet und nicht in Büchern. Außerdem dürfte eine Demonstration nicht nur glaubwürdiger sein, sondern auch wirkungsvoller, als die Leute in der Arena zu bespaßen. Spendenaufrufe am kalten Büfett haben noch nie etwas verändert. Was mir auffällt, ist ein starkes zunehmen von kritischen Äußerungen und gleichzeitig eine radikale Vereinfachung in der Sprache. Während ich vor Jahren noch regelmäßig das Wörterbuch bemühen musste, um den hochtrabenden Beiträgen zu folgen, erklärt man inzwischen veranschaulicht mit Äpfeln und Birnen, natürlich aus ökologischem Anbau. Bevor sie sich freuen, dass es jemanden gibt, der ihnen aus dem Herzen spricht, muss man darüber nachdenken wem es nützen kann. Die meisten Zusammenhänge erkennen wir leider zu spät, oder noch viel schlimmer: nie. So gerne ich vor allem den Vorträgen von Andreas Popp zuhöre, es werden Lösungen angeboten, die für mich nicht schlüssig erscheinen und in einer globalisierten Welt nicht funktionieren werden. Die Lösung erscheint mir kein neues Geld, sondern neues Denken. Wir müssen unseren Kindern beibringen, dass unsere Welt endlich ist und wir sorgsam damit umgehen müssen . Die Verschwender unserer Lebensgrundlage müssen nicht beneidet, sondern verachtet werden. Mehr Veränderung bedarf es gar nicht. Damit wir das alle weltweit verstehen, bedarf es in einer globalen Welt, einer gemeinsamen Sprache, die keinen bevorzugt. Esperanto hat sich aber aus verständlichen Gründen nicht durchgesetzt. Wenn sich alle Menschen verstehen, wird es viel schwerer, uns gegeneinander auszuspielen. Ein System ohne Schranken kann man nicht lokal reformieren. Das geht nur weltweit. Solange es gelingt, Vorurteile und Hass unter den Menschen zu schüren, wird es kein System geben, mit dem wir in Frieden und Gleichberechtigung leben. Wir behandeln immer nur die Symptome, aber nicht die Krankheit. Wohl wissend, dass ich es nie erleben werde, kann ich doch wenigstens davon träumen, dass wir eines Tages ohne Geld auskommen werden. Die Einführung des zinsfreien Geldes kommt einfach zu spät, denn das Kapital braucht den Zins nicht mehr, denn es besitzt fast unsere ganzen Lebensgrundlagen. Damit bestimmen wenige Menschen über unseren „Wohlstand“ und das Geld ist kein Tauschmittel, sondern die Besitzurkunde über menschliche Arbeitskraft. Es gibt Menschen, die sich offenbar dafür einsetzen, dass sich unsere Situation verbessert. Da sie viel „intelligenter“ als wir sind, vertrauen wir auf sie und stellen eigene Bemühungen zurück. Der selbstlose Mensch ist aber die Ausnahme und nicht die Regel. Wenn es um Geld geht, traut man sich heute nicht einmal in der eigenen Familie über den Weg. Wir misstrauen Menschen, die uns nahe stehen und sogar uns selbst und liefern uns denen aus, die unser Vertrauen nicht verdienen. Dabei ist es so einfach, selbst aktiv zu werden. Die einfachen Mittel: Petitionen, Briefe an Politiker und die Wahl werden zu wenig genutzt. Die Demonstration ist ein Anzeichen für wachsende Unzufriedenheit und der erste Indikator für politisches Unvermögen. Danach kommt das letzte Mittel, der Aufruhr. Der Umgang mit der Protestbewegung macht mir angst, denn er führt letztendlich zu Aufruhr. Wir alle sehen , wenn eine Demonstration niedergeknüppelt wird. Was wir aber nicht sehen, ist, wenn „V-Leute“ die Protestbewegung unterwandern, spalten und für ihre Zwecke nutzen .

Sonntag, April 01, 2012

Deutscher Bundestag: Europäischer Stabilitätsmechanismus und Fiskalpakt - Rede Gregor Gysi

http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&ids=1627815&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&destination=search&mask=search

ESM - der Weg in den „Finanz“Faschismus.

Obwohl ich politisch links stehe, war ich schon immer gegen ein NPD Verbot. Ich bin der Ansicht, dass eine Demokratie sich auch mit Meinungen auseinandersetzen muss, die nur von Randgruppen vertreten wird. Ausgerechnet die NPD, welche als verfassungsfeindlich gilt, vergleicht den ESM Vertrag mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933 und warnt vor dem Ende der Demokratie. Vor was die NPD da warnt, ist nichts anderes als der Weg in den „Finanz"Faschismus. Allerdings darf man die Beweggründe für diese Warnung nicht außer Acht lassen.


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Der Faschismus duldet keine andere Weltanschauung neben sich. Getreu dem
Führerprinzip haben sich alle seinen Regeln, die vom Führer sozusagen verkörpert werden, in ihrem Denken und Handeln zu unterwerfen. Das Führerprinzip ist mit allen Mitteln durchzusetzen. Gewalt gilt dabei als absolut legitim. Als ebenso legitim gilt die gewaltsame Machtergreifung, denn der "natürliche" Anspruch auf die Macht besteht aus der Sicht des Faschisten ohnehin. Diese Macht ist demnach dauerhaft zu sichern. Meinungsfreiheit, demokratische Strukturen, eine funktionierende Opposition oder gar freie Wahlen sind daher in solchen Systemen nicht denkbar. Um dem Gedanken der Gleichheit im Volke gerecht zu werden, duldet der Faschismus keine Interessenvertretungen einzelner Gruppen wie beispielsweise Gewerkschaften oder Frauenbewegungen. Die offizielle Partei gilt als einzige Interessenvertretung aller. Die eigene Nation bzw. das eigene Volk steht an erster Stelle. JedeEntwicklung, auch im Ausland, wird ausschließlich danach bewertet, obsie den Bedürfnissen der eigenen Nation dient. Tut sie das nicht, kann dies ein ausreichender Grund für einen Angriff sein.Unterfüttert wird diese Denkweise mit einem Rassismus, der das eigene Volk als höherwertig und überlegen gegenüber anderen Völkern betrachtet. Deshalb soll eine Stärkung und Vergrößerung dieses Volkes zu einer Verbesserung der Welt führen. Der Rassismus, oftmals verbunden mit Antisemitismus, entfaltete sich bisher nur im nationalsozialistischen Deutschland in vollem Umfang, allerdings ist jedes faschistische Regime dafür anfällig. Zur Reinerhaltung des Volkes erfolgt eine Auslese, in deren Rahmen alsminderwertig geltende Gruppen herabgesetzt oder "aussortiert" werden. Dies kann sich auf Behinderte oder Homosexuelle beziehen, aber auch aufAnhänger unliebsamer Weltanschauungen oder Immigranten und deren Nachkommen.

Auf youtube stehen Redebeiträge der NPD vor dem Sächsischen Landtag zu ESM. Im Normalfall hört man die nicht an. Wenn es aber um eine grundlegende, unwiderrufliche Entscheidung geht, ist jede Meinung für ein Gesamtbild wichtig. Die Medien vernachlässigen das Thema nicht fahrlässig sondern vorsätzlich. Wer nicht einseitig informiert werden will, muss selbst suchen. Schauen sie sich doch einmal die 172. Plenarsitzung zum ESM an. Dann sehen sie, was herauskommt, wenn die Wahlplakate, die sie wählen, sprechen Es gibt vieles, was wir bereits verschlafen haben. Deshalb gibt es in Europa mit dem Lisabonvertrag wieder die Todesstrafe, obwohl die Mehrheit dies sicher ablehnen würde. Über die Ursachen des Arabischen Frühlings will ich nicht anfangen zu debattieren. Die Menschen werden aber nicht die Freiheiten bekommen, für die sie auf die Straßen gingen. Was sie bekommen ist die Weltherrschaft des Finanzkapitalismus. Unternehmen, Staaten, Bürger ohne die Möglichkeit der Gegenwehr. Die letzten Möglichkeiten zur demokratischen Gegenwehr werden wir allem Anschein nach verschlafen. Vor 10 Jahren war ich mir noch sicher, wann es wieder etwas ähnliches wie Sozialismus auf deutschem Boden geben wird. Inzwischen habe ich Bedenken, ob staatliche Einzellösungen, welcher Art auch immer, überhaupt eine Chance gegen das Finanzkapital haben. Das Finanzkapital beseitigt im Moment jegliche Art von Selbstverwaltungen und bündelt die Staaten mit Hilfe des IWF, der Weltbank und des ESM zu größeren, kreditabhängigen Verwaltungseinheiten. Was dann passieren wird, ist die Anpassung an den niedrigsten Standard, wie wir es jetzt in der EU erleben, nur weltweit. Was sich durchsetzt, ist der niedrigste Standard, mit dem das meiste verdient wird. Die Schere zwischen fleißig und reich wird so immer mehr auseinander gehen bis es Aufstände gibt . Sollten die Medien uns einmal nicht den richtigen Schuldigen vermitteln können, so dass sich die Aufstände gegen die Demokratie des Geldes richten, kann die Todesstrafe zur Niederschlagung der Aufstände angewandt werden. Solange sich die Empörung gegen Ossis, Harz IV Empfänger, Griechen usw. richtet, ist die Anwendung der Todesstrafe nicht zu befürchten. Denn wenn wir beginnen uns gegenseitig die Schädel einzuschlagen, verdienen die Kapitalbesitzer kräftig dazu. Mit dem ESM erteilen wir ihnen unwiderruflich Einzugsermächtigung für unser Konto und halten so ein völlig überspanntes System am Leben, das schon zusammenbrechen würde, wenn wir elektronische Zahlungen einstellten und nur mit Bargeld bezahlten. Die Menschen wollen keine Alternativen, weil bei ihnen Angst geschürt wird etwas zu verlieren. Unsere Konten sind aber schon lange leer, wir haben es nur noch nicht gemerkt, denn elektronische Speicher sind noch geduldiger als Papier.


Deutscher Bundestag: 172 Plenarsitzung zum ESM und Fiskalpakt

ttp://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&ids=1627073&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&destination=search&mask=search


ESM + LISSABON Vertrag & TODESSTRAFE = DIKTATUR in EUROPA

http://www.youtube.com/watch?v=29eTRNSYekQ


Nichtbeistands-Klausel

http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtbeistands-Klausel

Rede von Sahra Wagenknecht : Mediathek des Deutschen Bundestages

http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&ids=1527586&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&destination=search&mask=search


"Vom organisierten Geld regiert zu werden,
ist genauso schlimm wie vom organisierten Verbrechen regiert zu
werden"

Samstag, März 24, 2012

Vertrauen schenken

Die Medien sind voll des Lobes für Joachim Gaucks Antrittsrede. Sprachlich mag sie auch durchaus gelungen sein, aber mich erinnert es eher an eine Predigt als an eine Grundsatzrede. Vieles von dem Gesagten gefällt sofort.“Wir lassen uns unsere Demokratie nicht wegnehmen.“ „Wir lassen unser Land nicht im Stich.“ „Die Völker ziehen in Richtung Freiheit.“ Auch wenn unser Bundespräsident viele wärmende Worte findet, möchte ich mein Vertrauen nicht verschenken. Herr Gauck kann es sich verdienen. Nichts ist gefährlicher als blindes Vertrauen. Selbst das Selbstvertrauen, das zweifelsohne sehr wichtig ist, darf nicht grenzenlos sein. Wenn Herr Gauck von der Wende und von Mut spricht, macht er das aus einem anderen Gesichtspunkt wie ich. Wir haben die Wende ohne Blutvergießen geschafft, weil wir das freie Denken nicht verlernt hatten. In der DDR wollte man das freie Denken unterdrücken, was nicht einmal ansatzweise gelang. Heute wird es uns aberzogen und das mit wachsendem Erfolg. In den Zeitungen wurden, im Zusammenhang mit den Streiks im öffentlichen Dienst, die Gehälter von Müllmännern usw. veröffentlicht. Die Reaktion auf der Baustelle war Neid und Missgunst, dass die, welche schon mehr verdienen als jeder Bauarbeiter, noch mehr haben wollen. Nicht einer kam auf die Idee, dass das Gehalt in Ordnung ist, aber man selber zu wenig verdient. Wir haben das freie Denken fast verlernt. Die Medien bestimmen unsere Gedanken . Auf wie viele Fragen die Antwort mehr Europa sein kann, sei einmal dahingestellt. Ein demokratisches Europa kann man nur schaffen, wenn man die Bürger dazu fragt. Diesen Punkt habe ich wahrscheinlich bei Herrn Gauck überhört. Aber sonst eine sehr versöhnliche Rede, die aber eine auseinander driftende Gesellschaft keinen Millimeter zusammenführt.

Mittwoch, März 07, 2012

Alternativlos!

http://alternativlos.org/22/


In der Sendung geht es um Korruption und Manipulation in der Politik,
wie sich Politik und PR annähern, und wie sich die Politik der Weltbank
und des Weltwährungsfonds (IMF) gegenüber afrikanischen Ländern und die
Poltik Deutschlands gegenüber Griechenland und Frankreich ähneln.

Montag, Februar 27, 2012

Bundespräsident: "Gauck ist die falsche Person" — Der Freitag

 http://www.freitag.de/politik/1208-gauck-ist-die-falsche-person 

Erhellendes zum Gauck’schen Verständnis von “Freiheit“ | Lars Schall
http://www.larsschall.com/2012/02/21/erhellendes-zum-gauckschen-verstandnis-von-%E2%80%9Cfreiheit%E2%80%9C/


Kein Beleg für technische Manipulation des Gauck-Votings | MDR.DE
http://www.mdr.de/nachrichten/voting146.html


Ich vermute einmal, dass es in den nächsten Wochen einen sprunghaften Anstieg von Skandalen durch Enthüllungsjournalismus geben wird. Die aktuellen Umgestaltungsprozesse in der Europäischen Union und der Welt können nicht völlig verheimlicht werden. Deshalb werden wir mit ausreichend Aufregung versorgt, damit wir uns nicht die falschen Gedanken machen.Unser letzter Bundespräsident ging mit sehr viel Aufsehen. In anderen Ländern gab es ähnliche Fälle, wie Dominique Strauss-Kahn und Silvio Berlusconi. Die Presse gewinnt aber nicht an Glaubwürdigkeit, nur weil sie sich am Steinigen von Politikern beteiligt. Es gibt immer zwei Seiten, einer der Gefälligkeiten annimmt und einen der sie gibt. Eine glaubwürdige Presse verfolgt den Schmierstoff des Systems bis zu seiner Quelle und nicht nur bis zum ersten Leck. Davon sind wir meilenweit entfernt. Was wir denken sollen, wird uns schon lange von den Medien vorgegeben. Ich habe mir ein paar Vorträge von Joachim Gauck auf youtube angesehen. Man muss, um jemanden richtig einschätzen zu können, nicht nur lesen, was er gesagt hat, sondern ihn dabei auch sehen. Ich kann mich mit seiner Lebenswirklichkeit nicht identifizieren und das, obwohl ich sie fast eins zu eins erlebt habe, nur eine Generation später. Die Eitelkeit Joachim Gaucks ist für mich fast unerträglich. Vor diesem Mann muss man sich vorsehen. Der neue Bundespräsident ist ein Kuckucksei, von dem man nicht weiß, wer ihn uns ins Nest gelegt hat. Der „Markt“ schuf den Bundespräsidenten als sein Ebenbild. Vielleicht schuf er ihn auch als weiteres Ablenkungsmanöver, denn Frankreich hat den ESM Vertrag schon ratifiziert. Es kann jetzt ganz schnell gehen. Gauck nennt sich einen Demokratielehrer und spricht viel von Verantwortung. Wenn die „demokratischen Volksvertreter“ bei ihm gelernt haben, würde das einiges erklären.










Sonntag, Februar 19, 2012

Der Rücktritt des Bundespräsidenten und die vierte Macht

Ich möchte mein Bedauern über den Rücktritt von Christian Wulff ausdrücken. Ich hatte gehofft, dass unser Bundespräsident im Amt bleibt und seine Unterschrift unter dem ESM Vertrag verweigert. Dass Christian Wulff nach seinem Rücktritt ausgerechnet von dem Mann vertreten wird, der gesagt hat „ Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden“, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Ich frage mich, wie wir in diesen Zustand gekommen sind, in dem wir uns befinden. Joachim Gauck, der als neuer Bundespräsident gehandelt wird, bezeichnet Leute, die sich über Alternativen Gedanken machen, als „erfahrungsresistent und denkfaul“- „unsäglich albern“. Die Presse begann sich, schon vor dem Rücktritt von Christian Wulff, für Gauck zu formieren. Die LVZ nennt Joachim Gauck den deutschen Stephan Hessel. Ich halte den Mann nicht für fähig, ein kurzes auf den Punkt gebrachtes Werk wie „Empört Euch“ zu schreiben. Dazu fehlt ihm die kritische Grundhaltung. Gauck sieht in dem herrschenden Zustand das ideale System und sondert nur Sprechblasen freier Märkte ab. Dass die von ihm hochgelobte Freiheit, welche auch er durch seine üppigen Bezüge genießen kann, Millionen Menschen auf niedrigstem Niveau gerade einmal überleben lässt, beschäftigt ihn nicht. Joachim Gauck hat ein Heftchen geschrieben, das am Tag des Rücktritts von Christian Wulff in die Buchhandlungen gekommen ist. Es ist doppelt so dick und doppelt so teuer wie „Empört Euch“. Das macht ihn aber nicht zu einem Stephan Hessel. Stephan Hessel sieht die Demokratie und die Freiheit der Presse in Frage gestellt. Dass der Meinungsjournalismus nach seinem größten Erfolg den möglichen Nachfolger des Bundespräsidenten mit Stephan Hessel vergleicht, sollte zu denken geben. Die Medien bezeichnen Joachim Gauck als Bürgerrechtler. Bevor man die positive Wortwahl verinnerlicht, sollte man sich fragen, welche Rechte der Bürger Joachim Gauck durchgesetzt hat. Der Erfolg der „freien Presse“ beim Rücktritt unseres Bundespräsidenten ist in Wahrheit Ohnmacht der Politik und Rechtlosigkeit der Wähler.


ACTA - Die totale Internetzensur - Wissenswertes über ACTA - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=ErTNEh1z75o&feature=fvwrel

Schäuble unzensiert - zur Souveränität der BRD - Bundesrepublik Deutschland - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=iKd4lpNR3os&feature=related

Die vergessenen Warnungen von Kennedy und Eisenhower 1961 - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=Vt0w8Dyg8uE&feature=related

Sonntag, Februar 12, 2012

Über Geheimlogen und Think Tanks (1/6) - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=njYFcOMcq7w

Gibt es eine Lösung für die „Wirtschaftskrise“ ?


Wenn man erst einmal anfängt zu suchen, finden sich im Internet unzählige interessante Lösungsansätze. Die meisten befassen sich mit alternativen Geldsystemen. Einiges von den Vorträgen scheint gut durchdacht. Wir hören zum Beispiel, dass das Geldsystem zu den Menschen passen muss. Sind wir unterschiedlich und wenn ja, worin? Der Spanier legt sich mittags hin und der Deutsche nimmt eine Herztablette und arbeitet durch. Sind das Unterschiede, die ein Geldsystem beachten muss? Wenn dem so wäre, könnte man das Problem mit einem Geldsystem, das die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft beachtet, lösen. Ich kann nur nicht so richtig daran glauben, denn wir sind letztendlich alle gierig, nur die Ausprägung ist unterschiedlich. Ich denke, die Lösung des Problems ist einfacher als man denkt. Unser Leben wird durch das ständige Streben nach Anerkennung bestimmt. Die größte Anerkennung gewinnt man durch maximalen Wohlstand. Im normalen Alltag bleibt diese Anerkennung den meisten Menschen verwehrt. Die einzige verbleibende Möglichkeit für einfache Menschen, gesellschaftliche Anerkennung zu erfahren, ist der Krieg. Nur der Krieg macht aus dem überflüssigen, unerwünschten Teil der Bevölkerung Patrioten. Stellen wir uns einmal vor, die Ressourcen der Erde sind begrenzt und enden am Tag X. Wäre es da nicht patriotische Pflicht, so sparsam wie nur irgend möglich mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen? Müsste nicht der Mensch am angesehensten in der Gesellschaft sein, der Ressourcen einspart? Sparsamkeit mit Ressourcen schließt Produktivität und Erfindungsgeist nicht aus . Sparsamkeit ist nicht der Weg zurück in die Steinzeit sondern Fortschritt. Der Krieg ist die größte Vernichtung von Ressourcen und keine patriotische Pflicht, sondern ein Verbrechen an der Menschheit, den es nur wegen der Gier einzelner gibt. Wir sollten die Besitzer von Flugzeugen, Jachten, Nobelkarossen, Luxusimmobilien, Ländereien usw. nicht mehr bewundern sondern verachten, weil sie die Lebensgrundlage unserer Nachkommen verschwenden. Unser Leben würde sich sofort zum Besseren verändern, und das ohne Gewalt. Es macht aber keinen Sinn, über das alles zu diskutieren, bevor man unser System nicht verstanden hat. Wenn sie das Geldsystem verstehen wollen, googlen sie - Fabian der Goldschmied -. Inhalt:
Was ist Geld?
Wie entstanden Banknoten, Schecks usw.
Der grundlegende Fehler im System
Warum überall Geld fehlt
Warum die Bürokratie immer weiter ausufert
Warum die Belastungen für die Bürger laufend anwachsen
Warum es zu Kriegen kommt
Warum das Bargeld schrittweise abgeschafft wird
Die Ursache der Globalisierung
Das unentdeckte Geheimnis des Banken- und Geldwesens

http://www.youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0


15.02.2011 Arte: Kaufen für die Müllhalde – ein Bericht auf Arte über geplante Obsoleszenz (Veralterung) von Produkten. Hier erfahren sie, wie zB. ein Drucker mit dem Einbau eines Betriebsstundenzählers unbrauchbar gemacht wird.

http://www.youtube.com/watch?v=tI798T2tRrQ


Zum Schluss habe ich ihnen zwei Zitate bekannter Persönlichkeiten herausgesucht, die zum Thema passen. Bekannt werden Zitate nur, wenn sie aussprechen, was wir im innersten fühlen. Wir und die Zeit sind es, die ein Zitat zur Weisheit machen. Die Prominenten sind nicht schlauer wie wir, sie werden nur als einzige überliefert. Würden Zitate nicht nach gesellschaftlichen Bedürfnissen gefiltert, was bliebe dann von der Weisheit. Wir brauchen keine fremden Weisheiten, sondern alle Informationen, um endlich frei zu denken.



„Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

Henry Ford


„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

Mahatma Gandhi



         

Dienstag, Januar 31, 2012

Kommt der Crash CLUB2 ORF - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=x0sWpjEMBIA

2 Stunden Bewegung im Kreis. Eine gesellschaftliche Alternative wird
nicht einmal angesprochen.

Sonntag, Januar 29, 2012

nach-denken

Wer schon einmal auf meiner Seite gelesen hat, weiß, dass ich zu den Leuten gehöre, die sich Gedanken machen. Leider bin ich erst vor ein paar Tagen im Internet auf die Wissensmanufaktur gestoßen . Dabei habe ich eine für mich neue Erkenntnisse gewonnen. Die Federal Reserve ist keine „Notenbank“, sondern privates Gelddruckrecht. Ich habe einiges über das Geldsystem gelesen und auch erkannt, dass es Fehler hat. Mir ist durchaus bewusst, dass der Gewinn des einen die Schulden des anderen sein müssen. Wenn man mit dieser Erkenntnis am europäischen Gedanken festhält, steht man einer gemeinsamen Staatsanleihe offen gegenüber. Natürlich beginnen sofort Diskussionen über die Kosten für den deutschen Steuerzahler. Nun bin ich der Meinung, dass es ein friedliches Europa nur geben kann, wenn der „Wohlstand“ gleichmäßig verteilt wird. Leider denkt man zuerst über das nach, was man verlieren könnte und nicht an das, was gewonnen werden kann. Und so geht es in all den Diskussionen in der „Schuldenkrise“ um die Belastung für den Steuerzahler. Unsere Politiker treten für die Interessen des Steuerzahlers ein und in Griechenland veröffentlicht man „die Liste der Schande“. Ich bin kein Rechtswissenschaftler und kann auch nur bedingt den Ausführungen prominenter Staatsrechtler folgen. Ich verstehe die rechtlichen Grundlagen der Verträge der EU nicht mehr. Was mich erschreckt hat, ist, wie unterschiedlich alleine die Frage des Demonstrationsrechtes im Fall von Stuttgart 21 bewertet wurde. Als Ergebnis der ständigen Lügen, geht man über kurz oder lang in eine Oppositionshaltung. So spaltet sich die Bevölkerung in zwei Lager. Die einen folgen der Mehrheit und die anderen gehen in Opposition. Wenn sie einen Geniestreich landen wollen, versuchen sie nicht, dem Bürger etwas einzureden, sondern sie sorgen dafür, dass er es selbst will. In der Politik bedeutet das, sie schicken die Opposition auf ihren Weg. Da das noch zu unsicher ist, sorgen sie dafür, dass der Weg im Kreis geht. Im Fall Griechenlands ist es völlig egal, ob das Land Pleite geht oder nicht. Die Banken verdienen in jedem Fall. Warum dann die Aufregung??? Was ich bis jetzt auch nicht wusste, ist, dass John F. Kennedy kurzzeitig den Federal Reserve Act aufhob und wieder Staatsgeld einführte. Geben wir uns einmal Verschwörungstheorien hin und sehen darin den Grund für die Ermordung. Was würde das für Europa und den Euro als Konkurrenz zur amerikanischen Leitwährung bedeuten??? Der Gedanke ist so abenteuerlich, dass ich darüber noch etwas nachdenken muss. Warum Facebook bei seinem Börsengang einen hohen Wert erzielt, weiß ich aber schon. Ein Unternehmen, mit dem man Einfluss auf Millionen von Menschen gewinnt und sogar Regierungen stürzen kann, ist mit Geld gar nicht zu bezahlen. Und dann nennt man das Ding sogar noch soziales Netzwerk. Unter diesem Gesichtspunkt sollte man über das Löschen der Facebookseite von Hape Kerkeling einmal nachdenken. John F. Kennedy würde in heutiger Zeit möglicherweise nicht erschossen werden, sondern einfach nur „gewulfft“.

Freitag, Januar 27, 2012

Hetzkampagne gegen Christian Wulff Hintergrund -ESM Vertrag

Wenn sie immer noch zu denen gehören, die der medialen Hetze gegen
unseren Bundespräsidenten folgen, sehen sie sich diese beiden Videos an.

Andreas Popp - Danistakratie ! Auszug ! Die Herrschaft des Wuchers
[Wissensmanufaktur]

http://www.youtube.com/watch?v=7Y9RGzFGwXM

Hetzkampagne gegen Christian Wulff Hintergrund -ESM Vertrag

http://www.youtube.com/watch?v=xJdrEL9HhF4


Wenn sie dann noch glauben, dass es eine freie Presse gibt, die die Gesamtheit der „öffentlichen Meinung darstellt", sollte man ihnen das Wahlrecht aberkennen. Die Presse gehört dem Kapital und wer für den Bundespräsidenten Partei ergreift, wird gelöscht. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Demonstration gegen den Bundespräsidenten mit „Mietdemonstranten" inszeniert wurde. Eine derartige Meinung wird aber in den Kommentaren fast aller Zeitungen gelöscht. Können sie ausschließen, dass wir einen Bundespräsidenten haben, der so viel Gewissen und Rückgrat besitzt, uns vor dem größten Fehler der Geschichte zu bewahren?? Nein, das können sie nicht, weil sie überhaupt keine Ahnung haben. Sie sind zu faul, sich alternativ zu informieren und verlieren den Blick für das Wichtige. Wir diskutieren lieber über „Hundebisse aus aller Welt", weil uns das so vorgegeben wird. Fangen sie endlich an, selbst zu denken, sonst haben wir bald die nächste Generation, die den Faschismus nicht hat kommen sehen.

Sonntag, Januar 22, 2012

Treibjagd oder Pressefreiheit ???

Am Freitag den 13.1. titelten fast alle Zeitungen, dass ¾ der Bevölkerung das Ansehen des Bundespräsidenten für dauerhaft beschädigt halten. Im Text erfährt man dann, dass 50 % für einen Verbleib Wulffs im Amt sind und nur 44% für einen Rücktritt stimmen. Wie oft haben wir es erlebt, dass nach deutlichen Verlusten und ausgesprochen knappen Wahlergebnissen ein eindeutiger Wählerauftrag herbeigeredet wurde. Bei einem Wahlergebnis, mit einem Abstand von 6%, titelt man aber mit einem auf Dauer beschädigten Ansehen. Ist das noch freie Meinungsäußerung oder Politik und Meinungsmache? In welcher Affäre redeten so viele Beteiligte so freimütig mit der Presse? Wann wurden schon einmal in so kurzer Zeit so viele Verfehlungen recherchiert? Welche Möglichkeiten hat denn eine „freie Presse“ bei ihren Recherchen gegen die sonst geschlossene Mauer des Schweigens? Es ist schon eine Weile her, als über Peter Hartz die VW Affäre zusammen schlug. 6 Jahre später erscheint auf ARD ein sehr wohlwollender Bericht über Peter Hartz, in dem Christian Wulff anscheinend nur eine Nebenrolle spielt.


 Auf der Suche nach Peter Hartz – YouTube http://www.youtube.com/watch?v=sv6bjbzxDB4 

Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass hier der Grundstein für neues Ungemach gelegt worden ist. Der ganze Bericht ist auf jeden Fall ein Paradebeispiel, wie man durch reine Wortwahl auf einmal Peter Hartz positiv darstellt. Das gleiche hätte man mit Christian Wulff tun können und damit titeln: „Breite Mehrheit der Bevölkerung für Wulffs Verbleiben im Amt“. Eine Demokratie gibt es nur mit Pressefreiheit und Pressefreiheit gibt es nur ohne Medienkonzerne. Die Zerschlagung der Medienkonzerne erscheint mir heute genauso utopisch wie damals das Ende der DDR. Wenn die Einrichtung einer Beschwerdestelle über Zensur im Petitionsausschuss kein Gehör findet und der Bürger im Umgang mit den Medien nicht kritischer wird, wird es einen unabhängigen Politiker nicht mehr geben. Gregor Gysi sagt, dass Christian Wulff nicht mehr die geforderte Souveränität für das Amt besitzt und sich abhängig gemacht hat.Gysi sieht die Gefahr, dass Wulff, durch die Abhängigkeit von Angela Merkel, seine überparteiliche Unabhängigkeit verloren hat und die Regierung bei offenkundig grundgesetzwidrigen Gesetzen nicht kritisieren kann. Was Gysi vergisst, ist, dass Angela Merkel ein inniges Verhältnis zu Springer und Bertelsmann pflegt. Ein Bundespräsident, der den Mut hat, sich gegen die Medien zu behaupten, hat seine Unabhängigkeit nicht verloren sondern er gewinnt sie erst. Dabei fallen ihm ausgerechnet die in den Rücken, welche selbst ein Interesse haben müssten, die Macht der Medien zu beschränken. Wenn die Presse schon über geschenkte Bobbycars berichten muss und die Staatsanwaltschaft trotz alledem keinen ausreichenden Anfangsverdacht für die Einleitung von Ermittlungen sieht, spricht das doch für unseren Bundespräsidenten. Das bis jetzt bekannt gewordene ist doch noch vergleichsweise harmlos zu dem Sumpf, in dem manch andere Politiker stehen. Kurt Biedenkopf wird heute noch wegen seiner „Verdienste“ als König Kurt bezeichnet, dabei steht der Mann mehr als hüfttief im Sumpf. Bedauerlicherweise gibt es kaum Journalisten, die auch kritische Fragen stellen. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn Journalisten für das Stellen von Fragen zum „Sachsensumpf“ zu Geldstrafen verurteilt werden. Wir haben keine Freie Presse und keine unabhängigen Politiker. Einen Heiligen kann man unter Politikern nicht erwarten, aber möglicherweise einen, dessen Gewissen Grenzen kennt. Bevor man dem medialen Großaufgebot folgt, sollte man nachdenken, ob dies nicht der Fall sein könnte und Christian Wulff nicht die Starbesetzung ist, aber vielleicht der kleinere Schaden.

Sonntag, Januar 08, 2012

Demo gegen Bundespräsidenten mit Mietdemonstranten ???

Es ist heute nicht leicht, Menschen für eine aktive Mitgestaltung zu gewinnen . Die Parteien verlieren ihre Mitglieder, die Wahlbeteiligung sinkt immer weiter und Demonstranten bekommt man nur noch mit großem Organisationsaufwand auf die Straße. Die Ansicht, dass einzelne nichts verändern können, hat sich festgesetzt. Wenn es heute noch Demonstrationen gibt, an denen mehrere hundert Menschen teilnehmen, haben mehrere Organisationen dazu aufgerufen. Die Demonstration gegen Bundespräsidenten Wulff soll über Facebook aus dem Volk organisiert worden sein. Was üblicherweise über Facebook organisiert wird, sind Partys und „flashmobs“, zu denen eher junge Menschen kommen, welche hauptsächlich das Internet nutzen. Die Demonstration vor dem Schloss Bellevue stand unter dem Motto „Wulff den Schuh zeigen“. Fast jeder der Demonstranten hatte auch einen Schuh mitgebracht oder schwenkte ein Plakat. Die Ausstattung der Demonstranten, vom Holzbein mit Schuh, über Megafon, bis zum A3 Farbhochglanzdruck und der Querschnitt durch alle Bevölkerungsschichten, war beeindruckend. Besonders bemerkenswert ist, wie viele ältere Menschen über Facebook vernetzt sind. Mich würde interessieren, ob es einen Journalisten gibt, der unter den Teilnehmern nach Mietdemonstranten gesucht hat. Es gibt zahlreiche Artikel über Mietdemonstranten, in denen auf die Firma „erento“ hingewiesen wird. Auf der Internetpräsenz ist aber im Moment nicht ein einziger zu finden. In dieser Gesellschaft ist alles käuflich und die Meinungsfreiheit eines Demonstranten kostet laut Internet 30 -145 €. Wenn hier nur ein gekaufter Demonstrant Schuhe geschwenkt hat, ist dies ein viel größerer Skandal.

Samstag, Januar 07, 2012

Kampagne gegen Bundespräsidenten Wulff

Die Berichterstattung über unseren Bundespräsidenten hat nichts mehr mit kritischer Berichterstattung zu tun, sondern ist eine Treibjagd.
Ich finde es bemerkenswert, wie in unserer Gesellschaft, in der sonst doch eher die kollektive Vergesslichkeit herrscht, sich sogar Freunde unseres Bundespräsidenten genau erinnern und ausgiebig mit der Presse reden. In wie viele Fällen von Spendenaffären, Amtsmissbrauch, Korruption, Steuerhinterziehung usw. usw. war dies nicht der Fall. Hat die Presse Helmut Kohl zerrissen, als er sich weigerte, in der Parteispendenaffäre die Namen der Spender zu nennen? Ich habe nichts gelesen, wo man auf Grund von Zweifeln zur Zurückhaltung aufruft. Selbst nach der Stellungsnahme des Bundespräsidenten und der anschließenden Bekanntgabe von Teilen des Wortlautes der Mailboxnachricht hat niemand Zweifel, sondern man deutet den Wortlaut zu Ungunsten von Herrn Wulff. Wenn man nicht nur mit ja oder nein antwortet, beginnt schon der Spielraum für Interpretation . Man kann, wenn man will, die gesamte Erklärung auch positiv bewerten. Der Bundespräsident spricht zu Beginn des Interviews von einer breiten Unterstützung aus der Bevölkerung, angesichts der medialen Vorverurteilung ist dies allerdings unwahrscheinlich. Selbst die Nachdenkseiten, welche eher kritisch berichten, greifen den Bundespräsidenten an und werfen ihm sogar vor, dass er „dem Springer-Verlag und der Bild Zeitung die Gelegenheit bot , sich als Vorkämpfer für die Pressefreiheit aufzuspielen und so tun konnte, als würde sie auch vor konservativen Politikern nicht klein bei geben. Dabei war die wohlfeile Kampagne gegen Wulff nur eine Machtdemonstration dafür, wie die Medien und die Öffentlichkeit mobilisiert werden können, wenn die Politik nicht nach der Pfeife von Springer tanzt.“ Die Nachdenkseiten sind der Meinung, dass die Kampagne gegen Wulff eine Machtdemonstration der Presse ist, stellt aber nicht die Frage, wozu diese Machtdemonstration dient.
In dem Film „Wag the Dog“ wird als Ablenkung von einer Krise wegen sexueller Belästigung vor den Präsidentschaftswahlen ein Krieg gegen Albanien erfunden und von Amerikas Topp-Produzenten gefilmt und zusammengeschnitten. Der Wahrheitsgehalt dieses Films spielt keine Rolle, Fakt ist, Politik ist nicht ehrlich, sonder wird mit Lügen, Halbwahrheiten und Ablenkung betrieben. Ich bin mir sicher, dass es bald wie für Theodor von Gutenberg auch für Christian Wulff eine breite Unterstützung in der Bevölkerung geben wird. Eine Ablenkung funktioniert am besten, wenn man die Bevölkerung in zwei Lager spaltet. So lange wir uns beschimpfen und darüber streiten, ob ein Verteidigungsminister oder Bundespräsident gehen soll oder ein Bahnhof unter die Erde gelegt wird, stellt niemand wichtigere Fragen. Es ist erschreckend, was die Medien aus uns machen. Das Interview unseres Bundespräsidenten war perfekt inszeniert und nur ein wohlwollender Artikel und wir haben einen Bundespräsidenten der Herzen. Ist ein Bundespräsident, der ganz offensichtlich von dem Wohlwollen der Presse abhängig ist, in der Lage, seine Aufgaben wahrzunehmen, zu denen unter anderem das Unterzeichnen und Prüfen von Gesetzen gehören? Ich wünsche mir nichts mehr als einen Bundespräsidenten, der mit den Medien „Krieg“ führt und ihre Macht zerschlägt. Dass Christian Wulff jetzt auch noch wegen seiner Rolle als früheres Aufsichtsratsmitglied von Volkswagen unter Beschuss gerät, finde ich nachdenkenswert. Eine Drohung in Höhe von 1,8 Milliarden, wann hat es das schon einmal gegeben?




Sonntag, Januar 01, 2012

Revolutionäres Drohnen-Gesetz: Die Angst vor dem deutschen Überwachungsstaat - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13791413/Die-Angst-vor-dem-deutschen-Ueberwachungsstaat.html?wtmc=google.editorspick&google_editors_picks=true

Wehrdienst und Gewissen

Der „Dienst fürs Vaterland“ wird seit sehr langer Zeit als etwas ehrenhaftes dargestellt. Zu Beginn eines Krieges waren die Schlachtfelder voller Freiwilliger, die in den Heldentod rannten. Dieser „Dienst fürs Vaterland“ wird dann mit Denkmälern geehrt. Was hier geehrt wird, ist aber nichts als blinder Gehorsam, der klaren Befehlsstrukturen folgt . Da dieser Verlust an Menschlichkeit nicht von alleine entsteht, wird er durch das Heldentum gefördert. Dass es ausgenommen dumm ist, dieser Ideologie zu folgen, sehen sie daran, dass nach einem Wechsel der Machthaber aus Kriegshelden Verbrecher werden und aus Vaterlandverrätern Helden. Die Frage ist, was ist das Richtige, auf welche Seite stellt man sich. Egoistische Menschen stellen sich auf die Seite, auf der sie am meisten profitieren können. Sie sind gefragt, denn sie sind berechenbar und stellen die Führungsspitzen jeder Gesellschaft. Einem Soldaten der DDR konnte man noch vermitteln, dass er an der Grenze die Freiheit schützt. Bei einem Soldaten am Hindukusch ist dies schon durch die geografische Lage etwas schwieriger. Der Wehrpflichtige wird hier zur Gefahr, denn man weiß nicht, ob er seinem Einsatzbefehl folgen wird oder ihn in Frage stellt. Ein Berufssoldat stellt seinen Lebensunterhalt viel später in Frage. Hier sehe ich den wahren Grund, warum Berufsarmeen einer Wehrpflicht vorgezogen werden. Ein Offizier der NVA galt nicht ganz zu unrecht als Machthalter des Systems. Nach der Wende gab es zahlreiche Mauerschützen Prozesse, in denen auch normale Wehrdienstleistende zur Verantwortung gezogen werden sollten, die nur Befehle befolgt hatten. Diesen Leuten wurde auch vorgehalten, sie hätten den Einsatz an der Grenze verweigern oder zu mindest den Schießbefehl nicht befolgen können. Dem kann ich mich nur anschließen. Das bedauerliche ist nur, dass wir ein paar Grenzsoldaten ihren Dienst vorwerfen, während heute eine ganze Armee freiwillig am Hindukusch unsere „Freiheit“ verteidigt und dabei Menschen tötet. Wenn die Soldaten unter Posttraumatischen Belastungsstörungen leiden, muss man sich anhören, es fehlt an Rückhalt aus der Bevölkerung. Wer etwas Verstand besitzt und über das Berufsbild des Soldaten nachdenkt, der geht nicht zur Armee . Wer es trotzdem macht, der wird für Geld vom Menschen zum Weichziel, für das es eine festgeschriebene Entschädigung gibt. Das ist es, was man für seinen Dienst bei der Armee erwarten kann, über den Rest entscheiden die Geschichtsbücher. Das bedauerliche ist, dass wir heute schon so schlau wie die Geschichtsbücher sein könnten. Wir lassen uns aber von Existenzangst und Feindbildern blenden. Der „kalte Krieg“ ist seit 20 Jahren vorbei, die Rüstungshaushalte aber immer noch gigantisch. Es gibt sicher Soldaten, die der Meinung sind, in einer „Friedensarmee“ zu dienen. Das ist ein Widerspruch in sich. In einer Armee, die auf den Einsatz im Ausland umgerüstet wird und es gleichzeitig Bestrebungen gibt, diese im Inland einzusetzen, würde ich keinen Dienst mehr antreten. Wer ein Auto im Straßenverkehr lenkt, von dem wird erwartet, dass er sich der Gefahren, die damit verbunden sind, bewusst ist.
Das gleiche gilt für den Dienst in der Armee. Man muss prüfen, ob Glatteis herrscht, bevor man sich ans Steuer setzt. Vor 20 Jahren hatten wir noch kalten Krieg, inzwischen ist es eiskalt.
Soll die einzige Erkenntnis, die wir aus dem 2. Weltkrieg gezogen haben, sein, einen Krieg als bewaffneten Konflikt zu benennen. Es gibt keine edlen Ziele für das Töten und es gibt keine Macht, die unser Gewissen von der Schuld befreien kann. Es gibt nur die Gier, die das Gewissen verdrängt.











Sonntag, Dezember 11, 2011

Klimagipfel

Auch wenn es weniger bekannt ist, sind nicht alle Wissenschaftler, was die Klimaerwärmung angeht, der gleichen Meinung. Ob sich mit ein paar in die Landschaft geworfenen Messpunkten eine Klimaerwärmung belegen oder widerlegen lässt, sei einmal dahingestellt. Den wissenschaftlichen Gehalt können sowieso die meisten von uns nicht erfassen. Als erstes ist von Bedeutung, wer Studien über die Klimaerwärmung ausführt und wer dafür bezahlt . Als zweites, wer verbreitet diese Studien und als drittes, wer profitiert davon. Das sind Punkte, die wir begreifen können, aber nicht darüber nachdenken. Natürlich möchte man gerne glauben, dass sich Politiker der Industriestaaten Gedanken um unser Fortbestehen machen . Kann man aber einem Politiker glauben, der sich keine Sorgen um die Vergiftung unseres Planeten in der Gegenwart macht, dass er besorgt darüber ist, was in der Zukunft möglicherweise passiert? Überlegen sie, wie starrsinnig Politiker bei der Festsetzung von Grenzwerten für Umweltgifte sind. Da fehlen regelmäßig wissenschaftliche Beweise für eine Schädlichkeit auf Mensch und Natur. Wie oft haben wir erlebt, dass Grenzwerte beim überschreiten einfach angehoben wurden. Warum ziehen wir ernsthaft in Erwägung, dass beim Kampf gegen eine Erderwärmung edle Ziele vorhanden sein könnten. Als einer der Gründe für den „Kampf“ gegen die Erderwärmung wird ein dadurch verbundener Anstieg des Hungers in der Dritten Welt angegeben. Keiner von uns wird sich diesem edlen Ziel verschließen oder nach einem wissenschaftlichen Beweis fragen . Die Frage ist doch, warum gibt es denn Hunger überhaupt noch, obwohl wir in der Lage sind, ihn zu beseitigen. Es gibt viele edle Ziele, die wir heute verwirklichen könnten. Was uns daran hindert ist einzig und alleine der Profit. Der einzige Grund für das Betreiben des Klimaschutzes ist der Profit, denn es ist kein nobles Ziel, sondern ein Wirtschaftszweig. Wer verdient am Emissionshandel ? Wer ist Marktführer in Klimatechnik ? Wer treibt den Klimaschutz voran ? Und als letztes, wer bezahlt wieder dafür ?

Organspende bleibt von Praxisgebühr befreit


Wenn man einmal in Ruhe nachdenken würde, gibt es keinen Grund, die Praxisgebühr zu ändern. Die Krankenkassen haben einen Überschuss, was will man denn mehr. Warum sollen denn die Arztbesuche zurückgehen? Hängt das nicht von dem Gesundheitszustand der Bevölkerung ab und ist der vielleicht viel besser geworden? Die einen sind krank, weil sie zu viel arbeiten müssen, die anderen sind krank, weil sie nicht arbeiten können. Die Lebenserwartung von Harz IV Empfängern und Aufstockern sinkt bereits. Wir haben jetzt schon eine Zweiklassenmedizin und jetzt will man das noch verschärfen? Die meisten trauen sich gar nicht mehr zum Arzt aus Angst, ihre Arbeit zu verlieren. Was will man dann mit der Erhöhung der Praxisgebühr bewirken. Gesunden, besser verdienenden ist die Gebühr egal, außerdem sind die sowieso meist in der privaten Krankenversicherung. Die Geringverdiener gehen aus Zeitmangel und Angst, ihre Arbeit zu verlieren, selten zum Arzt . Die einzigen, auf die eine Praxisgebühr einen Effekt haben kann, sind Harz IV Empfänger und Rentner. Ein Harz IV Empfänger geht nicht aus langer Weile zum Arzt . Die sind wirklich krank und das nicht zuletzt, weil sie als Fußabtreter der Gesellschaft herhalten müssen. Bei den Rentnern gibt es ähnliche Effekte . Viele werden krank, weil sie plötzlich nicht mehr gebraucht werden und oft mit dem Eintritt ins Rentenalter ihre sozialen Kontakte verlieren. Wahrscheinlich sind die Rentner die einzige Gruppe, bei der man Arztbesuche vermeiden könnte, weil hier manchmal der Arztbesuch als Ersatz für soziale Kontakte genutzt wird. Wenn dies ein Problem ist, schafft man das nicht mit einer Erhöhung der Praxisgebühr aus der Welt. Unser Sozialsystem ist ein Hypochonder. Es redet sich ein krank zu sein, ist es aber nicht, denn die Ausgaben sind im Verhältnis zum BIP unwesentlich gestiegen. Kosten senken bedeutet auch Lebenserwartung senken. Natürlich betrifft das nicht alle. Wohlstand ist nach wie vor lebensverlängernd und sozialverträgliches Ableben sichert Wohlstand. Wenn etwas reformiert werden muss, dann die soziale Kälte dieser Gesellschaft und nicht die Praxisgebühr. In den Kommentaren zu den Artikeln der großen Zeitungen gibt es auch viel Zustimmung für eine Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch. Das liegt daran, dass sich die Mittelschicht nach unten abgrenzen will und sich damit für Oberschicht hält. Leider beschleunigt sie damit ihren Niedergang. Von der gesamten Politik profitieren nur die Reichen und es genügt eben nicht, wenn man sich dazugehörig fühlt. Aus Angst, etwas zu verlieren, das man gar nicht hat, büßt man Lebensqualität ein, die man noch besitzt. Der Arztbesuch als wirtschaftliche Überlegung ist Verlust an Lebensqualität. Unser Sozialsystem hat noch große Reserven, denn es zahlen noch lange nicht alle ein. All jene, die jetzt aufschreien, sollten endlich begreifen, dass ihre Besitzstandswahrungen nur dem Erhalt einer Oberschicht dienen, der sie nie angehören werden. Der Kampf um den Aufstieg in die Oberschicht ist ein Selbstbetrug.

Freitag, Dezember 09, 2011

Sozialpolitik im Schnellkochtopf

2009 hat der Gesetzgeber eine Krankenversicherungspflicht eingeführt. Der Grund dafür war, dass die Zahl von nicht versicherten Personen stark zugenommen hatte. Viele davon galten als Selbständige. Zwei Jahre später berichtet die Presse von Verlusten bei den Privatversicherern, wegen hoher Beitragsausstände. Der Grund: die Versicherungen können ihren Mitgliedern nicht mehr kündigen. Einen lächerlichen Tag später berichten die Medien von einem BGH Urteil, wonach der Kündigungsschutz einschränkend ausgelegt werden muss. Bei schweren Vertragsverletzungen sei eine außerordentliche Kündigung weiterhin zulässig. Da hat die Lösung des Problems für die Privatversicherer nicht lange auf sich warten lassen. Das Handwerksblatt berichtet in seiner letzten Ausgabe: Viele Selbstständige mit geringem Einkommen:
„Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel: Zirka 270.000 Selbstständige mussten im Jahr 2010 mit 500 Euro netto im Monat (inkl. Transferleistungen) über die Runden kommen. Rund 950.000 Personen hatten ein monatliches Nettoeinkommen unter 1.100 Euro. Besonders betroffen sind Solo-Selbstständigen, weiblichen Selbstständigen oder Selbstständigen in der Kreativwirtschaft.“ An der
Festsetzung der Mindest- Beitragsbemessungsgrenze für freiwillige Mitglieder ändert das allerdings nichts. Das Zahlen von Krankenkassenbeiträgen auf das wirkliche Einkommen ist weiterhin nicht möglich. Vor ca. 5 Jahren begründete der Petitionsausschuss dies damit, dass es keinen Sinn macht, sich für ein niedrigeres Einkommen als die Beitragsbemessungsgrenze selbständig zu machen. Zu gut deutsch, wer weniger hat, rechnet sich arm. Dass Aufschwung, stagnierende Umsätze, sinkende Investitionen, Fachkräftemangel und sinkende Reallöhne nicht zusammenpassen, interessiert weder Politik noch Presse. Der Versicherungswirtschaft schiebt man seit Jahren mit dem in Frage stellen der Sozialversicherung und der Förderung der privaten Altersvorsorge die Kohle schubkarrenweise in den Rachen. Angeblich wird unser Sozialsystem zu teuer. Der Anteil der Sozialausgaben am BIP ist aber kaum angestiegen. Dass die Geringverdiener dabei angearscht werden, interessiert niemanden. Aber wehe die privaten Krankenkassen haben Einbusen durch die Armenschweine, die vom System ausgeblutet werden. Der Arbeitsmarkt kocht vor sich hin, aber im „Schnellkochtopf“. Da brodelt nichts, aber eines Tages fliegt der Deckel weg. In der „Küche“ hilft kein Lüften mehr, da muss renoviert werden.

Mittwoch, Dezember 07, 2011

Ein Piraten der Pläne für die Zukunft macht wird zur Landratte

Nachdem, was man so liest, ging es bei dem Parteitag der Piraten recht turbulent zu. Stellenweise ist von einer drohenden Spaltung die Rede. Der Grund: eine Position zum Grundeinkommen zu finden. Meine Meinung, was mit Parteien passiert, die durch Erfolg Mitgliederzulauf bekommen, will ich hier nicht wiederholen. Ich möchte aber einmal einen anderen Gedanken aufwerfen. In jeder größeren Partei entstehen früher oder später unterschiedliche Meinungen. Man redet dann vom rechten und linken Flügel usw. Jeder „Flügel“, oder meist sogar jeder Politiker, hält seine Meinung für die einzig richtige. So werden Erneuerungsprozesse blockiert. Nicht der Doktor-Titel und großes Wissen zeichnen einen guten Politiker aus, sondern der Zweifel. Zweifel ist Fortschritt. Unsere Politiker sind so von sich eingenommen, dass sie den Zweifel an ihrer Meinung nicht mehr zulassen. Wenn man bedenkt, dass es kein vollkommenes Wissen geben kann, gibt es demzufolge keine endgültige Wahrheit. Wenn unsere Politiker auf ihren Standpunkten beharren, ohne einen Zweifel daran zu haben, sind sie auch nur „ewig Gestrige“. Als die Piraten antraten, hatten sie noch Zweifel. Wie lange wird es noch dauern, dass es nur noch verhärtete Standpunkte gibt ? Damit löste sich wieder einmal die Hoffnung nach Veränderung in Wohlgefallen auf.

Freitag, Dezember 02, 2011

4 - Jiddu Krishnamurti - Rede - Deutsch - Die Konditionierung durchbrechen. - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=PPfqWDljsSY


Vor kurzem haben wir uns auf Grund des Verhaltens der Fische in unserem
Aquarium über klassische Konditionierung unterhalten. Dazu gibt es
zahlreiche Tierversuche. Aber in wie weit gilt das auch für den
Menschen? Auf meiner Suche, ob es wissenschaftliche Untersuchungen mit
Menschen gibt, bin ich auf diesen Beitrag auf youTube gestoßen.
Zusammenfassen kann man ihn nicht und kommentieren wäre falsch, aber
jeder sollte sich einmal die nötige Zeit dafür nehmen.

Wer denkt hat Zweifel

Wenn ich mir die Berichterstattungen der letzten Zeit über die rechtsextreme Szene so ansehe, habe ich Zweifel, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. Ich will die Möglichkeit gar nicht bestreiten, und sicher könnte man sogar die Wahrscheinlichkeit errechnen, aber die Möglichkeit einer Inszenierung scheint mir mindestens genauso groß. Selbst im Falle einer Inszenierung besteht die Möglichkeit, dass dies in einer Art vorauseilendem Gehorsam passierte und nicht von oben gelenkt wurde. Wie sollte nun aber ein Richter über ein Parteiverbotsverfahren entscheiden, ohne eine jahrelange Untersuchung? Eine Verbindung zu einem NPD Funktionär besteht möglicherweise, die zum Verfassungsschutz ganz sicher. Welche neuen Fakten sind damit geschaffen? Ich denke keine. Das Problem der V- Leute besteht nach wie vor. Mit rechtsstaatlichen Mitteln ist ein Parteiverbotsverfahren nicht möglich. Deshalb wird die rechte Szene jetzt in der Presse zur Bedrohung aufgerüstet. Über 800 Waffenfunde wird berichtet, darunter 15 Handfeuerwaffen. Ob die obligatorische schwere Armbrust, die in den Medien vorgeführt wird, unter Handfeuerwaffen zählt oder schon als eines der 8 Kriegsgeräte gewertet wird, weiß ich nicht. Aber eines weiß ich ganz sicher, hier wird aufgebauscht, denn das meiste der Waffenfunde finden sie genau so auf einem durchschnittlichen Schulhof oder in Handtaschen schwäbischer Hausfrauen. Es kann sein, dass der Verfassungsschutz durch Zufall Augenzeuge eines Mordes wird. Es kann sein, dass man nichts von V- Leuten wusste. Aber glauben sie auch, dass Feinbilder von alleine entstehen? Man kann vieles gesetzlich regeln und vieles sollte oder muss man sogar gesetzlich regeln. Die Meinungsfreiheit gehört aber nicht dazu. Ein Parteiverbotsverfahren ist eine heikle Sache und man darf auf keinen Fall zulassen, dass der gesetzliche Rahmen dafür aus einem Reflex geändert wird. Keiner kann wissen, ob es beim Verbot einer Partei bleibt oder ob andere folgen. Selbst eine Inszenierung durch die verbotene Partei selbst ist möglich. Man gründet sich neu und hat ein Mittel gegen den politischen Gegner. Politik ist das schmutzigste Geschäft, da darf man keine Möglichkeit außer acht lassen. Die Zeiten, dass man sich hinter Unwissenheit verstecken kann, sind eigentlich vorbei. Die Verbrennungsöfen der Konzentrationslager stanken zum Himmel, aber niemand wusste etwas. Irgendwie hat sich daran nichts geändert.

Dienstag, November 22, 2011

Hinter jedem „Feindbild“ verbirgt sich letztendlich ein Betrug

Es ist wieder einmal soweit . Wir werden mit Berichten über ein „rechtsradikales Mördertrio“ überflutet. Die ersten spontanen Demonstrationen gegen rechte Gewalt ließen nicht auf sich warten. Mann hört den Ruf nach Aufklärung und härterem Durchgreifen. Es ist die Rede von Ermittlungsfehlern und Schlamperei, auch die Frage nach der Funktionsfähigkeit der Behörden wird gestellt. Unsere Kanzlerin stellt die Frage, warum wir es nicht schaffen, eine bestimmte Art von Hass, eine bestimmte Art von Ausgrenzung, aus den Köpfen bestimmter Menschen herauszubekommen. Die Antwort ist ganz einfach. Die Politik braucht nur aufzuhören, mit immer neuen Feindbildern, von ihren Fehlern abzulenken. Ich bin die Debatten um Kampfhunde, islamische Terroristen, Hartz IV Empfänger, Pleitegriechen und Rechts- oder Linksextremisten leid. Kein Hund und auch kein Mensch ist von Natur aus schlecht, entweder er ist krank oder wird falsch geführt. Ich glaube nicht, dass es ganz richtig ist, von einem Versagen des Verfassungsschutzes zu sprechen. Der hat genauso gut funktioniert wie jetzt die Presse. Wenn wir uns jetzt noch freuen, wenn unsere Freiheiten beschnitten werden und gerne dafür bezahlen, war die Aktion eher ein voller Erfolg. Ein „rechtsradikales Mördertrio“ ist kein Grund für ein Parteiverbotsverfahren. In einer Demokratie verbietet man keine Partei, sondern wählt sie nicht. Die Feindbilder dienen zu nichts anderem, als der stetigen Beschneidung der Demokratie. Für mich völlig unverständlich ist, dass die Linke, welche selbst vom Verfassungsschutz beobachtet wird, die Schwächung der Demokratie mit anfeuert. Wenn wir nicht wollen, dass eines Tages Parteien, die nicht auf Linie der „Märkte“ liegen, verboten werden, müssen wir andere Meinungen aushalten, auch wenn sie falsch sind. Die Frage ist, wie groß das Problem rechter Gewalt ohne mediales Aufbauschen und die Unterstützung des Verfassungsschutzes überhaupt wäre. Da sogar die Möglichkeit besteht, dass V-Leute Sprengstoff besorgt haben, sollten die V-Leute endlich abgezogen werden, denn sie sorgen nicht für Aufklärung sondern für Verschleierung. Und jetzt noch einmal zu der Frage, wie bekommt man den Hass aus den Köpfen? Einfach abwählen, so lange es noch geht. Dass die Politik im Interesse der „Märkte“ regiert, wissen wir und es ist im Interesse der Märkte, dass wir zerstritten sind und Angst vor Alternativen haben. Um es ganz deutlich zu sagen, ich halte rechtes Gedankengut nicht für eine Alternative . Allerdings frage ich mich, wie ein „rechtsradikales Mördertrio“ über einen beachtlichen Zeitraum sein Unwesen treiben konnte, ohne entdeckt zu werden. In der Presse werden Rechte so dargestellt, dass sie zu dumm sind, sich die Schuhe zu zubinden und deshalb Stiefel tragen. Da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder die Rechten sind intelligent oder sie waren so dumm, sich vom Verfassungsschutz missbrauchen zu lassen. Darüber sollte man einmal in Ruhe nachdenken, bevor man sich dazu hinreisen lässt, ein Verbotsverfahren zu fordern. Es gibt zahlreiche Prominente, die von ihrem Engagement gegen rechts stark profitieren. Ich hoffe, dass diese auch ihre Stimme erheben, wenn sie feststellen, dass sie zur Abschaffung der Demokratie missbraucht wurden. Eine Einschränkung der Demonstrationsfreiheit ist genauso gefährlich wie Parteiverbotsverfahren. Es kann sich eines Tages gegen einen selbst wenden. Da mit Sicherheit Vorschläge für Gesetzesänderungen kommen werden, sollte man diese nicht einseitig betrachten. Wahrscheinlich gäbe es die NPD ohne die breite mediale „Werbung“ und den „Bestandsschutz“ durch die V-Leute des Verfassungsschutzes gar nicht mehr.

Dienstag, November 15, 2011

Georg Schramm, Frankfurt a.M. 12.11.2011_teil1 - YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=vjxUfyCSEEE&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=Wd555rheqrI&feature=related

Ein guter Beitrag trotz „Schönheitsfehlern". Jemand, der zwischen Wut
und Zorn unterscheiden kann, sollte die Gefahren sehen, die entstehen,
wenn man über den Tod und Arbeitslager ironisch spricht.

Sonntag, November 13, 2011

Krisen ohne Wendepunkt

Wir sprechen in der derzeitigen Lage immer von einer Wirtschaftskrise. Die Frage ist, ob dies überhaupt der Fall ist, oder ob wir nicht eher eine Geldkrise haben ? Als erstes sollte erst einmal klar sein, dass der Wert von Geld nur auf dem Vertrauen basiert, dafür einen Gegenwert in Form von Waren oder Dienstleistungen zu erhalten. Anfänglich war Geld nur ein Tauschmittel: Ware gegen Geld gegen Ware. Heute ist das Geld selbst zur Ware geworden und wir tauschen Geld gegen Ware gegen Geld. Anders als von unseren Leistungsträgern behauptet, arbeitet Geld nicht und es erwirtschaftet auch keine Wertschöpfung. Der Mehrwert entsteht nur bei produktiver Arbeit. Geldvermögen entstehen durch die Aneignung des Mehrwertes, welcher nichts anderes ist, als unbezahlte Arbeit. Jene, die der Meinung sind, ihr Geld würde arbeiten, vertreten auch die Meinung, die Schulden entstünden dadurch, dass wir über unsere Verhältnisse leben. Die Schulden entstehen aber durch die Abhängigkeit vom Kapital. Diese Abhängigkeit hat dazu geführt, dass die Entlohnung der Arbeit kein gleichwertiger Ersatz der erzielten Wertschöpfung ist. Die höchsten Vergütungen werden heute in nichtproduktiven Bereichen gezahlt, die vielfach alleine der Erhaltung der Macht dienen. Gleichzeitig wird eine breite Masse gezwungen, Teile ihres Lebensunterhaltes aus Schulden zu bestreiten, da sie nicht in der Lage sind, Rücklagen zu bilden. Welche irrsinnigen Verwerfungen es dadurch in der Gesellschaft gibt, sehen sie daran, dass es Leute gibt, die bereit sind für 20 Stunden Arbeit, die als sammelbare Kunst gelten, Millionen zu bezahlen, während man auf der anderen Seite einem unbekannten Künstler gerade einmal den Materialwert und die Verpflegungskosten zugesteht. Wenn Millionen für Sachen ausgegeben werden, die für den Lebensunterhalt nicht benötigt werden, bedeutet dies, dass zu viel Geldvermögen vorhanden ist. Wenn viel Geldvermögen vorhanden ist, bedeutet dies, dass es auf der anderen Seite viele Schulden gibt. Jeder, der bei etwas Verstand ist, versteht, dass dies nicht beliebig erweiterbar ist. Es muss der Tag kommen, an dem es einen Schuldenschnitt geben muss, nur ändern wird sich dadurch nichts. Für eine kurze Zeit kann ein Picasso ein Butterbrot wert sein. Aber solange die Produktionsmittel in Privathand sind, beginn das Spiel von neuem. Je mehr staatliches Eigentum privatisiert wird, um so kürzer werden die Abstände zwischen den Krisen. Der wissenschaftliche Fortschritt mag möglicher Weise in der Lage sein, die Anfälligkeit der Wirtschaft gegen Rohstoffmangel und Umweltgifte usw. zu lösen. Die Anfälligkeit des Geldes aber bleibt. Wenn der Mensch lernen könnte, mit Geld verantwortungsvoll umzugehen, kann er auch lernen, ohne Geld auszukommen. Wenn man sagt, der Kommunismus ist Spinnerei oder Utopie, sagt man nichts anderes, als dass der Mensch nicht lernfähig ist und wir nie ein Leben ohne soziale Unruhen und Krieg führen werden. Es ist erschreckend, dass die Spitze der Evolution nicht in der Lage ist zu erkennen, dass sie einem Trugbild folgen. Die Reichen und Prominenten der Klatschpresse sind nur beliebig austauschbare Werbeträger des kapitalistischen Systems. Auch wenn wir alle als wandelnde Litfaßsäulen umherlaufen und uns durch das Tragen von Statussymbolen dazugehörig fühlen, werden wir doch nie dazu gehören, denn die Reichen machen keine Schauläufe, sondern agieren im Verborgenen. Geld regiert die Welt und das leider schlecht und alle helfen dabei. Genau genommen sind es nicht die Systeme, in denen wir leben, die Fehler haben, sondern der Mensch selbst. Die Systeme begünstigen nur mehr oder weniger die Fehler des Menschen. Wenn wir nicht eines Tages an einem Punkt ankommen wollen, an dem wir einen Fehler begehen, der nicht korrigierbar ist, muss man die „Fehlerquellen“ optimieren. Dies macht man, indem man Entscheidungen mehrheitlich trifft. Im Moment entscheiden 1% über 99% der Bevölkerung.